Review: BREAKING SURFACE -TÖDLICHE TIEFE (2020)

Breaking Surface: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.5

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Darsteller: Moa Gammel, Madeleine Martin, Trine Wiggen
Regie: Joachim Hedén
Drehbuch: Joachim Hedén
Länge: 80 Minuten
Land: ,
Genre: ,
Veröffentlichung: Fantasy Filmfest 2020
Verleih/ Vertrieb: Koch Media
FSK: ab 12

Es gibt bereits einige Filme, in denen Leute auf die ein oder andere Weise im oder am Wasser festhängen: OPEN WATER, 47 METERS DOWN oder THE SHALLOWS sind hierfür Beispiele. Anders als die genannten Filme setzt BREAKING SURFACE nicht auf menschenhungrige Haie, um Spannung zu erzeugen. Regisseur und Drehbuchautor Joachim Hedén versucht allein durch das Feststecken unter Wasser für Spannung zur sorgen. Ob er das schafft, lest ihr im Review.

Breaking Surface: Ida und Tuva

Inhalt von BREAKING SURFACE

Die zwei Schwestern Ida und Tuva gehen kurz nach Weihnachten in einer einsamen Bucht tauchen, um dort eine Unterwasserhöhle zu erkunden. Die beiden sind erfahrene Taucherinnen und alles geht gut, bis ein Felsen von der Küste herabstürzt und Tuvas Beine unter sich begräbt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Resümee zu BREAKING SURFACE

Eine Sache zuerst: BREAKING SURFACE passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Das eisige Wetter in Norwegen wird in der Film perfekt eingefangen und schnell fängt man selbst ein wenig an zu frösteln. Es ist also angeraten sich gemütlich auf der Couch einzukuscheln, wenn man sich den Thriller anschaut. Das ist auch direkt die erste Stärke des Werkes: Die Atmosphäre wird authentisch rübergebracht. Das ist nicht nur die Kälte, sondern auch die verzweifelte Stimmung von Ida, die versucht ihre Schwester vor dem Ertrinken zu retten. In den 80 Minuten Laufzeit findet nicht viel anderes statt, von der kurzen Einführung abgesehen, und trotzdem kommt aufgrund der gut gemachten Atmosphäre keine Langeweile auf.

Breaking Surface: Tuva hängt fest

Die Handlung an sich ist nicht neu. Es gibt einige Filme, in denen Leute Unterwasser festhängen, die Luft knapp wird und sie irgendwie aus dieser Situation gerettet werden müssen. Interessant wird BREAKING SURFACE da noch die Dynamik zwischen den beiden Schwestern, Ida und Tuva, mit ins Spiel kommt. Bereits in den ersten Minuten wird klar, dass die beiden eine schwierige Beziehung miteinander haben und welche Rolle die Mutter dabei innehat. Die Schwestern lieben sich, aber Ida leidet darunter, dass die Mutter Tuva anscheinend vorzieht. Da ist es natürlich interessant, dass sie es sein wird, die das Leben von Tuva retten muss. Zumal dem Publikum bereits früh gezeigt wird, dass es schon einmal eine ähnliche Situation gab. Neben der verzweifelten Situation ist die Entwicklung der Beziehung der beiden ein weiterer Punkt, der für Spannung in BREAKING SURFACE sorgt.

Obwohl nüchtern gesehen wenig passiert, wird BREAKING SURFACE trotzdem nicht langweilig. Nach der relativ kurzen Einführung der Charaktere geht es auch schon in das eisige Wasser. Im Wasser angekommen, tauchen erste Konflikte zwischen Ida und Tuva auf und dann kommt auch schon der Fels ins Spiel. Ab diesem Moment versucht Ida auf verschiedene Weisen ihrer Schwester zu helfen, die Versuche scheitern aber immer wieder. Hervorzuheben ist hier, dass die Versuche alle in der Theorie klappen könnten. Ganz allgemein sind die Verhaltensweisen von Ida und Tuva immer nachvollziehbar und machen im Kontext Sinn. Es gibt keine unsinnigen Ideen, die die Spannung in die Höhe treiben sollen. Das ist eindeutig ein Pluspunkt des Filmes. Natürlich geht hier und da etwas schief, aber damit ist in einer solchen Stresssituation zu rechnen. Immerhin sind die Personen in Panik.

Breaking Surface: Ida taucht auf

Die beiden Schauspieler*innen machen ihren Job gut und können die Verzweiflung der Charaktere glaubwürdig darstellen. Es wirkt nichts übertrieben oder albern. Auch die Beziehung zwischen den beiden kommt gut rüber. Dafür, dass die beiden den Großteil des Filmes mit Tauchmasken zu sehen sind, ist das eine hervorragende Leistung.
Die Szenen im Wasser sind in einem belgischen Schwimmbecken gedreht worden. Das sieht man den Aufnahmen sehr selten an. Einzig die Tatsache, dass neben den Orkas zu Beginn kaum Leben in der Bucht zu sein scheint, wirkt etwas seltsam.

BREAKING SURFACE ist ein spannender Film, der Drama und Thriller miteinander verbindet. Obwohl es wenige Charaktere und nur einen Schauplatz gibt, ist immer Spannung vorhanden. Wer Filme dieser Art mag, wird BREAKING SURFACE auch mögen, vielleicht sogar lieben.
BREAKING SURFACE lief auf dem Fantasy Filmfest 2020 und erscheint am 22. Oktober für das Heimkino.

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