Body-Horror-Fans aufgepasst! Ein neuer independent-geprägter Film steht in den Startlöchern. SNARE soll uns, den Machern nach, einen psychologischen Body-Horror liefern, bei dem keine klassischen Hollywood-Effekte genutzt werden, sondern psychologische Spannung im Vordergrund steht.
Sonja O´Hara (Regie: DOOMSDAY) und Adam Hoelzel (Drehbuch: DER KURIER (2018) aka BEAST OF BURDEN) schrieben das Drehbuch und werden SNARE inszenieren. Außerdem spielt O´Hara die Hauptrolle als Ro, eine brillante, aber zunehmend labile Mykologin.
Zum Cast gehören unter anderem Kirby Johnson (THE POSSESSION OF HANNAH GRACE (2018), PARANORMAL ACTIVITY 7: NEXT OF KIN (2021) – im Bild als Hannah Grace zu sehen, die einen Gastauftritt als Persimmon, eine exzentrische junge Krankenschwester hat, Greg Tarzan Davis (TOP GUN: MAVERICK, MISSION: IMPOSSIBLE), der noch recht unbekannte Omar Sharif Jr. und außerdem Marissa Bode, die Greta Mills spielt, Ros ehrgeizige Forschungspartnerin, die unversehens in den gewalttätigen Konflikt des Films hineingezogen wird. Bode schrieb Geschichte in WICKED, als erste Schauspielerin, die im wahren Leben auf einen Rollstuhl angewiesen ist und Nessarose Thropp (die böse Hexe des Ostens, die mit einer Lähmung geboren wurde und einen Rollstuhl benutzt) verkörperte. 2024 outete sich Bode zudem öffentlich als queer, und ihre Darstellung der Greta in SNARE markiert ihren ersten Auftritt als queere Figur auf der Leinwand.
Der Film soll angelehnt sein an THE SUBSTANCE (2024) und folgt der Mykologin Ro (O´Hara) und ihrem Ex-Partner Jones (Sharif Jr.), die sich auf ein gefährliches Wagnis einlassen. Mittels Selbstexperimenten testen sie ein neues Medikament, das entwickelt wurde, um den Impuls zu unterdrücken, sich in ausgesprochen toxische Menschen zu verlieben. Doch daraus folgt eine zerstörerische Romanze. Die Dreiecksbeziehung mit ihrem rücksichtslosen Ex und dem neuen Liebhaber (Davis) mündet schließlich in Begierde, Besessenheit und Körperhorror.
O’Hara erzählte in einem Interview, dass der Schreibprozess am Drehbuch geprägt war von ihren Erfahrungen als junge Brustkrebsüberlebende. Für sie sei Body-Horror nicht nur eine Metapher, sondern eine Erinnerung. Die Operationen, die Chemikalien, die Narben – all das seien Spezialeffekte aus dem echten Leben.
Aus diesem Grund wird das Filmprojekt gesponsort von Lilly und Vital Stories Lab des Tribeca Film Studios. Tribeca Studios startete mit dem Vital Stories-Programm eine neue Initiative, die authentische Darstellungen von Patienten- und Krankheitserfahrungen in der Unterhaltungsbranche fördern soll. Es ist ein gemeinsames Programm mit Lilly (Eli Lilly and Company), einer Organisation, die in Deutschland zum Beispiel Partnerschaften wie Diabetes at Work und Oncology at Work unterhält und bezuschußt. So sollen die Unterrepräsentation und Fehlrepräsentation von Krankheiten in den Medien bekämpfen, indem es Kreative dabei unterstützt, präzisere, einfühlsamere und inklusivere Geschichten zu erzählen und diese einem breiten Publikum zu präsentieren.
Unterstützt vom Vital Stories Lab, werden die Dreharbeiten zu SNARE diesen Monat in Los Angeles beginnen.



