Undergrounders: NEST von Lutz C. Frey

Nicht nur Filmemacher werden in unserer Rubrik Undergrounders vorgestellt, auch junge Autoren finden hier einen Platz. Einer von ihnen ist Lutz C. Frey – der Name ist ein Synonym. Der Ingenieur ist nicht nur Hobbymusiker sondern hat auch seine Liebe für Horrorromane entdeckt. Mit seinem Roman PSCHO GIRL STORY startete Frey seinen Weg als Schriftsteller. Im Juli diesen Jahres folgte schließlich der Horrorthriller NEST.

Jakob, Lehrer und glücklich vergeben, trifft sich mit seinen drei Freunden Bert, Jan und Olli, um dem örtlichen Puff einen Besuch abzustatten. Noch einmal zusammen etwas erleben, bevor der mehr oder minder langweilige Alltag wieder beginnt. Zuerst verläuft auch alles nach Plan und die Freunde werden von den ansprechenden Damen auf verschiedene Zimmer geführt, um dort ihre sexuellen Träume ausleben zu können. Doch bald zeigen die Frauen ihr wahres Gesicht und wollen die Jungs – im wahrsten Sinne des Wortes – vernaschen. Ihre einzige Rettung scheint der mysteriöse Jake Sloburn zu sein. Nicht von dieser Welt und mit bösen Kreaturen vertraut, macht er sich auf den Weg in das rot beleuchtete Gebäude, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Der Horror-Thriller ist der Auftakt der Jake Sloburn-Reihe. Auf den ersten von insgesamt 92 Seiten, liest sich die Geschichte wie das Drehbuch zu einem Porno. Das sollte aber nicht vom Lesen abhalten, denn der Autor nutzt diesen Einstieg um gekonnt einen Spannungsbogen aufzubauen. Bald stellen sich die ersten Gänsehaut- Momente ein und wenn der Hauptprotagonist Jake Sloburn vorgestellt wird, will man nur eines wissen: Wer ist dieser Kerl? Was ist dieser Kerl?

Der Typ, den Frey hier in das Geschehen schleust, wirft Fragen auf, fasziniert durch seine unnahbare Art und dient hervorragend als Mittelpunkt einer Buch-Reihe. Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt innovativ, sondern erinnert teilweise an FROM DUSK TIL DAWN. Und auch die Art wie Lutz C. Frey schreibt mag nicht jeden ansprechen. Mit vielen Metaphern und Umschreibungen versucht er, die Atmosphäre des Thrillers an den Leser heranzutragen. Manchmal misslingt der Versuch noch. Doch der junge Undergrounder hat definitiv das Zeug dazu, sich in der Szene einen Namen zu machen.

Fazit: Monster, Blut, Horror und mittendrin ein Anti-Held, der ohne Joint nicht mit der Welt klarzukommen scheint.

Wir sind gespannt, wie die Geschichte um Jake Sloburn weiter geht.

Beide Romane sind übrigens auf Amazon zu erstehen.

 

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