Review: BLOOD PUNCH (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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8.4/10 (17)

Darsteller: Milo Cawthorne, Olivia Tennet, Ari Boyland
Regie: Madellaine Paxson
Drehbuch: Eddie Guzelian
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UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER…bringen wir den unausweichlichen Vergleich direkt hinter uns, denn wie in der Kultkomödie wiederholt sich auch in BLOOD PUNCH ein– und derselbe Tag wieder und wieder. Dabei darf ebenfalls gelacht werden, ein Familienfilm sieht aber eindeutig anders aus.

Milton ist in einer Entzugsklinik nachdem sein Meth-Labor aufflog. Dort lernt er die toughe Skyler kennen, die keinen Hehl daraus macht, dass sie noch immer auf Drogen steht. Es dauert nicht lange, bis sie Milton davon überzeugt abzuhauen und zusammen mit ihrem Freund Russell, einem brutalen Cop, das große Geld zu machen.
Die drei verschanzen sich in einer Waldhütte und machen sich ans Werk, doch dort eskaliert die Situation und plötzlich durchleben sie immer wieder den gleichen Tag.

Es dauert zwar etwas, bis BLOOD PUNCH ansagt, wohin er will und aus einer Crime & Drug – Story zur übernatürlichen Dreiecksgeschichte mit sattem Bodycount wird, dann mausert er sich aber zu einer echten Überraschung.
Sicher, viele Bestandteile tauchen wiederholt auf, das liegt hier aber in der Natur der Sache. So wird Unsympath Russell mit allen erdenklichen Mitteln ums Eck gebracht, nur um beim nächsten Erwachen wieder quietschfidel zu sein.

Milton und Skyler versuchen hingegen ihrem Dilemma zu entkommen. Interessant dabei ist vor allem die Wandlung des nerdigen Weicheis Milton zum eiskalten Killer, wohingegen Skyler von Anfang an die Rolle der dauerrauchenden Femme Fatale einnimmt, aber trotzdem immer wieder Akzente setzt.

Obwohl BLOOD PUNCH gerade anfangs an der Grenze zum Low Budget –Filmchen erscheint (wie auch immer man das genau definieren mag) und sicher nicht mit großen Millionenbeträgen finanziert wurde, fällt auf, wieviel Liebe zum Detail hier eingebracht wurde.
Nicht nur erhält die Waldhütte, in der der Großteil der Handlung spielt, einen thematischen Neuanstrich, man merkt auch, dass nicht einfach drei Idioten in den Wald geschickt wurden, sondern sich jemand Gedanken über Charaktere und Geschichte gemacht hat.

Da Frauen auf dem Regiethron immer noch die Ausnahme sind, ist dabei zunächst Regisseurin Madellaine Paxson zu nennen. Ungewöhnlicher ist aber deren Vorgeschichte. Nicht nur ist BLOOD PUNCH ihr Regiedebüt, wie Autor Eddie Guzelian war sie zuvor als Schreiberin fürs Kinderfernsehen aktiv.
Wie angesprochen nimmt sich BLOOD PUNCH zwar nicht allzu ernst, verdient sich aber doch seine FSK 18 – Freigabe problemlos.

Ebenfalls ungewöhnlich: es handelt sich hier um eine US-Produktion, die drei Hauptdarsteller sind aber allesamt Neuseeländer. Da man dort immer wieder gute Horrorkomödien raushaut, ist zumindest das Ergebnis keine Überraschung.
Milton-Darsteller Milo Cawthorne kennt man übrigens aus dem grandiosen DEATHGASM.

Ganz ohne Kritik wollen wir den Film aber nicht entlassen. Es ist etwa anzumerken, dass die „Lösung“ insofern verblüfft, weil die Idee schon früher im Film angedeutet wird. Das muss man nun aber nicht überbewerten.

Fazit: Ein cleverer, spaßiger, blutiger Mix aus verschiedenen Genres.

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