Die Macher: Darren Aronofsky

darre aronofsky

Heute wollen wir uns wieder einmal mit einem der großen Regisseure der heutigen Zeit befassen. Darren Aronofsky. Jeder wird mindestens eines seiner Werke kennen und wir stellen heute nicht nur ihn, sondern auch seine interessantesten Filme kurz für euch vor.

Persönliches

Darren Aronofsky wurde am 12. Februar 1969 in Brooklyn, New York City, geboren und wuchs dort in einem konservativ-jüdischen Lehrerhaushalt auf. Er studierte an der Havard University Anthropologie, Film und Animation und schloss diese im Jahr 1991 mit Auszeichnung ab. Danach besuchte er das American Film Institute. 1996 begann er mit den Arbeiten seines ersten Films PI, den er, nachdem er 1997 das Filmproduktionsunternehmen Protozoa Pictures gründete, 1998 fertigstellte. PI wurde im gleichen Jahr auf dem Sundance Film Festival aufgeführt und erhielt den Preis für die beste Regie.

 

REQUIEM FOR A DREAM
(2000)

Requiem for a dream

Die depressive Sarah Goldfarb ist nicht nur absolut fernsehsüchtig, nein, sie hat auch einen unstillbaren Appetit auf Dickmacher jeder Art. Um der drohenden Fettleibigkeit entgegenzuwirken, beginnt Sarah sich jede Form von Diätmitteln einzuverleiben und schlittert so in eine weitere Sucht. Von diesen bedrohlichen Entwicklungen bekommt ihr Sohn Harry allerdings nichts mit. Dieser ist nämlich viel zu sehr damit beschäftigt, seinen eigenen Drogeneskapaden zu fröhnen. Gemeinsam mit zwei Freunden beginnt Harry immer häufiger der Realität durch berauschende Trips zu entfliehen…

 

THE FOUNTAIN
(2006)

The Fountain

THE FOUNTAIN erzählt seine Geschichte in drei verschieden Zeitebenen. Im Jahr 1535 führt Captain Tomas Verde die spanischen Konquistadoren, gemeinsam mit einem Priester, in den Dschungel der Mayas, um dort ein mächtiges Geheimnis aufzudecken. Im Jahr 2500 reist ein anderer Tom in einem Raumschiff, beladen mit einer wertvollen Fracht und den Erinnerungen an den Dschungel und eine verlorene Liebe. In der Gegenwart arbeitet Tommy Verde an einer alternativen und vielversprechenden Methode um Krebs zu heilen. Größter Antrieb ist seine Frau Izzy, die an einem Hirntumor erkrankt ist. So verbringt Tommy die meiste Zeit mit seinen Forschungen um seiner Frau das Leben zu retten…

 

THE WRESTLER
(2008)

the wrestler

Der abgehalftere Wrestler Randy „The Ram“ Robinson hat seine besten Zeiten im Ring hinter sich. Mit Medikamenten und Aufputschmitteln versucht er alles mögliche um weiterhin seine spektakulären  Shows abliefern zu können. Als er, nach einem besonders blutigen Showkampf, kotzend zusammenbricht, beendet ein Herzinfarkt entgültig seine aktive Karriere. Fortan muss Randy mit der zunehmenden Einsamkeit ein trauiriges Leben zwischen Campingwagen, entwürdigenden Autogrammstunden, dem Job an einer Wurstheke und der Stripperin Cassidy fristen. Als sich Randy in Cassidy verliebt, macht diese ihm schnell klar, dass für sie keine Beziehungen zu Kunden in Frage kommen. Einzig seine Tochter Stephanie, die Randy immer vernachlässigt hat, ist ihm noch geblieben. Doch auch der Versuch, diese Beziehung zu neuem Leben zu erwecken, läuft mehr schlecht als recht. Randy steckt in der Krise seines Lebens und ein Ausweg ist nicht in Sicht …

 

BLACK SWAN
(2010)

black swan

Als der exzentrische Ballett-Regisseur Thomas zum Vortanzen für seine Neuauslegung von Tchaikowskys Schwanensee bittet, macht sich Nina wenig Hoffnungen darauf, die Rolle des weissen und sogleich schwarzen Schwans zu bekommen. Als ihr die Rolle dann doch angeboten wird, ist die Freude riesig aber auch die Überraschung. Bald bemerkt Nina, dass sie unter dem beruflichen und privaten Druck immer mehr leidet. Beruflich wird sie durch Thomas´neuen Liebling, Lily, bedrängt, die versucht nach ihrer Rolle zu greifen und privat macht ihr die herrische Mutter zu schaffen, die ihre eigene gescheiterte Tanzkarriere mit dem Erfolg ihrer Tochter kompensieren will. Unter diesen ganzen Einflüssen beginnt Nina immer paranoidere Züge zu entwickeln…

 

MOTHER!
(2017)

mother

In die Abgeschiedenheit eines viktorianischen Landhauses verschlägt es einen Dichter und seine Frau. Hier, fernab des Trubels, versucht der Dichter seine Schreibblockade zu überwinden, während seine Frau liebevoll das Haus herrichtet, sich um Essen und Wäsche kümmert. Doch nach und nach wird sie immer mehr von alptraumhaften Eindrücken geplagt. Plötzlich steht unerwarteter Besuch vor der Tür: Ein Fremder, dem später auch noch seine Frau folgt. Während der Dichter beide gastfreundlich aufnimmt, empfindet seine Frau Unbehagen bei dem merkwürdigen Paar. Es dauert nicht lange, da stehen wieder Fremde vor der Tür, die Söhne des aufdringlichen Paares und diese tragen ihren, zunehmend heftiger werdenden, Streit in ihrem Haus. Die Situation droht zu eskalieren…

 


 

Darren Aronofsky gehört ganz klar zu den Ausnahmetalenten unserer Zeit. Egal, welchen seiner Filme man sich anschaut, sie sind alle auf ihre Weise speziell, voller Metaphern, die er um- und einsetzt wie kaum ein anderer, und fordern absolute Aufmerksamkeit. Es wird aber nie anstrengend seinen Filmen zu folgen. Es macht Spaß, seine Werke auch nach mehrmaligen Sichtungen immer wieder neu entdecken zu können. Auch visuell sind seine Werke immer wieder ein Augenschmaus. Sei es das Spielen mit Licht und Schatten oder kurze verstörende Einblenden, er versteht es, seinen Geschichten die nötige Würze zu geben, die sie vom Mainstream abheben.

Müsste ich mich entscheiden, welcher Film von ihm mein Liebling ist, würde meine Wahl ganz klar auf MOTHER! fallen, dicht gefolgt von THE FOUNTAIN. Das liegt wohl daran, dass ich den Mindfuck-Touch hier mag.
Ich bin gespannt, was wir von diesem Mann noch sehen werde. Ich bin mir aber schon  sicher, es wird wundervoll.

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