Review: VIRAL (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Sofia Black-D'Elia, Analeigh Tipton, Travis Tope
 
Regie: Henry Joost, Ariel Schulman
 
Drehbuch: Barbara Marshall, Christopher Landon
 
Länge: 82 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 21. Juli 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Capelight
 
Genre: , ,
 
Land:
 
Bewertung
7.5
7.5/ 10


User Rating
3 total ratings

 


0
Posted 16. Juli 2017 by

Emma und Stacey sind normale Teenager in einer normalen Kleinstadt.
Dass sich anderenorts auf der Welt eine Infektion ausbreitet, die durch Parasiten übertragen wird, nehmen die Heranwachsenden und ihre Freunde anfangs nur am Rande wahr, doch dann tauchen auch an der eigenen High School erste Fälle auf und schließlich wird die ganze Stadt unter Quarantäne gestellt.
Abgeschnitten von ihren Eltern müssen die Schwestern ums Überleben und gegen die Krankheit kämpfen.

Falls ihr WHAT WE BECOME gesehen habt, habt ihr eine ungefähre Vorstellung was euch erwartet.
In VIRAL kommt der Schrecken ebenfalls in eine gemütliche Nachbarschaft und auch wenn es um eine globale Katastrophe geht, ist der Fokus klar auf diesen Mikrokosmos gerichtet. Auch sind die Hauptfiguren in beiden Filmen Jugendliche, die sich gerade in den Nachbarn/die Nachbarin von gegenüber verlieben, bevor das Unheil die Idylle trübt.
Auch gleich: ein hoher Dramaanteil.

Es lohnt sich trotzdem beide Filme zu sehen, denn während WHAT WE BECOME mit skandinavischer Nüchternheit punktet, geht VIRAL das Ganze US-typisch größer an, ohne allerdings Effektorgie zu sein. Es stellt sich stattdessen das Gefühl ein, einen entfernten Verwandten des CRAZIES-Remakes zu sehen.

Aber VIRAL ist auch ein Film fürs junge Publikum, einfach, weil fast alle Figuren jung sind. Mehr noch als in WHAT WE BECOME stehen Teenager im Mittelpunkt, was hier und da auch erzwungen wirkt. Nicht nur ist der Vater der Schwestern außerhalb der Stadt als die Quarantäne eingerichtet wird, was ihnen unfreiwillig sturmfreie Bude beschert, aber noch im Bereich des Möglichen liegt. Die Kids treffen sich auch in einem leerstehenden Haus, um dort eine große Party zu feiern, während die Quarantäne bereits im Gange ist und auch bei jeder jugendlichen Naivität mit mehr Zurückhaltung zu rechnen wäre.

Insgesamt sind die Figuren aber längst nicht die stereotypen Dumpfbacken, die man sonst so bei einem Filmabend kennenlernt, sondern wirken sympathisch und man nimmt ihnen die jeweilige Beziehung zueinander ab.
Schaut man in den Lebenslauf des Regie- und Autorenteams Henry Joost, Ariel Schulman und Christopher Landon, fügen sich weitere Puzzleteile zusammen. Mit Werken wie PARANORMAL ACTIVITY 2, 3 und 4, DISTURBIA und SCOUTS VS. ZOMBIES wurde ebenfalls ein jüngeres Publikum angesprochen bzw. standen junge Protagonisten im Mittelpunkt.

Der Qualität von VIRAL schadet das aber nicht weiter.
Auch die Herleitung der Ereignisse ist sauber und als Betrachter ahnt man bereits Böses, als im Schulunterricht von parasitären Würmern die Rede ist, die das Wesen ihres Wirts verändern. Klassische Zombies finden sich im Film kaum, die Erwartungshaltung sollte hier vielleicht eher Richtung FACULTY (aber ernster) gehen, doch in jedem Fall werden wir Zeuge von einigen OPs die diese Würmer wieder entfernen sollen.

VIRAL ist vielleicht kein Meilenstein, über den man in 20 Jahren noch spricht, denn dafür kennt man zu viele Elemente aus anderen Filmen. Die Kombination funktioniert aber und macht daraus einen professionellen, unterhaltsamen Streifen.

Facebook Comments


0 Comments



Be the first to comment!


Leave a Response


(required)