Review: VANISH (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Bryan Bockbrader, Maiara Walsh, Tony Todd, Danny Trejo
 
Regie: Bryan Bockbrader
 
Drehbuch: Bryan Bockbrader
 
Länge: 79 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 24. April 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Pierrot Le Fou
 
Genre:
 
Bewertung
7.5
7.5/ 10


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1
Posted 26. April 2015 by

Als Gegenteil von Kammerspiel würde man wohl ein Roadmovie bezeichnen, im Falle von VANISH gelingt es aber beides unter einen Hut zu bringen und das alleine macht den Film schon zu einer interessanten Angelegenheit.
Da die Produzenten aber lieber auf Nummer sicher gehen wollte, haben sie mit Danny Trejo und Tony Todd gleich noch zwei Experten für grobes Handwerk in den Kofferraum geladen.

vanish

Story:
Jack, Max und Shane wollen das große Geld machen. Dafür entführen sie Millionärstochter Emma, werfen die Schönheit in ihren alten Van und verlangen von ihrem Vater 5 Millionen Dollar. Der ist allerdings mexikanischer Drogenbaron und überhaupt nicht willens den amateurhaften Entführern die Kohle einfach zu geben.

VANish tony todd

Was VANISH so besonders macht, ist dass wir zwar einerseits permanent auf den Straßen Kaliforniens unterwegs sind, die Kamera aber nie den Van der Kidnapper verlässt. Nicht einmal wenn alle Protagonisten vorübergehend aussteigen.
Damit sind wir als Zuschauer ähnlich gefangen wie Emma, die ihren Entführern das Leben aber nicht leicht macht. Lange Autofahrten können nervtötend und langweilig sein, da kann man von Glück reden, dass Regisseur / Autor Bryan Bockbrader interessante Charaktere und eine Menge Wendungen eingepackt hat.

Über deren Sinn sollte man womöglich nicht immer allzu genau nachdenken, denn VANISH haut schon mächtig auf den Putz und holt aus Weichei Shane und Bad Guy Max alles raus, während Jack versucht Herr der Lage zu bleiben und man nicht so recht weiß, ob Emma sich mit den Gangstern zusammentun will oder nach dem nächsten Fluchtweg sucht.
Das mag nicht logisch sein, es ist aber unterhaltsam und spätestens wenn sich im Wagen die ersten Leichen stapeln, ist klar, dass hier blutiger Exploitation-Spaß geboten wird, der sich gar nicht um allzu viel Seriosität bemüht.

VANish maiara walsh

Stars des Films sind übrigens nicht die Herren Todd und Trejo, deren Namen man (verständlicherweise) aus Marketinggründen groß aufs Cover schreibt, die aber zusammen kaum 5 Minuten Screenzeit erhalten.
Im Mittelpunkt stehen stattdessen die jungen Darsteller wie Maiara Walsh (ZOMBIELAND-Serie), Debütand Austin Abke oder Regisseur Bryan Brockbrader selbst, der den Max spielt.

Und da man sich auf engem Raum nahe kommt, fallen grobe Schnitzer umso mehr auf, aber der Cast macht seine Sache gut. Auch die Dialoge gefallen, wenngleich die hier und da herauszuhörende Tarantino-Nähe nicht ganz gelingt.

Mit Brutalität hält sich der Film gerade in der zweiten Hälfte nicht zurück und die Scheiben müssen mehr als einmal (von innen) geputzt werden, die Effekte sind allerdings nicht reif für die Championsleague, was wohl auch an einem überschaubaren Budget liegen dürfte.

Nichtsdestotrotz ist VANISH ein gelungener Streifen, der zwei Altstars amüsante Gastauftritte gönnt und über seine knapp bemessene Spielzeit von 79 Minuten nicht langweilig wird.

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