Review: JU-ON: ORIGINS (Serie) (2020)

ju-on origins review
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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6/10 (2)

Darsteller: Yoshiyoshi Arakawa, Yuina Kuroshima, Ririka
Regie: Sho Miyake
Drehbuch: Hiroshi Takahashi, Takashige Ichise
Länge: 6 x ca. 30 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 03. Juli 2020
Verleih/ Vertrieb: Netflix

Wenn es ein Franchise gibt, das eigentlich keine weiteren Fortsetzungen, Remakes und ähnliches braucht, ist es wohl JU-ON / THE GRUDGE. Alleine der Stammfilm wurde inzwischen vier Mal aufgelegt, dazu kommen diverse Sequels, sowohl in der japanischen, als auch der amerikanischen Variante.
Mit JU-ON: ORIGINS kommt nun erstmals eine Serie hinzu.

Die ist nicht nur die erste japanische Netflixserie, sondern beschäftigt sich inhaltlich mit der Vorgeschichte der bekannten Story und setzt Ende der 80er Jahre an.ju-on origins rezension

Story:
Als die junge Schauspielerin Haruka seltsame Fußschritte in ihrem Apartment hört und in einer TV-Sendung darüber berichtet, ist auch der Autor Yasuo dabei, der sich paranormalen Erzählungen widmet.
Was beide noch nicht wissen: die Vorkommnisse führen sie zwar auf Umwegen, aber letztlich doch zusammen zu einem Haus, in dem sich einst schreckliches zutrug und in dem Yasuo einen Teil seiner Kindheit verbrachte.

JU-ON: ORIGINS setzt sich von den Filmen ab

JU-ON: ORIGINS hält einige Überraschungen parat.
Dass man sich dafür entschied, nur 6 Teile à ca. 30 Minuten zu produzieren, lässt sich noch im Vorfeld klären und man kann ahnen, dass demzufolge nicht viel Platz für langweilige Füller bleibt. Zumal die Serie über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren erzählt wird und ein recht breiter Personenkreis auftaucht.ju-on origins kritik

Letzteres ist dann aber auch das Manko, denn als Zuschauer ist es anfangs nicht klar ersichtlich, auf wen sich die Handlung fokussiert. Das kann immerhin schnell aufgeklärt werden: die meisten Menschen sind für das verfluchte Einfamilienhaus nur Kurzgäste und damit auch für die Story.
Star ist das Haus selbst.

Eine weitere Überraschung stellt der hohe Blut- und Gewaltanteil, den man aus anderen JU-ON / THE GRUDGE – Werken so nicht kennt, dar. Da kommt es schon mal vor, dass ganz INSIDE-mäßig ein Ungeborenes durch laienhaften Kaiserschnitt zur Welt gebracht wird, nachdem die Mutter….aber seht euch das selbst an.

Atmosphäre statt Jumpscare

Gleichzeitig ist zu loben, dass die Serie zwar durchaus gruslig ist und natürlich Elemente der Filme enthält, aber auf tumbe Jumpscares weitestgehend verzichtet. Stattdessen wird im Laufe der 6 Folgen eine angenehme Gruselstimmung aufgebaut, die weniger auf Shock Value, als auf durchgängige Atmosphäre setzt.ju-on origins

Das dritte Element, das hier zum Gelingen beiträgt, ist eine solide Dramaturgie. Solide, nicht perfekt; trotzdem ist die Art und Weise, wie das Haus verschiedene Personen über die Jahre beeinflusst, ernst zu nehmen. Man verzichtet auf prollige Teenagerdialoge und alberne Schocks, sondern will tatsächlich etwas erzählen.

In Summe entstand daraus eine Serie, bei der man zwar die Augen offenhalten muss, um den Überblick zu bewahren und die ihre Hauptcharaktere unkonventionell verteilt, aber auch vielseitige, kurzweilige 3 Stunden Unterhaltung bietet.

JU-ON: Origins (2020) on IMDb

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