Review: LORE (2017-2018) (Serie)

LORE: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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Darsteller: Steven Berkoff, Josh Bowman, Paula Malcomson, Maimie McCoy, Jürgen Prochnow, Emmett J Scanlan, Colm Feore, Holland Roden, Kristin Bauer van Straten, Ella Hunt, u.a.
Regie: Christoph Schrewe, Alice Troughton, Darnell Martin, Thomas J. Wright
Drehbuch: Aaron Mahnke, Glen Morgan, Ashley Halloran, Carlos Foglia
Länge: 36-56 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 01.12.2017
Verleih/ Vertrieb: Prime Video
FSK: ab 6

LORE ist eine Serie von Amazon-Studios, die leider nach zwei Staffeln eingestampft wurde. Orientiert hat die Serie sich an dem gleichnamigen Podcast von dem Autor Aron Mahnke. Die Anthologie-Serie lief von 2017 bis 2018 und hat sich mit verschiedenen Mythen und Folkloren beschäftigt. Von Dracula, über die Gräfin Báthory bis hin zur Geschichte von Burke und Hare werden insgesamt 12 Episoden grausige Geschichten erzählt.

LORE: Lobotomie

Inhalt von LORE

Jede Episode von LORE hat ihr eigenen Thema. Das Gezeigt basiert auf historischen Begebenheiten oder Folklore. Hierbei gibt es von wissenschaftlichen Prozeduren wie der Lobotomie, über den Werwolf bis hin zu den Hexenprozessen in Salem eine bunte Mischung an Geschichten aus dem Bereich des Unheimlichen.

Resümee zu LORE

Die Idee eine Serie über viele Grundideen des Horrors zu machen scheint erstmal sehr spannend. Auf diese Weise können viele Leute die Geschichten hinter dem Horror kennenlernen, beispielsweise wie die Idee des Werwolfes aufgekommen ist oder was es mit dem Wechselbalg auf sich hat. Als Podcast war LORE sehr erfolgreich. An diesen Erfolg konnte die Serie leider nicht anknüpfen, sonst wäre sie nicht nach nur insgesamt 12 Episoden abgesetzt worden.

Die erste Staffel von LORE ist eine Mischung aus Erzähler, gezeichneten und gespielten Szenen. Der Erzähler gibt meist eine grobe Einordnung, während die anderen Formate die Handlung an sich wiedergeben. Die Episoden an sich erinnern ein wenig an Sendungen aus den 90ern, wie beispielsweise X-Faktor. Das gefällt oder man findet es albern. Unterhaltsam sind die Episoden allerdings und es gibt tatsächlich das ein oder andere zu lernen. Beispielsweise, dass die Lobotomie teilweise bis in die 1980er Jahre ausgeführt wurde – eigentlich unvorstellbar.

In der zweiten Staffel von LORE wird ein komplett anderes Format verfolgt. Statt der vorherigen Mischung aus Erzähler und dargestellten Szenen, wird die Geschichte diesmal in kurzen Filmen erzählt. Jede der sechs Folgen erzählt ihre eigene urbane Legende. Diesmal basiert jede Folge auf einer historischen Begebenheit, so wird beispielsweise der mysteriöse Mord an einer Bauernfamilie im deutschen Hinterkaifeck im Jahr 1922 aufgegriffen.

Die Grundidee hinter LORE ist überzeugend. Es ist interessant die Herkunft von verschiedenen Schreckensgestalten kennenzulernen und dabei ein wenig was über das Leben und den Aberglauben früherer Zeiten zu lernen. Der Stil der ersten sechs Folgen ist originell und wirkt erfrischend. Sicherlich hätte man die verschiedenen Formate besser anordnen können und auch die generelle Produktionsqualität lässt Luft nach oben, trotzdem sind diese Episoden sehr unterhaltsam und kurzweilig. In der zweiten Staffel fällt das Element des Erzählers weg. Die letzten sechs Folgen wirken wie eine andere Serie und nicht wie die Fortsetzung zu LORE. In den User Reviews von imdb.com ist zu lesen, dass sehr viele Zuschauer*innen enttäuscht sind, dass sich das Format dermaßen verändert hat.
In der zweiten Staffel hat sich zwar die Qualität der Produktion verbessert, die Erzählstruktur der einzelnen Episoden hebt sich allerdings nicht mehr von vielen anderen Serien ab. Die Handlungen ziehen sich teilweise und wirken trotz Laufzeit von unter eine Stunde langwierig.

Wie bereits erwähnt ist die Qualität der Produktion von LORE nicht unbedingt die Beste. Aber sie ist gut genug, um nicht billig zu wirken. Auf großartige Spezialeffekte wurde wohl auch mit Blick auf des Budget verzichtet.
Die schauspielerischen Leistungen sind in Ordnung. Mal besser, mal schlechter, meist aber überzeugend im Hinblick auf die Rolle.

LORE ist eine kurzweilige Serie. Die erste Staffel ist sehr unterhaltsam, während die Zweite leider stark abnimmt. Da ist es wenig überraschend, dass die Serie nicht verlängert wurde.

LORE ist auf Prime Video zu sehen.


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