Als nach PARANORMAL ACTIVITY die Welle des Found Footage so richtig losbrach, war nach einer Weile Wiederholung angesagt. Entweder schlichen Menschen in Nachtsichtoptik durch dunkle Häuser oder verirrten sich im BLAIR WITCH PROJECT – Stil in der Natur.
Irgendwann war das Pferd totgeritten und der Trend flachte ab, was aber nicht bedeutet, dass nicht ab und an ein sehenswerter Streifen aus dem Genre auf der Bildfläche erscheint.
Ob man WHO’S WATCHING als sehenswert bezeichnen darf, muss der noch beweisen, aber immerhin klingt der Ansatz vielversprechend.
Wovon handelt WHO’S WATCHING?
Caleb, ein unbeholfener und besessener Büroangestellter sowie angehender Filmemacher, ist wie besessen von seiner neuen Vorgesetzten Krista. Unter dem Vorwand, einen Dokumentarfilm zu drehen, zeichnet er jeden Moment seines Lebens und der Menschen um ihn herum auf – oft ohne deren Einwilligung. Während sich seine Wahnvorstellungen immer weiter vertiefen, verwandelt sich Calebs harmlos wirkende Unbeholfenheit in aufdringliche Überwachung, Stalking und eskalierende Verletzungen von Kristas Privatsphäre. Seine bewegte Vergangenheit, sein instabiles Familienleben und sein wachsender Groll treiben einen beunruhigenden Abstieg voran, der alle Menschen in seinem Umfeld gefährdet, während die Grenze zwischen Realität und seinem selbstgedrehten „Film“ zunehmend verschwimmt.
Auf den ersten Blick erinnert diese Found Footage & Stalker -Thematik etwas an BE MY CAT: A FILM FOR ANNE.
Mal sehen, ob WHO’S WATCHING trotzdem überzeugen kann.
Für Regie und Buch stammen von Tim Kasher, der bislang nur einen weiteren Film drehte und das Drama NO RESOLUTION dürften die allerwenigsten kennen. Auch der Cast besteht aus weitestgehend unbekannten Namen.
Dark Sky Films vertreibt WHO’S WATCHING in den USA, wo er am 18. September erscheinen wird.
Einen deutschen Starttermin können wir noch nicht präsentieren.
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