Review: DIE NACHT DER CREEPS (1986)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.5

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8/10 (2)

Darsteller: Jason Lively, Tom Atkins, Steve Marshall
Regie: Fred Dekker
Drehbuch: Fred Dekker
Länge: 89 min
Land:
Genre: , ,
FSK: ab 16

DIE NACHT DER CREEPS zählte in der Zeit der eigenen Entstehung nie zu den „großen“ Filmen, mauserte sich aber von einem Geheimtipp zu einem Must-See der 80er.
Zu seligen VHS-Zeiten existierte ein Trailer des Films auf der Leihkassette von ALIENS. Darin gab es folgenden Dialog zu hören:
„Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht, Kinder. Die gute Nachricht, eure Freunde sind hier.“
„Und die schlechte Nachricht?“
„Sie sind tot!“
Diese kurze Gespräch erlangte über die Jahre nicht nur kultige Berühmtheit, in diesen Worten liegt auch alles, was DIE NACHT DER CREEPS ausmacht. Coole 80er-Sprüche, zombierartige Gestalten und die richtige Menge Trash.
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Story:
In den 50er Jahren gelangt eine außerirdische Spezies auf die Erde, die aussieht wie eine Mischung aus großer Nacktschnecke und Blutegel. Das interstellare Viehzeug dringt in den Körper von Erdenbewohnern ein und steuert diese dann.
In den 80ern ist die Invasion zwar kein Thema mehr, aber einer der Wirte ist tiefgefroren und wird durch einen dummen Zufall von zwei Studenten aufgetaut.
Zum Glück ist da noch der Polizist, der schon vor Jahrzehnten für Recht und Ordnung sorgte.
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DIE NACHT DER CREEPS startet mit zwei Prologen, nämlich einer Verfolgungsjagd in einem Raumschiff und einer Rückblende in die 50er (inkl. Schwarzweiß-Bildern).
Schon damit beweist Autor/Regisseur Fred Dekker, dass er Fan der farblosen Horror-Ära ist, deren Spirit aber in die 80er transportieren will. Das tat er übrigens auch mit dem Folgefilm MONSTER BUSTERS, bevor er sich einige Jahre später vom Regiestuhl zurückzog.
Davon abgesehen verbeugt sich Dekker vor den „großen“ Filmen und deren Machern. Verschiedene Figuren wurden etwa nach bekannten Regisseuren benannt (Cronenberg, Raimi, Hooper, Carpenter).

Das Auftauen des von Parasiten befallenen Opfers erinnert an die Wiederbelebung des Zombies aus RETURN OF THE LIVING DEAD, der ein Jahr früher entstand, und obwohl DIE NACHT DER CREEPS kein Zombiefilm im engeren Sinne ist, entsteht ein ähnliches Feeling.
Ehemalige Freunde werden zu Angreifern, aber selbst wenn es mal derber wird, bleibt der Sinn für Humor nicht auf der Strecke.
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Die Story ist sicher nicht bahnbrechend neu und war es auch 1986 nicht.
Chris und J.C. sind zwei Loser mit den typischen High- und Hoch-Schulproblemen, es gibt einen Schulball, ein paar romantische Ausflüge, aber eben auch Axtmörder, Aliens und altmodische Effekte.
Wie aber viele Filme der 80er kommt der Streifen mit einer Leichtigkeit und gutem Timing daher und Tom Atkins (THE FOG) gibt den lebensmüden Cop mit aller nötigen Schnoddrigkeit.

Fazit:
DIE NACHT DER CREEPS ist ein B-Movie, aber eines, das mutmaßlich spätere Filme wie SLITHER beeinflusst hat und auch für sich selbst dem Zahn der Zeit trotzt und heute mit dem anhaltenden 80er-Retro-Trend zu Recht die nötige Aufmerksamkeit erhält.

„Thrill me!“

 

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