Review: SLASHED – AUFGESCHLITZT (2016)

slashed aufgeschlitzt
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.0

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1.5/10 (2)

Darsteller: Joe Bocian, Brian Landis Folkins, Jenice Marshall
Regie: Rodney Wilson
Drehbuch: Rodney Wilson
Länge: 94 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 05. September 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 18

 

Manchmal erwartet man von einem Film wenig…und bekommt nichts.
Und damit willkommen in der Welt von SLASHED, der sich selbst mit dem „deutschen“ Titel in die Slasher-Ecke drängt. Der Originalname lautet PARAMEDICS, also Sanitäter, und um die geht es auch. Allerdings solche, wie man sie aus AMBULANCE kennt und die mit den Ersatzteilen weitestgehend gesunder Menschen einen florierenden Organhandel betreiben. Damit hätte sich immer noch arbeiten lassen, aber so leicht macht es uns der Film nicht.
Slashed

Zwar beginnt die dünne Geschichte genau damit, dass die zwei Brüder, die sich als Krankenwagenfahrer ausgeben, eine Patientin auflesen und mit in ihren persönlichen OP nehmen. Da die junge Dame, die sich beim Wandern den Fuß verletzte aber frappierende Ähnlichkeit mit der Schwester der beiden hat, wird sie zunächst verschont.

Das wirkt hier schon an den Haaren herbeigezogen, wird aber noch abstruser, als die beiden sexuelles Interesse entwickeln (was man eben so mit Schwestern macht). So wird Opfer Cindy immer wieder von Entführer Corey vergewaltigt, was sie aber weder körperlich noch psychisch weiter zu stören scheint.Slashed aufgeschlitzt review

Corey ist übrigens der Anführer der beiden und ein Psychopath, wie ihn sich C-Filmer vorstellen. Bruder Jeffery weist hingegen autistische Züge auf und würde auch gerne mal ran. SPOILER: Dazu kommt es auch, als Cindy beginnt, die beiden Kerle gegeneinander auszuspielen. Damit sehen wir dann auch, wie sich C-Filmer ein perfides Psychospiel vorstellen, für alle anderen ist ungläubiges Augenrollen angesagt.

Slashed review

Die perfekte Tarnung

Schauplatz dieses cineastischen Desasters ist zu 90% ein bunkerartiger OP-Saal, der gleichzeitig Cindys siffige Gefängniszelle darstellt. Wer von dort ein neues Organ bekommt, kann auch gleich das alte behalten.

Nun muss es ja nicht immer Kaviar sein und wenn sich SLASHED entscheiden könnte, ob er tatsächlich Slasher, Psychothriller oder womöglich auch Folterfilm oder Rape & Revenge – Streifen sein will, wäre trotz des hölzernen Actings und der schwachen Synchro vielleicht noch etwas zu retten gewesen (die wenigen OP-Szenen sehen annehmbar aus), in der finalen Form ist er aber von allem zu wenig oder einfach zu schlecht.

Revenge gibt es am Ende allerdings doch (wer jetzt noch eine Spoilerwarnung braucht, weil er sich den Film ansehen will, hat ernsthafte Probleme). Da sehen wir dann die Familienangehörigen der früheren Opfer mit Hieb- und Stichwaffen einlaufen…mit einer Mimik, als wären sie unbezahlte Komparsen, die auf den Feierabend warten.

Fazit: das albernste Brüderpaar seit BLOOD BROTHERS.

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