Review: YOU ARE NOT ALONE (2010)

 

 
Overview
 

Darsteller: Nathan Nolan, Evie Brodie, Simon Dutton
 
Regie: Mark Ezra
 
Drehbuch: Mark Ezra
 
Land: UK, USA
 
Veröffentlichung: 02. April 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
Genre: ,
 
Bewertung
3.5
3.5/ 10


User Rating
3 total ratings

 


0
Posted 12. April 2015 by

Wenn ein Film fünf Jahre lang in der Schublade liegt, bis sich jemand erbarmt ihn zu veröffentlichen ist das selten ein gutes Zeichen. Wenn sich dieser Film dann auch noch in Found Footage – Gewässern tummelt, die in den letzten Jahren durch massive Überfischung leergeangelt wurden, ist eine gewisse Skepsis angebracht.

Story:
Ginny und Matt stammen aus Kalifornien. Da die Musikerin und der Drehbuchautor ihrer Kunst nachgehen wollen, verlassen sie die Heimat und tauschen ihr Haus für sechs Monate gegen ein Anwesen in Glastonbury, England ein. Die anfängliche Begeisterung hält nicht lange an, als sie bemerken, dass offensichtlich noch jemand Zugang zu ihrem neuen Zuhause hat.

you are not alone (2)

Nein, dieser Jemand ist kein Geist/Dämon, soviel sei hier schon einmal verraten und dass wir als Zuschauer kurz einen maskierten Mann mit Messer erkennen, lässt darauf hoffen, dass sich hier jemand an Mischung aus Slasher und Found Footage versucht.
Bei den Versuchen bleibt es dann aber auch, denn vieles was folgt geht dann doch in Richtung PARANORMAL ACTIVITY. Angefangen von Matts plumpen Sextape-Anspielungen, über nächtliche Kameraüberwachung, Geräusche und unheimliche Entdeckungen im Haus.

Wieder einmal ist das wichtigste Tool die Kamera, die Matt pausenlos mit sich herumschleppt.
Was tut man, wenn man nachts einen Eindringling im Haus hört? Richtig, man schnappt sich eine brutale Waffe, ruft die Polizei und/oder schließt sich irgendwo ein. In der Realität dürften Sätze wie „Nimm die Kamera“ bevor man kopflos aus dem Raum rennt, eher die Ausnahme sein.
Dass sich diese Dummheiten in einer Reihe von Found Footage – Filmen finden lassen (ebenso wie Spannungsmusik, die dort keinen Sinn macht), bedeutet noch lange nicht, dass man sie gutheißen muss.

Erschwerend kommen weitere Logiklücken hinzu. Wenn jemand einen dicken Haufen neben das Klo setzt und sich ausschließen lässt, dass man selbst dafür verantwortlich ist, würde das viele Menschen beunruhigen, unser Paar bleibt hingegen verhältnismäßig locker, selbst physische Angriffe sind offenbar kein Grund das Weite zu suchen.

you are not alone (3)

Echte Anspannung will beim Zuschauer auch nicht aufkommen. Sei es aufgrund bekannter Elemente, Ungereimtheiten oder dürftiger Umsetzung.
Die schauspielerische Leistung ist dabei gar nicht so übel, das Drehbuch aber schon und die Synchronisation zumindest an den Stellen fragwürdig, wo ein 200m entfernter Mensch genau so laut und gut verständlich ist, wie jemand, der neben dem Mikro steht.

Fazit: Auch wenn der Film vor fünf Jahren veröffentlicht worden wäre, wäre das fünf Jahre zu spät.
Hier wird wenig geboten, was es nicht schon öfters besser gab.

Facebook Comments


0 Comments



Be the first to comment!


Leave a Response


(required)