Undergrounders: LOCK THE DOORS -TRÜGERISCHE SICHERHEIT

Während dieses Jahr eine ungewöhnlich große Anzahl an Horrorfilmen den Weg in die Kinos schafft, ist auch der deutsche Untergrund nicht tatenlos.

Unnötig zu erwähnen, dass der Geldbeutel der Filmemacher in diesem Bereich weniger locker sitzt und das Zielpublikum in der Regel ein anderes ist. Mainstream-Gruselfans wird ein Film wie LOCK THE DOORS kaum interessieren, man muss dem Erschaffer Stefan Peschmann aber auf jeden Fall lassen, dass er versucht Abwechlung in seinen Film zu bringen.

So ist neben den (zu erwartenden) Metzel-Szenen erstaunlich viel Dialog enthalten, die Kameraperspektive wird immer wieder gewechselt und man kann LOCK THE DOORS nicht vorwerfen, dass er ohne Aufklärung der Hintergründe daherkommt.

Inhaltlich bewegt man sich am ehesten im Slasher-Milieu, immerhin schleicht ein maskierter Killer mit Hieb- und Stichwaffen ums Haus einer Babysitterin. Dass dieser Irre seine Opfer mit anonymen Anrufen belästigt erinnert dann explizit an DAS GRAUEN KOMMT UM 10, dessen Remake UNBEKANNTER ANRUFER oder den Beginn von SCREAM.
Allerdings ist der Schauplatz diesmal die ostdeutsche Provinz, was alleine für eigenen Charakter sorgt.

LOCK THE DOORS ist ein typischer Amateurfilm und natürlich sieht man das den Effekten und Akteuren an, trotzdem macht sich der Film nie lächerlich.

Zu beziehen ist LOCK THE DOORS über die Website des Labels Black Lava, wo er im jeweils auf 333 Stück limitierten Digipak in zwei Coverversionen erworben werden kann.

Weitere Infos findet ihr auf der Facebook-Seite des Films

 

 

Facebook Comments