Review: WRONG TRAIL (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Natalie Burn, Ignacia Allamand, Ariel Levy
 
Regie: Patricio Valladares
 
Drehbuch: Barry Keating, Patricio Valladares
 
Länge: 78 min
 
FSK: ab 18
 
Veröffentlichung: 6. Juli 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
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Bewertung
3.5
3.5/ 10


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Posted 15. Juni 2017 by

Falls euch der Titel WRONG TRAIL an WRONG TURN erinnert, ist das kein Zufall.
Auch in diesem Werk geht es in die Wälder. Die Gefahr geht aber nicht von degenerierten Rednecks aus, sondern von den Mitglieder eines Kults UND einer todbringenden Krankheit.
Schon das Cover verspricht: WRONG TURN trifft auf CABIN FEVER und ihr wisst was das bedeutet: Hirn auf Standby schalten.

Nachdem Profi-Mountainbiker Joe einen Freund bei einem Unfall verliert, ist er am Boden zerstört. Da kommt eine Einladung nach Chile recht, wo ein Rennen und Sponsorengelder winken.
Zusammen mit Freundin Stephanie reist er nach Südamerika, aber das Pech bleibt ihm an den Fersen. Erst begegnen sie einigen unwirschen Einheimischen und bei einem Waldausflug entdecken sie einen Fremden, der offenbar von einer schrecklichen Krankheit befallen ist. Ehe sie sich versehen, werden sie beschossen und müssen aus verschiedenen Gründen um ihr Leben kämpfen.

Mit dabei ist Ariel Levy, der sonst gerne mal im Umfeld von Eli Roth auftaucht (GREEN INFERNO, THE STRANGER, AFTERSHOCK). Levy  beweist hier, dass er Roth nicht braucht, um alberne Filme zu erzeugen. Stephanie „durfte“ in der Vergangenheit in BLOODRAYNE und DIE SCHWERTER DES KÖNIGS mit Uwe Boll drehen und Hauptfigur Joe wird von Bryce Draper gespielt, der mit BOUND – GEFANGEN IM NETZ DER BEGIERDE und ANOTHER DEADLY WEEKEND selbst Schwächen im Lebenslauf aufweist und  trotz Storchenbeinen einen Profi-Radler mimt.

Dies ist mal wieder einer jener Schinken, in denen jeder, ob gut oder böse, unsympathisch wirkt und dass Hauptfigur Joe bei der erstbesten Gelegenheit Stephanie mit einer alten Freundin betrügt, nimmt auch dem vermeintlichen Helden den letzten Glanz…zumal diese Affäre für den weiteren Verlauf unbedeutend ist. WRONG TRAIL  ist aber über weite Teile nach der üblichen Formel aufgebaut und dazu gehört natürlich auch Sex, selbst wenn man so prüde ist, dass man am Ende doch nichts zeigen mag.

Zeigefreudiger ist man in Sachen Gewalt und Ekel. Die seltsame Krankheit wurde Makeup-technisch zwar nur mittelprächtig umgesetzt, dafür darf hier jeder Kotzen und Tote gibt es auch ausreichend.
Wenig überraschend besteht das Drehbuch aus einer Hetzjagd durch die Wälder Chiles, bei der man als Beobachter nie so recht weiß, was eigentlich los ist. Wer sind diese Typen, die Joe und Steph jagen? Was ist das für eine Krankheit? Oder ist es gar etwas anderes?

Eigenartigerweise ändert WRONG TRAIL zum Finale hin seinen eingeschlagenen Weg und präsentiert sich plötzlich roh und mit einigen verstörenden Sequenzen, die zum bis dahin schablonenhaften Vorgehen gar nicht so passen wollen. Da ist man dann auch bereit eine ungestüme Sexszene einzubauen, bei der man (Trommelwirbel) Nippel zeigt, die man zuvor so angestrengt versteckt hielt.

So recht passt das nicht zusammen, aber dem Film hätte es gut zu Gesicht gestanden, wenn er von Anfang an mehr Mut gezeigt hätte. So bleibt nicht nur ein schwacher, sondern auch ein verwirrter Gesamteindruck.

Fazit: Nicht ansehen!

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