Review: LOCKE & KEY (Serie) (2020)

locke and key
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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7.4/10 (8)

Darsteller: Darby Stanchfield, Connor Jessup, Emilia Jones
Land: ,
Genre: , ,
Veröffentlichung: 7. Februar 2020 (Netflix)
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 12

Drei Dinge sind sicher.
1) Ein Umzug in alte Häuser, ist fast immer der Beginn von ernsthaften Problemen.
2) Stephen King und seine Familie verstehen was von Horror
3) Jeder stürzt sich auf neue Netflix-Serien

LOCKE & KEY vereint die Punkte 1 bis 3.
Geschrieben wurde die Vorlage aber nicht von Stephen King selbst, sondern dessen Sohn Joe Hill, der natürlich seit HORNS oder NOS4A2 auch nicht mehr viel Vorstellung benötigt und auf dessen Comicbuchreihe die Serie beruht.
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Story:
Nach dem Tod des Vaters ziehen die Geschwister Tyler, Kinsey und Bode Locke mit ihrer Mutter Nina in ein altes Familienanwesen in Neu England.
Das große Haus steckt voller Geheimnisse, angefangen bei einigen Schlüsseln, die zum Bewusstsein von anderen Personen oder entfernten Orten führen, bösen Erinnerungen, aber auch ganz greifbare Gefahren.

Joe Hill ist nicht der einzige bekannte Name, der an LOCKE & KEY beteiligt war. ES-Regisseur Andy Muschietti fungierte beispielsweise als Produzent und Jackson Robert Scott, der Body Locke spielt, kennt man aus THE PRODIGY oder Georgie aus ES. Emilia Jones mimte eines der beiden Mädchen in GHOSTLAND.
Von den fünf Regisseuren, die sich die Arbeit an den 10 Folgen der ersten Staffel teilen, ist Vincenzo Natali wohl der bekannteste, Natali drehte nicht nur zuletzt IM HOHEN GRAS (ebenfalls von Joe Hill), sondern natürlich vor allem CUBE und SPLICE.
locke and key review
LOCKE & KEY beginnt als typischer Herrenhaus-Spuk und bereitet mit bewährter Villa und ihren Geheimnissen im verschneiten Massachusetts wohligen Grusel. Dass die drei Kinder bzw. Jugendlichen im Mittelpunkt stehen, erinnert an Werke der 80er Jahre, während schnell klar wird, dass die Serie nicht auf harten, unangenehmen Horror setzt und schon in der allerersten Szene in CGI-lastigen Gefilden unterwegs ist.
Der Aufhänger mit den eigenartigen Schlüsseln, die man teilweise in den Nacken von Menschen stecken kann, bleibt natürlich ein faszinierendes Alleinstellungsmerkmal, einige Szenen bleiben auch unheimlich, aber es wird zunehmend klarer, dass die Macher von LOCKE & KEY auf familienfreundliches Entertainment aus sind.

Ist man selbst Heranwachsender, mögen die üblichen High School – Themen noch ansprechend sein, spätestens dann, wenn jemand seine neu erworbenen magischen Kräfte dazu nutzt, um damit Einfluss auf eine andere Person zu nehmen, die sich dann in der Schulkantine Ketchup und Majo über die Haare schüttet, weiß man, wer die Serie mögen soll und dass Erwachsene nicht zwingend dazu gehören. Vor allem Fans der Comics bemängeln, dass es dort weit brutaler zur Sache geht, als im Fernseher.
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Allerdings hat die Geschichte mehr zu bieten, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. LOCKE & KEY erinnert aufgrund der Schlüssel, die einst durch verschiedene Hände gingen und aufgeteilt wurden, entfernt an HERR DER RINGE. Bei den Türen, die diese Schlüssel öffnen, denkt man vielleicht an DIE CHRONIKEN VON NARNIA. Die unterirdischen Gänge, die die Kids untersuchen, bringen eine Nähe zu DIE GOONIES und wenn die Freunde ihren ersten Splatterfilm drehen, assoziiert man das vielleicht mit SUPER 8.
Und – so scheint es – je nachdem wer gerade Regie führte, ist dann eben auch noch Platz für ein paar schaurige Augenblicke.

Fazit:
Horror-Puristen können sich LOCKE & KEY sicher sparen, wer mit dem Teenie-Alter komplett abgeschlossen hat, wird auch nicht glücklich, ebenso wenig CGI-Hasser. Die Vielschichtigkeit der Geschichte gibt der Serie aber einen Schub nach oben.

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