Special: Die 20 besten Horrorfilme der 70er Jahre (Teil 1)

Schlaghosen, Plateauschuhe, viele Haare, Parkas, die Geiselnahme von München, Watergate, Ölkrise, der deutsche Herbst, Abba, Glam-Rock und Punk…
Wir sprechen über die 70er-Jahre. Rückblickend fragt man sich, ob in diesem Jahrzehnt je die Sonne schien und Menschen lachten. Schaut man sich heute Bilder oder Filme von damals an, deutet nichts darauf hin. Kein Wunder also, dass diese Dekade für eine Reihe von Horrorfilmen steht, die neben okkulten Themen und häufiger Sozialkritik vor allem eins gemeinsam hatten: eine stockdunkle, pessimistische Grundstimmung.

Klassische Horrorfiguren machten Platz für neue „Feindbilder“, der meist noch freundliche Grusel der 60er wich einer Ernsthaftigkeit, die teilweise schon unangenehm zu nennen ist, und damit einher ging eine neue Brutalität.

Schauen wir uns an dieser Stelle die (womöglich) 20 besten Horrorfilme der 70er an. Hier gibt es an dieser Stelle die Plätze Platz 20-11 (unsortiert), hier geht es zur Top 10.

THE LAST HOUSE ON THE LEFT (1972):
Wes Cravens erstes ernsthaftes Lebenszeichen und Mitbegründer des Rape & Revenge – Genres.
Eine Bande Vergewaltiger und Mörder nistet sich unwissenderweise bei den Eltern eines ihrer Opfer ein.

VIER IM RASENDEN SARG (1975):
Einer der dümmsten deutschen Titel aller Zeiten, im Original: RACE WITH THE DEVIL, ist mit Peter Fonda (EASY RIDER) prominent besetzt. Vier Freunde beobachten beim Campen einen satanischen Opfermord und müssen fortan um ihre Sicherheit fürchten.

THE HILLS HAVE EYES (1977):
Camping zum Zweiten; Wes Craven zum Zweiten. Eine Familie bleibt mit dem Wohnwagen in der Wüste liegen und wird von Mutanten terrorisiert.

BLACK CHRISTMAS (1974):
Trotz einiger noch vorhandener Krimi-Anleihen und ein paar Längen, muss man BLACK CHRISTMAS als den ersten echten Slasher bezeichnen. Ein Irrer terrorisiert zum Fest der Liebe die Mädchen eines studentischen Verbindungshauses.

DIE WIEGE DES BÖSEN (1974):
Ein Film, der wohl unter dem Eindruck des Kontergan-Skandals entstand. Eine Frau bringt nach der Einnahme von schädlichen Medikamenten ein entstelltes und aggressives Baby zur Welt.

DAS SCHRECKENSKABINETT DES DR. PHIBES (1971):
Einer der Filme dieser Liste, die gefühlt eher den 60er-Jahren zuzuordnen sind.
Legende Vincent Price als Racheengel, der 10 Morde nach dem Vorbild der alttestamentlichen Plagen verüben will.

HEXENSABBAT (1977)
Eine junge Frau zieht nach einem Selbstmordversuch in ein Haus, das außer ihr nur ein blinder Priester bewohnt. Von seltsamen Geräuschen und Alpträumen geplagt, fragt sie sich, was mit dem Gebäude verkehrt ist.

AMITYVILLE HORROR (1979):
Angeblich auf Tatsachen beruhender Spukhaus-Horror. Da zahlreiche Fortsetzungen folgten und THE SHINING erst 1980 verfilmt wurde, der wohl bekannteste Haunted House Film des Jahrzehnts.

DELIVERANCE / BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (1972):
Kein typischer Genrefilm, deswegen aber nicht weniger gut und die homosexuelle Vergewaltigung durch einheimische Hinterwäldler ist nicht nur verstörend, sondern beeinflusste sowohl das Backwood- als auch das Rape&Revenge-Genre.

THE WICKER MAN (1973):
Krimi, Grusel und Musical (!) in einem…und natürlich Christopher Lee.
Ein Polizist folgt einem anonymen Hinweis auf eine kleine schottische Insel. Angeblich soll dort ein Mädchen verschwunden sein, doch die Einheimischen geben sich verdächtig verschlossen.

Soweit bis Platz 11…

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