Review: 13 GEBOTE (2018) (Serie)

13 Gebote - Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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7.1/10 (9)

Negatives: Rita Bossaer
Darsteller: Dirk van Dijck, Marie Vinck, Karlijn Sileghem, Line Pillet, Hans De Munter, Lola Rose Delany, Ella Leyers, Katelijne Verbeke
Regie: Maarten Moerkerke
Drehbuch: Rita Bossaer, Dirk Nielandt, Lieven Scheerlinck
Länge: ca. 50 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 30.08.2019
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

Das Christentum ist immer mal wieder Grundlage für Filme und Serien. Ob sehr direkt wie DIE PASSION CHRISTI, oder ein bisschen dezenter wie DER NAME DER ROSE, die Religion hat schon oft als Vorbild gedient. Die belgische Serie 13 GEBOTE hat sich an den 10 Geboten orientiert und sie in einen Krimi eingebaut. Ein Serientäter bestraft auf grausame Art Menschen, die in seinen Augen gegen die Gebote verstoßen haben. Erinnert euch irgendwie an SIEBEN? Uns auch..

13 Gebote - Vicky

Inhalt von 13 GEBOTE

In Belgien werden Verbrechen von einem Täter verübt, der sich selbst Moses nennt und sich Opfer sucht, die gegen eines der 10 Gebote verstoßen haben. Die Polizei ist auf der Suche nach dem Täter, wird ihm und seinen geschickten Taten aber nicht habhaft. Während bei den Ermittlungen andere Verbrechen aufgedeckt werden, bleibt Moses‘ Identität ein Rätsel. Kann er noch aufgehalten werden?

Resümee zu 13 GEBOTE

Die Handlung von 13 GEBOTE ist die typische Krimiserien-Handlung. Es Täter treibt sein Unwesen, die Polizei ist zunächst ratlos und nebenbei werden die dramatischen Privatleben der Polizist*innen beleuchtet. Soweit schon mal nichts Neues. Auch den religiösen Fanatiker als Täter gab es schon mehrfach: SIEBEN, DEXTER in Staffel 6 oder auch DELIVER US FROM EVIL. Dementsprechend kann die Serie auch hier nicht wirklich mit Innovation dienen. Das einzig Neue mag sein, dass der Täter die Anzahl der biblischen Gebote von 10 auf 13 erhöht hat.

13 Gebote - Mordszene

Die 13 Folgen der Serie plätschern zum größten Teil ruhig vor sich hin. Am Anfang gibt es das Verbrechen von Moses, die Polizei ermittelt und kommt doch zu keinem Ergebnis und gefühlt auch nicht wirklich weiter. Nicht mal zum Ende, als dann endlich die Identität von Moses auch der Polizei klar wird, schafft es 13 GEBOTE Spannung aufzubauen. Das große Finale wirkt dementsprechend unspektakulär. Das liegt womöglich darin, dass dem Publikum die Identität von Moses schon länger bekannt ist und dementsprechend die Überraschung zum Ende fehlt.

Die Reaktionen der Menschen auf die Taten von Moses ist in 13 GEBOTE interessant dargestellt. Während zunächst alle entsetzt sind und Angst haben, dass sie womöglich das nächste Opfer werden, sympathisieren sich spätestens nach dem Angriff auf einen Kinderschänder viele Menschen mit Moses. Es gibt sogar einige die soweit gehen und seine Taten offen gutheißen. Hier hat die Serie einen interessanten Ansatz, der aber leider relativ wenig Raum bekommt. Vielleicht hätte dieser Strang mehr ausgebaut werden sollen, um das Publikum etwas zum Nachdenken zu bringen anstatt ihm die zwanzigste Rückblende zu zeigen.

Die Schauspieler*innen in der Serie sind okay. Nicht mehr und nicht weniger. Den meisten nimmt man ihre Rollen gut ab. Leider hapert es gerade bei der Rolle von Moses an dieser Stelle.
Allgemein macht 13 GEBOTE teilweise den Eindruck einer Low-Budget-Produktion. Es gibt so gut wie keine Spezialeffekte, die Freigabe ab 16 dürfte wohl vor allem der Thematik der sexualisierten Gewalt an Kindern geschuldet sein.

13 Gebote - Peter

Leider vermag 13 GEBOTE es nicht Spannung aufzubauen. Immer wieder wird die eigentliche Handlung durch die Nebenstränge der einzelnen Polizist*innen unterbrochen, die eigentlich kaum relevant sind. Anstatt jedem eine dramatische Hintergrundgeschichte zu geben, hätte man lieber an der fehlenden Spannung arbeiten sollen.

Die Serie läuft seit dem 30. August auf Netflix.
(Auch auf deutsch, aber leider lässt sich kein Trailer auf deutsch finden)

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