Review: SHAUN OF THE DEAD (2004)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 9.5

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10/10 (2)

Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield
Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Simon Pegg, Edgar Wright
Länge: 96 min
Land: ,
Genre: ,
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 16

SHAUN OF THE DEAD ist einer jener Filme, die noch vergleichsweise jung sind, aber von uns in den Klassiker-Status gehoben werden.
Warum tun wir das?

Zunächst mal, der Film ist beliebt und schafft es Fans der alten Garde und jüngere Horroranhänger gleichermaßen abzuholen.
Er ist inhaltlich sicher nicht bahnbrechend und hält sich mit Innovationen, wie den seinerzeit öfters genutzten schnellen Zombies zurück, nutzt die Konventionen des Genres aber aus, um eine breite Bandbreite von Filmfans anzusprechen, ohne sich anzubiedern.
Gibt es wen, der SHAUN OF THE DEAD nicht kennt? Sicher, aber es gibt auch jemanden, der kein Handy besitzt und jemanden, der Rosenkohl mag.Shaun-of-the-Dead rezension

Gibt es wen, der SHAUN OF THE DEAD nicht kennt?

Story:
Es läuft nicht gut für Shaun.
Im Job wird er nicht ernst genommen, Freundin Liz will ihn verlassen, seine Mitbewohner streiten sich dauernd, sein Stiefvater nervt und dann sind da auch noch Zombies.
Nun muss Shaun alles tun, um sich, seine Liebsten und seine Liebe vor den Untoten zu retten…und in seine Stammkneipe Winchester zu gelangen.

Die Hauptdarsteller Simon Pegg und Nick Frost begannen ihre Karriere wie Regisseur Edgar Wright bereits Mitte der 90er, aber erst SHAUN OF THE DEAD brachte den dreien den Durchbruch. Pegg und Wright teilten sich auch die Arbeit am Drehbuch und das Trio sollte in den kommenden Jahren die sogenannte Cornetto-Trilogie veredeln, zu der auch HOT FUZZ und THE WORLD’S END gehören.
Während jeder der Drei inzwischen auch Solo unterwegs ist, versprühen gerade die gemeinsamen Werke und hier eben besonders SHAUN eine besondere Magie.shaun of the dead www.thrillandkill.com

Das empfanden auch einige Profis so:
Es ist gar nicht so einfach den Altvorderen zu gefallen, aber der Erfinder moderner Zombiefilme George A. Romero war vom Ergebnis so begeistert, dass er Pegg und Wright zu Cameos in LAND OF THE DEAD einlud.
Eigentlich kein Wunder, denn wo andere Zombiefilme inzwischen oft so hirnfrei wie die Untoten selbst fungieren, steht SHAUN in der Tradition sozialkritischer Werke von Romero und zeigt ganz nebenbei und humorvoll auf, wie normale Menschen so sehr in ihrem Trott gefangen sind, dass sie das Wesentliche aus den Augen verlieren.

Der Zauber des Films liegt aber auch in seiner Vielfalt. Dass sich Horror und Comedy verstehen, ist dabei keine Neuigkeit, aber längst nicht jede Horrorkomödie hat das Timing von SHAUN OF THE DEAD. Aber während sich Gags abnutzen können, verfügt der Film über eine Vielzahl sympathischer Figuren. Selbst Ed, ein furzender Taugenichts, der im Film selten etwas Sinnvolles tut und leicht in der Kategorie „nervig“ hätte landen können, wächst einem ans Herz.
Es sind aber ohnehin die Fehler der Charaktere, die sie uns nahebringen. Shaun ist jedenfalls kein Held, bzw. er wird erst dann (ansatzweise) zu einem, als er aus seinem trägen Alltag ausbrechen muss.

Dass Edgar Wright einen eher gemütlich erzählten Film mit schnellen Schnitten und Zwischensequenzen ausstattet, trägt ebenfalls zum Abwechslungsreichtum bei.

Passt für Anfänger und Kenner

Wem das immer noch nicht genügt, findet vielleicht Spaß an den Referenzen:
Shaun arbeitet bei Foree Electric und natürlich war Ken Foree Hauptdarsteller in ZOMBIE – DAWN OF THE DEAD. Noch deutlich wird es, wenn Ed den an DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN angelehnten Satz „Wir kommen Sie holen, Barbara“ ins Telefon ruft.

Obwohl es hier und da naturgemäß brutal zugeht, ist der Film mehr Comedy als Horror und natürlich findet sich ab und zu auch mal ein alberner Moment, das ist aber wirklich jammern auf ganz hohem Niveau.  SHAUN OF THE DEAD funktioniert für Einsteiger und Genrekenner und zählt zu den besten Horrorkomödien überhaupt.

Shaun of the Dead (2004) on IMDb

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