Review: RED ISLAND (2018)

red island
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.5

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Darsteller: Alex Essoe, Georgie Daburas, Tawny West
Regie: Lux
Drehbuch: Lux
Länge: 78 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 23. Mai 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Meteor
FSK: ab 16

 

Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man Alex Essoe als Anwärterin als moderne Scream Queen bezeichnet.
Neben dem sträflich unterbewerteten STARRY EYES und dem sehenswerten THE NEIGHBOR war sie bereits in einer Reihe Horrorfilmen zu sehen und wird demnächst als Wendy Torrance in der SHINING – Fortsetzung DR. SLEEP auftreten.
Allerdings war nicht jeder von Essoes Filmen ein Hit und RED ISLAND wird wohl nie zu den Eckpfeilern ihrer Karriere zählen.red island alex essoe

Amy und John sind ein Paar, das schon glücklichere Zeiten erlebt hat. Um ihre Beziehung zu retten, fahren die beiden auf eine abgelegene Insel, wo Archäologin Amy nebenbei Artefakte der Ureinwohner untersuchen will. Als sie eine eigenartige Maske findet, ereignen sich seltsame Dinge und etwas scheint in den Wäldern zu lauern.

Die Geschichte um eine kleine Gruppe bzw. ein einzelnes Paar in den Wäldern könnte eine Variante von BLAIR WITCH PROJECT oder HONEYMOON durchgehen und naturgemäß sollte man keinen hohen Bodycount erwarten. Das ist aber nicht das Problem des Films, der eigentlich mit ein paar nachdenklichen Aufnahmen des Gewässers, der Insel und der Wälder ansehnlich beginnt und eine dunkeltriste Stimmung etabliert.red_island

Wie sich aber herausstellt, ist das Bild durchgängig dunkel und das nicht auf eine kontrastreiche, sondern verwaschene und damit anstrengende Weise.
Schlimmer ist aber, dass RED ISLAND nie wirklich Fahrt aufnimmt.
Selbst wenn man Freude an ruhigen „slow burn“ Filmen hat, was für den Autor dieser Zeilen gilt, hat der Film wenige packende Augenblicke.red island review

Alex Essoe spielt anständig, ebenso ihr Gegenpart Georgie Daburas, aber es fehlt eine saubere Charakterzeichnung, die über einfache Schablonen hinausgehen und bis zur Schlussphase zwingende Momente.
Erklären lässt sich das vielleicht damit, dass viel Verantwortung auf den Schultern von „Lux“ lag. Der Herr ohne Nachnamen ist Regisseur, Autor, Kameramann, Produzent und Editor und außerdem hat er als Hauptverantwortlicher bislang wenig mehr als einige Kurzfilme aufzuweisen.
Man mag behaupten, dass angesichts dieser Umstände (und sicher auch einem begrenzten Budget) ein passables Ergebnis zustande kam…für sich genommen ist RED ISLAND aber ein unterdurchschnittlicher Film, der zwei Tage nach Sichtung schon wieder vergessen geht.

Fazit: Eine gewisse Ästhetik kann man RED ISLAND nicht absprechen, da kann man sich aber auch 80 Minuten lang ein Foto des letzten Waldspaziergangs ansehen.

 

 

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