Review: SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK (2019)

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Redaktion: 8.5

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Darsteller: Zoe Margaret Colletti, Michael Garza, Gabriel Rush
Regie: André Øvredal
Drehbuch: Dan Hageman, Kevin Hageman, Guillermo del Toro, Marcus Dunstan, Patrick Melton
Länge: 107 min
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Veröffentlichung: 31. Oktober 2019 (Kino)
Verleih/ Vertrieb: Entertainment One
FSK: ab 16

Wenn sich Guillermo del Toro und André Øvredal zusammentun, darf man nicht nur aufgrund der individuellen Leistungen der beiden in Vorfreude verfallen, sondern wird auch spätestens nach der Sichtung feststellen, dass die Stile der beiden Herren zwar unterschiedlich sind, aber prächtig harmonieren.

Dass die Vorlage auf den beliebten Kinder-Gruselbüchern von Alvin Schwartz stammt, ist ebenfalls kein Fehler. Der Name SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK suggeriert eine Kurzgeschichtensammlung, was Schwartz‘ Vorlage, in der oft urbane Legenden eingebunden wurden, auch war. Im Film werden diese aber nicht einzeln verpackt, sondern in einer größeren Rahmenhandlung versteckt.SCARY_STORIES_TO_TELL_IN_THE_DARK del toro

Hierin freuen sich die drei Heranwachsenden Stella, Auggie und Chuck, im Jahr 1968 auf Halloween.
Das entwickelt sich aber anders als erwartet. Zuerst geraten sie mit ein paar Großmäulern aneinander, flüchten ins Autokino, wo sie sich im Auto eines Herumtreibers verstecken, dann verschlägt es sie in eine leerstehende Villa.
Hobby-Autorin Stella findet dort ein Buch mit Horrorgeschichten der ehemaligen Bewohnerin Sarah und nimmt es mit. Doch das Notizbuch hat noch leere Seiten und die füllen sich plötzlich von allein.
Jeder der Beteiligten erhält Besuch von einer Schreckgestalt und das endet nicht gut. Während die Jugendlichen alles daran setzen das Buch zu stoppen, läuft ihnen die Zeit davon.

SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK weckt ein paar Erinnerungen an ES, denn auch hier zeigt sich das Grauen in verschiedenen Formen, Kids in einer scheinbar friedlichen Kleinstadt sind die Hauptfiguren und die Ausrichtung ist gruslig, aber auch gemütlich.
Auch entfernte Assoziationen zu DIE UNENDLICHE GESCHICHTE sind aufgrund des außergewöhnlichen Buches nicht auszuschließen.SCARY_STORIES_TO_TELL_IN_THE_DARK review

Wie schon erwähnt kommt dazu der Stil der Macher. Dass Øvredal als Regisseur klassischen Horror kann, bewies er mit THE AUTOPSY OF JANE DOE zu genüge. Dass er sich auf die Interpretation von Mythen versteht, zuvor schon mit TROLL HUNTER.
Del Toro (PANS LABYRINTH) ist hier Produzent, aber auch für das Drehbuch verantwortlich und auch sein Zutun ist aufgrund des träumerischen Settings inklusive des alten Herrenhauses zu spüren.
Ebenfalls am Drehbuch beteiligt waren aber Marcus Dunstan und Patrick Melton, die durch ihre Skripte für verschiedene SAW oder die COLLECTOR-Reihe eher für moderne und brutale Zutaten stehen.
Alleine durch die Vielzahl der Autoren (insgesamt sechs), hätte der Film schnell in ein Ungleichgewicht geraten können, aber das passiert glücklicherweise nicht.SCARY_STORIES_TO_TELL_IN_THE_DARK ovredal

Natürlich muss man sich im Klaren sein, dass der Streifen keine Härterekorde bricht und die „Monster“ zuweilen sogar eher spaßig als grausig aussehen, während auch mal Computereffekte zum Tragen kommen. Dafür gibt es sympathische Figuren, eine abwechslungsreiche Geschichte mit vielen kleinen Seitenarmen und natürlich passende Herbst-/Halloween-Stimmung.

Dass SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK am 31. Oktober in die (deutschen) Kinos kommt, passt daher perfekt.

 

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