BRAID als zukunftsweisende Produktion auf dem Horrorfilmmarkt?

Abseits der großen Produktionen bekannter Studios ist das Filmemachen oftmals bekanntlich schwierig. Das gilt insbesondere für Genres wie Horror, die ein gewisses Budget brauchen, um alle Effekte und CGI-Elemente zu beinhalten. Der Film Braid könnte nun als beispielhafte Lösung für die Branche gelten. Mit modernster Blockchain-Technologie wurden Einnahmen gesammelt, um den Film zu finanzieren.
Erster vollständiger durch Kryptogeld finanzierter Film

Wenn es um die Finanzierung von Filmprojekten geht, müssen die Produzenten und Regisseure mittlerweile neue Wege einschlagen. Das galt auch für den Horrorstreifen BRAID. Er wurde von Mitzi Peirone geleitet, die vor dem gleichen Problem wie alle anderen unabhängigen Kollegen stand: Woher kommen die Mittel für den Film? Statt traditionellen Wegen wie dem Betteln um Spendengelder bei der eigenen Familie oder Freunden oder dem Kontaktieren eines bekannten Studios entschied sie sich für eine modernere Methode, die bisher noch völlig unerprobt war. Die Stichworte für BRAID lauteten an dieser Stelle Blockchain und Kryptowährungen. Als erster vollständiger Film aller Zeiten wurde das Projekt durch Digitalgeld finanziert.

Peirone entschied sich mit dieser Idee also vor allem dagegen, kreative Freiheit abzugeben, um die Finanzierung klassisch zu ermöglichen. Stattdessen wurden Tokens verkauft. Diese versprechen dem Käufer einen bestimmten prozentualen Anteil der zukünftigen Filmeinnahmen. Insgesamt behielten die Macher 70 % der Gewinne ein und gaben 30 % an die Token-Käufer ab. Über diese Methode war Mitzi Peirone in der Lage, innerhalb von nur zwei Wochen den benötigten Betrag von 1,4 Millionen US-Dollar zu sammeln. Das interessante Detail an der Aktion war, dass sie stattfand lange bevor der Kurs von Bitcoin und des für die Aktion genutzten Ethereums Ende 2017 bzw. Anfang 2018 in Allzeithöhen schossen. Dass die Coin nun in der Filmindustrie angekommen ist, stellt vermutlich lediglich einen weiteren Schritt in der Entwicklung Bitcoins dar.


Quelle: Pexels

Die Vorteile für die Filmemacher liegen neben der vergleichsweise hohen Realisierungsgeschwindigkeit also vor allem in der Unabhängigkeit, die sie im Hinblick auf ihre Kreativität behalten können. Mitzi Peirone betonte, dass es sich nicht lohne, in „vorgegebene Algorithmen zurückzufallen“ und dabei unendlichmal gesehene Geschichten nochmals neu erzählt. Das Prinzip kann somit bei Weitem nicht nur in der Horrorfilmindustrie funktionieren, sondern ebenfalls andere Genres revolutionieren. Immer mehr Unternehmen folgten schließlich seit BRAID der Idee und boten ganz eigene Konzepte an, um die Blockchain-Technologie gewinnbringend zu nutzen. Alle Kryptowährungen bauen auf diese Technologie. Die Besitzer versuchen im Normalfall, mit den Coins Gewinne zu erzielen, indem auf speziellen Exchanges auf die Kursentwicklung spekuliert wird. Innerhalb eines Tages können beachtliche Entwicklungen in beide Richtungen stattfinden.

Die Branche hat sich mittlerweile so weit entwickelt, dass die Käufe und Verkäufe nicht einmal mehr manuell stattfinden müssen. Vielmehr setzen Anbieter wie Bitcoin Code auf den automatisierten Handel mit Kryptowährungen, der für Nutzer aller Erfahrungsklassen durchzuführen ist. Die hinter den Währungen steckende Blockchain ist ein besonders sicheres Konstrukt, die Transaktionsfälschungen ausschließt, indem sie sämtliche Daten dezentral und so anonym wie möglich speichert. Die Blockchain kann auch in der Filmindustrie mehr Zwecke als das reine Sammeln von Geld übernehmen. Das gilt vor allem für das prozentuale Aufteilen von Gewinnen über Smart Contracts (wie es auch bei BRAID mit den genannten 30 % der Fall ist) an alle Beteiligten, für die Veröffentlichung von Filmen und mehr.

Blockchain-Technologie kann die Zukunft für kleinere Filmemacher im Horror-Genre sein. Durch die neuen finanziellen und kreativen Möglichkeiten dürfen sich die Zuschauer über großartige zukünftige Projekte freuen. Vielleicht sind sie ja eines Tages auch bei Netflix zu sehen?

 

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