SHREDDED ist ein neuer Horrorfilm aus dem Hause Platinum Dunes, der Produktionsfirma, die bereits für Genre-Erfolge wie A QUIET PLACE, THE PURGE und TEXAS CHAINSAW MASSACRE bekannt ist. Im kommenden Film geht es nicht um Monster in einer postapokalyptischen Welt, um Dystopien oder Menschenfresser in der Einmöde, sondern um ein Fitnessstudio.
Fitness statt Schlachthaus
Hast du jemals zwischen Hantelbank und Stepper an Body-Horror gedacht? Nun, Regisseur und Drehbuchautor Josh Lawson hat es getan. Er verlagert den Horror ins Fitnessstudio. Ein Ort der permanenten Selbstbeobachtung in raumhohen Spiegeln und dem erbitterten Kampf gegen den eigenen Körper. Der physische Stress des Trainings sorgt dafür, dass wir im Fight- statt im Flight-Modus sind und der Wettbewerb für reichlich psychischen Stress – insofern keine schlechte Ausgangslage. Lawson visiert die sogenannte „Toxic Gym Culture“ an. Eine Welt, in der extreme Besessenheit zur Selbstoptimierung herrscht. Welche Darsteller für das Projekt rekrutiert werden, wurde offiziell bisher nicht bekanntgegeben.
Darum geht es in SHREDDED
Der Film erzählt die Geschichte von Eileen, die nach einer Trennung versucht, ihr Leben neu zu ordnen und sich für ein intensives Fitnessprogramm anmeldet. Als sie an ihre Grenzen stößt und aussteigen will, wird sie von ihrem charismatischen, aber psychisch instabilen Trainer entführt. Er zwingt sie in ein brutales Trainingslager, in dem Gefangene zu tödlichen Workouts gezwungen werden. Je schlimmer die Bedingungen werden, desto mehr muss Eileen lernen, mit Strategie und Anpassungsfähigkeit zu überleben und die krankhafte Besessenheit ihres Peinigers von Kontrolle und Perfektion gegen ihn selbst zu wenden.
Was für ein Horrorfilm ist SHREDDED?
Filme, die Fitness und Horror explizit verbinden, sind rar und bewegen sich oft im B-Movie-Bereich. Beispiele dafür sind BLOODY MUSCLE BODYBUILDER IN HELL, ein japanischer Low-Budget-Film, in dem ein Bodybuilder gegen Dämonen kämpft (ist der Titel nicht großartig?) oder BRING IT ON: CHEER OR DIE, in dem ein Mörder zum Cheerleading Training stößt und vermutlich etwas anderes schwingt als Pompons. Diese Filme zeigen, dass das Sub Genre meist ironisch oder absurd angelegt ist.
SHREDDED hingegen zielt auf einen härteren, ernsthafteren Ton ab und positioniert sich klar als Fitness-Horror mit Body-Horror-Elementen. Der Film setzt auf ein zugängliches, aber extremes Szenario. Laut Lawson ist er brutal und schonungslos intensiv und gehört zu den sogenannten High-Concept-Horrorfilmen: Die Grundidee ist leicht verständlich, in einem Satz kommunizierbar und sofort einprägsam. Und ganz wichtig: sie sind massentauglich.
Beispiele für High-Concept-Filme, deren Handlung in einen Satz passt: THE PURGE: Eine Nacht pro Jahr ist jegliches Verbrechen, einschließlich Mord, legal. Oder A QUIET PLACE: Eine Familie muss in absoluter Stille leben, um nicht von blinden Kreaturen mit extrem feinem Gehör gejagt zu werden. Für SHREDDED könnte der Satz lauten: Ein psychisch labiler Trainer entführt und quält seine Opfer mit tödlichen Workouts.
Ausblick: Marktstart und Release-Prognose
Unterm Strich positioniert sich SHREDDED als Horrorfilm, der Körperkult, Kontrolle und Gewalt miteinander verknüpft. Der Film wird in wenigen Tagen im Rahmen der Berlinale dem European Film Market vorgestellt, was darauf hindeutet, dass sich das Projekt noch in einer frühen Entwicklungs- oder Vorproduktionsphase befindet. Ein offizieller Starttermin steht bislang nicht fest. Branchenüblich wird derzeit mit einem Kinostart oder Streaming-Release Ende 2026 oder Anfang 2027 gerechnet.
Bis dahin bleibt genügend Zeit, sich für seinen Summer-Body im Fitnessstudio anzumelden und seine Fantasie spielen zu lassen, was für Brutalitäten dort möglich wären. Ob das Versprechen des Regisseurs eines „Workouts aus der Hölle“ eingelöst wird, bleibt abzuwarten. Solange ich das Workout nicht selbst machen muss, warte ich entspannt auf weitere Infos.




