Review: LIFECHANGER-DIE GESTALTWANDLER (2018)

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Redaktion: 5.0

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Darsteller: Lora Burke, Jack Foley, Elitsa Bako, Rachel VanDuzer
Regie: Justin McConnell
Drehbuch: Justin McConnell
Länge: 84 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 5. November 2020 Blu-ray & DVD
FSK: ab 16

Filme die das Thema von Wesen nutzen, die mühelos in andere Körper schlüpfen können, gibt es zuhauf. Ob nun von Mensch zu Tier, wie in vielen Werwolf-Filmen, verwandelt wird, oder Chamäleon-artig innerhalb der eigenen Spezies, eine eigene Identität haben diese Wesen selten. Auch in LIFECHANGER-DIE GESTALTWANDLER bleibt es bei der Mensch zu Mensch Verwandlung.

Story

Der Gestaltwandler namens Drew, wechselt stetig die Körper in denen er lebt. Während er früher noch mühelos lange Zeit in einem Körper verbringen konnte, werden die Abstände immer kürzer und die Leichen stapeln sich, denn jeder Mensch, den er übernimmt, stirbt. Getrieben wird er dabei von der Liebe seines Lebens, der er um jeden Preis nahe sein will.

Auftakt aus dem Off

Schon in der ersten Szene bekommen wir verheißungsvolle Bilder präsentiert. Eine nackte Frau in einem Bett, neben einer anderen Frau, diese ist allerdings tot und weist schon einen Verwesungsprozess auf. Ohne Umschweife beginnt der Gestaltwandler Drew, im Körper der lebendigen Frau, aus dem Off seine Geschichte zu erzählen. Kurz darauf werden wir Zeuge davon, wie eine Verwandlung vonstattengeht. Drew wird in der originalen Fassung von Bill Oberst (3 FROM HELL) gesprochen.

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Lebenslauf eines Gestaltwandlers

Was im Laufe der Story passiert ist, dass Drew von Mensch zu Mensch springt, weil seine mittlerweile alte Existenz ständig neue Körper benötigt. Dies macht sich bemerkbar, als alte Wunden wieder zu Schmerzen beginnen. Er versucht seine Opfer mit Bedacht auszuwählen, dabei rennt ihm die Zeit davon und er muss nehmen, was er haben kann.

Aus einem Körper hinaus kommt Drew nur dann, wenn er beginnt zu verwesen. Um diesen Prozess zu beschleunigen, was er zum Beispiel muss, wenn er Gefahr läuft, bei einer Straftat entdeckt zu werden, nutzt er Koks um den Körper schneller zu zerstören. Das macht auf gewisse Weise Sinn.

Drew selbst weiß nicht wer oder was er eigentlich ist, er weiß nur, dass er einst in einem Körper wohnte und das Leben eines Mannes übernahm, welcher mit Julia zusammen war. Eine Frau, die Drew nie vergessen konnte, immer wieder aufsucht und immer versucht zu beschützen.

Auf der Suche nach Horror

Etwas erinnert der Streifen an Jeremy Gardners AFTER MIDNIGHT, eine Lovestory, getarnt als Horrorfilm.

Auch wenn es tatsächlich eine gewisse Spannung erzeugt, Drews Werdegang verfolgen zu können, bleiben viele kleine Dinge die Sehspaß bringen würden, auf der Strecke.

Es macht keinen Spaß dabei zuzusehen, wie Julia in der immer gleichen Bar abhängt und Typen aufreißt. Auch nicht, dass ihr Drew in immer anderen Körpern Gesellschaft leistet. Selbst die Tatsache, dass Drew nicht nur die Körper übernimmt, sondern auch das Leben und jede Erinnerung seiner Opfer, bringt nichts ein, womit ein Horrorfilm spielen könnte.

Über die Leistung der Schauspieler kann man nicht viel schlechtes sagen, einige Rollen wirken nicht passend besetzt, Drew sieht man nie, da er keine eigenständige Gestalt hat und der Rest macht seine Sache ausreichend gut. Immerhin wurden die jeweils verschiedenen Charaktere vermittelt, denn jedes Opfer hatte seine normale Identität und die des besetzten Körpers von Drew zu spielen.

lifechanger julia

Horror gefunden

Versteckt in Form von Body-Horror bekommen wir also doch noch, wonach wir suchen. Die Momente in denen Drew seine Opfer übernimmt bieten kurze Sequenzen mit ekligen verwesten Körpern. Würden diese nun auch noch etwas weniger wie mit Wasserfarben angemalte Puppen aussehen, wäre viel gewonnen. Immerhin bietet das Ende noch eine Szene, die man bei LIFECHANGER-DIE GESTALTWANDLER nicht mehr erwartet hat und sogar einem Cronenberg gefallen hätte.

Alles in allem ist LIFECHANGER-DIE GESTALTWANDLER kaum ein Horrorfilm und wird jene Fans auch nicht beeindrucken. Etwas Body-Horror und viel dramatische und vor allem unglaubwürdige Lovestory später, hat man zwar Lust auf Filme des Subgenre, welches sich um eklige körperliche Veränderungen dreht, diesen hier vergisst man aber schnell.

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