Der Tod bekommt mal wieder ein neues Gesicht.
Mit dem frisch veröffentlichten Trailer meldet sich FACES OF DEATH zurück.
FACES OF DEATH, in Deutschland als GESICHTER DES TODES bekannt, mischte mit inszenierten Fake-Snuff-Szenen und realem Archivmaterial Generation X tüchtig auf. Gezeigt wurden unter anderem Tierschlachtungen, medizinische Eingriffe sowie Aufnahmen schwerer Unfälle und Todesfälle.
Deshalb galt der Film aufgrund der Darstellung von (inszenierten und echten) Todesszenen als „Video Nasty“ und war über vier Jahrzehnte lang als strafrechtlich relevante Gewaltverherrlichung eingestuft.
FACES OF DEATH entwickelte sich zu einem viralen Mythos der Extremkino-Szene.
Immer noch nichts für den Familienabend
Das Remake von FACES OF DEATH greift das Grundkonzept des berüchtigten Exploitation-Schockers neu auf und verlegt es in die Gegenwart.
Im Mittelpunkt steht eine Moderatorin, die für eine YouTube-ähnliche Plattform gewalttätige Inhalte sichten und aussortieren soll. Während sie sich durch den Upload-Sumpf klickt, stößt sie auf Aufnahmen einer Gruppe, die offenbar Morde aus dem Originalfilm nachstellt.
Wenig überraschend wurde das neue FACES OF DEATH bereits wegen starker blutiger Gewalt, Gore, sexueller Inhalte, Nacktheit, Sprache und Drogenkonsum als jugendgefährdend eingestuft.
Hinter dem Projekt steht Legendary. Regie führte Daniel Goldhaber (HOW TO BLOW UP A PIPELINE), der gemeinsam mit Isa Mazzei (CAM) das Drehbuch schrieb.
Kadaver und Content
Stilistisch soll sich der Film am Episoden- und Found-Footage-Prinzip orientieren, das man etwa aus V/H/S kennt. Verschiedene Bildquellen, fragmentierte Perspektiven und das Spiel mit Authentizität scheinen zentrale Elemente zu sein.
Der Trailer deutet an, dass wir auch diesmal mit unappetitlichen Szenen rechnen können. In einer Welt, in der Gewalt online jederzeit abrufbar ist, könnte FACES OF DEATH dennoch recht … unangenehm werden – komprimiert auf Spielfilmlänge bleibt zu hoffen, dass es kaum Verschnaufpausen für uns geben wird.
Letztendlich wirkt es so, dass sich der Fokus des Originals – bei dem man sich fragte, ob das Gezeigte real ist – im Remake hin zur Frage verschiebt, warum Menschen Gewalt inszenieren, verbreiten und so gerne hinsehen.
Darauf habe ich keine Antwort, aber ich ordne mich deutlich der digitalen Voyeurkultur zu.
In den USA ist der Filmstart für den 10. April 2026 geplant. Der deutsche Kinostart ist noch nicht bekannt.








