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Posted 6. Mai 2013 by Mick in Undergrounders
 
 

Undergrounders: LIMBLESS von Daniel Konze

shockalypse
shockalypse

Nachdem wir euch in den Vorwochen BAD TRIP und EINGESPERRT vorgestellt haben, ist heute LIMBLESS an der Reihe, der es als dritter Film ebenfalls auf die Kurzfilmsammlung SHOCKALYPSE geschafft hat.

Regisseur Daniel Konze stand uns Rede und Antwort und erzählte mehr zu dem etwa 12-minütigen Splatterfilm, aber auch seine Zukunft mit Wikinger-Zombies.

Den SHOCKALYPSE-Trailer findet ihr weiter unten.

 
 
 
 
 

 
 

 

Daniel Konze

Daniel Konze

Stell dich unseren Lesern kurz vor.

Hallo, ich bin Daniel Konze, 30 Jahre alt und wohne momentan in Köln. Gebürtig komme ich aus dem schönen Bühne (Mitte zwischen Paderborn und Kassel) wo wir auch unsere Filme drehen.

Was gab dir den Anstoß, Kurzfilme zu drehen?

Das Ganze hat seinen Ursprung in der BMX-Szene, vor ca. 2 Jahren habe ich angefangen BMX-Videos zu drehen, beim letzten Dreh zu einem Part von mir hab ich mich so zerschossen das ich 3 Wochen nicht laufen konnte. Diagnose des Arztes hat dann den Rest gegeben, extreme Arthrose im Sprunggelenk. Als ich dann aus gesundheitlichen Gründen selber kein BMX mehr fahren konnte verging mir auch die Lust an BMX-Videos. Es gibt nichts Schlimmeres als etwas zu filmen, was man auch selber machen möchte, aber einfach nicht mehr ohne Schmerzen kann. So nahm das alles seinen Lauf, das Equipment ist da, was jetzt damit tun: SPLATTERFILME

Was bedeutet es für dich, als Regisseur tätig zu sein?

Spaß, einfach Spaß am Set mit netten Leuten. Und abends ein leckeres Bier am Grill. Regie ist dann so entstanden, da ich eigentlich viel lieber die Kamera bediene. Bei meinen Projekten übernehme ich im Moment immer beide Parts, Kamera und Regie. Mein Bruder Michael übernimmt aber auch schon mal die Kamera und macht meistens die zweite Kamera.

Erzähl uns ein wenig über LIMBLESS (Was gab dir die Idee zum Film?)

Das ist eine lustige Geschichte. Ich war freitags auf dem Weg von Köln nach Bühne mit der Bahn und hab überlegt was man denn am Wochenende machen könnte. Da hatte ich die Idee einen Splatterfilm zu drehen, bzw. mal ausprobieren ob das funktioniert. Schnell meine beiden Brüder angerufen und den Vorschlag unterbreitet, beide waren direkt begeistert. Dann ging es Samstag auch schon los, morgens in den REWE „Materialien“ kaufen, schnell zuhause Blut aufgekocht und Equipment ins Auto. Dann haben wir einfach nach meiner Idee angefangen zu drehen, das ganze ging bis spät in die Nacht. Eine Szene die aufwändig war haben wir dann später vorbereitet und ein paar Wochen später nochmal nach gedreht.

Was kannst du über die Dreharbeiten zu LIMBLESS erzählen?

Die Dreharbeiten waren einfach total Lustig, keiner hatte einen genauen Plan, aber dafür hatten alle richtig Bock. Das war eine ganz besondere Erfahrung. Das Wetter spielte zum Glück auch mit, bis auf einige Momente am Morgen wo es leicht am Regnen war.
Zum Glück haben meine Eltern einiges an Werkzeug zuhause, ansonsten wäre vieles nicht möglich gewesen, z.B. der Kopfschuss für welchen wir einen Kompressor benötigten.
Und ich kann nur sagen, eine verbrannte Schweinehaxe stinkt gewaltig, und morgens um 3 macht Blut aufwischen keinen Spaß.

Wieso müssen unsere Leser sich unbedingt LIMBLESS ansehen?

Weil der Film wenig Handlung hat aber dafür einiges an Blut. Ich zitiere mal das Fright Nights Festival: „In so kurzer Zeit so viel Blutiges ertägt selbst der hartgesottene Horrorfan fast nicht mehr. Der Titel ist Programm……“

Nenn uns deine vier Lieblingsfilme (erkläre auch das warum und wieso?)

The Deer Hunter: Ich liebe diese Geschichte von Freunden wie sie zusammen halten. Und was der Krieg aus diesen Menschen gemacht hat. Es ist der Beste Antikriegsfilm den es gibt, und das obwohl nicht viel vom Krieg gezeigt wird.
Die letzten Amerikaner: Ein grandioser Film, die Atmosphäre ist einfach klasse. Es ist schon sehr erschreckend was Menschen sich antun können.
The Thing: Einfach die besten Effekte die je in einem Film gemacht wurden. Das ist mein absoluter Lieblings- Sci-Fi-Film.
Stalingrad: Ein Film der zeigt wie es gewesen sein muss, der das Leid der Menschen zeigt und die Landser auch als das zeigt was sie waren: Menschen und keine Monster.

Was bevorzugst du, das heutige Kino oder bist du eher ein Liebhaber von älteren Filmen (z. B. den 80er Jahren?)

Ich schaue beides gerne, alleine lieber Filme der 80er und 90er und mit meiner Freundin zusammen meistens eher Filme aus den letzten Jahren.

Was hast du für Pläne für die Zukunft?

THE RISE OF VALHALLA, das ist mein aktuelles Projekt wo ich mitten in der Vorproduktion stecke. Es handelt von Nazis die mit Hilfe von übernatürlichen Kräften das Tor zu Valhalla geöffnet haben und nun einer ganz neuen Gefahr gegenüber stehen: Wikinger-Zombies. Einen ersten Teaser in Form eines Kurzfilmes gibt es bereits schon: THE RISE OF VALHALLA
Im Herbst diesen Jahres wird ein zweiter Teaser folgen und dann endlich im Jahr 2014 die Dreharbeiten beginnen zum Endgültigen Film. Das wird mein bisher größtes Projekt sein, Budget befindet sich im unteren 5 Stelligen Bereich. Ich hoffe auf eine Fertigstellung des Filmes im Sommer 2015.

Zum Abschluss ein wenig Werbung: Wo im Internet können sich die Fans über deine aktuellen Projekte informieren?

www.boredom-production.de
Dort finden sich auch alle weiteren links zu Youtube, Vimeo, Facebook. Einfach mal vorbei schauen. Und wer sich an einem meiner Projekte beteiligen will kann sich einfach über das Kontaktformular auf der Homepage bei mir melden.

Ich bin mal so frei und bedanke mich bei allen die mich Unterstützen, aber ganz besonders bei meiner Freundin Julia für die Geduld und das Verständnis wenn ich mal wieder keine Zeit habe und am Film arbeite.

(Das Interview führte Nando Rohner)