Review: GOEDAM (Serie) (2020)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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Regie: Hong Won-ki
Drehbuch: Lee Gang-hyeon
Länge: 7-15min je Episode
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 20. August 2020 (Netflix)
Verleih/ Vertrieb: Netflix

Urbane Mythen, moderne Sagen oder auch altmodisch Ammenmärchen wurden mit dem Film DÜSTERE LEGENDEN ausgiebig bearbeitet.
Der stammt aber noch aus dem letzten Jahrhundert und konzentrierte sich naturgemäß auf amerikanische Mythen.
GOEDAM schlägt in die gleiche Kerbe, ist aber koreanischen Ursprungs und kein zusammenhängender Film, sondern eine 8-teilige Serie mit kurzen Episoden.
goedam serie
Das erinnert entfernt an die norwegische Serie BLUTIGER TRIP, die verpackte ihre 6 Storys aber in je 30 Minuten.
Bei GOEDAM ist kurz wörtlich zu nehmen, denn so wie man die Geschichte von der Spinne in der Yuccapalme und dem Typen auf dem Rücksitz in wenigen Sätzen erzählen kann, zünden auch die hier verarbeiteten Storys eine einzelne Pointe und bleiben bis auf eine Ausnahme unter 10 Minuten.

GOEDAM ist kürzer als eine Zigarettenpause

So finden wir hier z.B. eine erfolgreiche Schülerin, die nur mal zur Toilette will und von einem Geist heimgesucht wird. In einer anderen Episode soll ein Taxifahrer spät in der Nacht einen unheimlichen Passagier zu einem Hotel fahren, dass auf keiner Karte zu finden ist. Dann wäre da noch eine erfolgreiche Influencerin, die während eines Lifestreams Paranormales erlebt…was auch ihrem Publikum nicht entgeht.
goedam rezension
Es fällt auf, dass die meisten Episoden junge Menschen in den Mittelpunkt stellen. Es geht um Noten, Schule, Youtube und andere Jugendthemen, die in mehr oder minder vorhandene Mythen eingebaut wurden.
Hier und da wird aber variiert und wirklich aus der Reihe fällt vor allem die letzte Episode, in der es um eine höchst eigenartige Geburt geht und die dann auch immerhin mal 15 Minuten dauert.

Kompakter Grusel für die Hosentasche

Sehenswert sind die knackigen Gruselstückchen aber allesamt, auch weil oft Grusel UND Blut geboten werden. Die unheimlichen Sequenzen sind dabei typisch asiatisch mit sich verbiegenden Körpern und Mädchen mit Haaren vorm Gesicht. Das kennt man, effektiv ist es dennoch.

Zwar sind die 8 Mythen losgelöst voneinander zu sehen und können in beliebiger Reihenfolge geschaut werden, trotzdem finden sich ein paar Querverweise, was immerhin ein liebevolles Detail darstellt, z.B. taucht ein bestimmter Fahrstuhl mehrfach auf und was der Taxifahrer im Radio hört, wird später noch mal aufgegriffen. goedam-netflix-rezension

Übrigens wurden alle Teile von Regisseur Hong Won-ki umgesetzt. Dass der in seiner Karriere über 40 Kurzfilme gedreht hat, wundert nicht, wenn man GOEDAM sieht.

Fazit: Was will man hier falsch machen? GOEDAM ist so kompakt, dass man in Folge 4 noch die Gänsehaut von Folge 1 spürt.

PS: eines muss man noch beachten, derzeit läuft die Serie nur im Originalton mit deutschen Untertiteln

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