Review: BECOMING (2020)

becoming das böse in ihm
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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5/10 (1)

Darsteller: Toby Kebbell, Penelope Mitchell, Jason Patric
Regie: Omar Naim
Drehbuch: Omar Naim
Länge: 95 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 10. April 2020 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: LEONINE
FSK: ab 16

 

Alex und Lisa sind verliebt. Die beiden verstehen sich blendend und befinden sich auf einem Road Trip, bei dem sie eines Nachts bei einer netten, aber doch eigenartigen Familie absteigen.
Während Lisa eine seltsame Warnung erhält, zeigt sich Alex bei der Weiterreise verändert.
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, wie die Handschrift oder ein anderer Körpergeruch, doch Stück für Stück scheint sich Lisas Verlobter in etwas zu verwandeln, das nicht mehr viel mit dem echten Alex zu tun hat.becoming das böse in ihm review

When lovers becomes strangers

Die Story erinnert auf den ersten Blick an HONEYMOON, wo sich ebenfalls ein Teil eines jungen Pärchens auf unschöne Art verwandelte. Gemeinsam haben beide auch, dass das Budget überschaubar war, die technische-schauspielerische Umsetzung aber dennoch anständig war.
Der Unterschied liegt hingegen darin, dass HONEYMOON fast nur an einem Ort stattfand, während wir in BECOMING fast jede Nacht in einem neuen Bett schlafen. Außerdem ist es diesmal der männliche Part, der „befallen“ ist.

In weitestem Sinne könnte man BECOMING in die Exorzismus-Schublade packen, denn natürlich will Lisa ihrer großen Liebe helfen und sucht dafür ein ehemaliges Opfer auf.
Aber keine Angst, hier gibt es keine weihwassersprenkelnden Priester und auch die Präsenz ist anderer Natur, als man das sonst so kennt.becoming das böse in ihm kritik

Gute Voraussetzungen also für einen gelungenen Film und die ein oder andere Szene kann auch durchaus für Grusel sorgen, zumal man sich leicht selbst die Frage stellen kann, wie man selbst damit umgehen würde, wenn der Partner plötzlich nicht mehr er selbst ist. Hier und dort wird es auch mal brutal und einige Wendungen finden sich auch ein.

Hochspannung sieht anders aus

Und doch, man hat nicht nur den Eindruck den Plot gefühlte hundert Mal gesehen zu haben, er wird auch so dröge ausgerollt, dass zwar einzelne Szenen punkten können, der Film als Ganzes aber zur zähen Angelegenheit wird.becoming kritik

Wer daran Schuld trägt, ist schwer zu sagen. Während mit Jason Patric (SLEEPERS, THE LOST BOYS), Lew Temple (THE WALKING DEAD, THE DEVIL’S REJECTS) und in den Hauptrollen Toby Kebbell (SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT) und Penelope Mitchell (CURVE) professionelle Darsteller mitspielen, liegt das letzte Drehbuch von Regisseur und Autor Omar Naim schon über 15 Jahre zurück, die letzte Regiearbeit 10 Jahre.
Das legt zumindest die Vermutung nahe, dass Naim nicht ganz auf der Höhe ist und hier mit dem falschen Timing zur Sache ging.
Jedenfalls hätte es geholfen, den Drehbuchentwurf noch einmal in professionelle Hände zu geben.

Fazit: BECOMING sollte relativ schnell im Kurs sinken und dann kann man ihn sich auch mal ansehen. Dies ist aber kein Film, der auf der Einkaufsliste Priorität genießen sollte.

 

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