Review: SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET (2018)

Soul To Keep - Das letzte Gebet: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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Darsteller: Sandra Mae Frank, Aurora Heimbach, Derek Long, Jordan Theodore, Kate Rose Reynolds, Jessie Jordan, Craig Fogel
Regie: David Allensworth, Monière Noor
Drehbuch: David Allensworth, Eric Bram
Länge: 94 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 13.12.2019 (DVD & BluRay)
Verleih/ Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment, Prime Video
FSK: ab 16

Filme mit Dämonen kommen nie aus der Mode. Mit SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET tragen die Regisseure David Allensworth und Monière Noor ihren Teil zum Genre bei. Es gibt eine einsame Hütte, feierwütige Leute und ein dunkles Geheimnis im Keller. Erinnert euch an TANZ DER TEUFEL ? Uns auch. Bleibt die Frage, ob der erste Spielfilm desRegisseur-Duos an den Klassiker rankommt oder selbst in den Keller gesperrt gehört.

Inhalt von SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET

Das Geschwisterpaar Erin und Toby fährt mit seinen Freund*innen in die Hütte ihres kürzlich verstorbenen Großvaters. Es soll ein wildes Wochenende mit Alkohol und Drogen folgen. Durch Zufall findet die Gruppe im Keller ein Zimmer mit einem Ritualkreis, sowie einem Buch mit dessen Hilfe man einen Dämon beschwören können soll. Aus Neugier versuchen sie sich an dem Ritual und finden schon bald heraus, dass man mit düsteren Mächten nicht spaßen sollte.

Soul To Keep - Das letzte Gebet: Versteckspiel

Resümee zu SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET

SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET fängt wie viele Horrorfilme an: eine Gruppe junger Menschen fährt zu einer abgelegenen Hütte, um ein Wochenende voller Spaß und Drogen zu verbringen. Der Anfang ist nicht originell und die Charaktere sind es auch nicht. Wer er paar Slasher gesehen hat, wird die Rollen im Nu wiedererkennen. Es gibt den Sportler, den nervigen Witzbold, das coole Mädchen, den coolen Typen und die Unscheinbare. Bis hier schafft es der Film nicht sich in irgendeiner Art und Weise von anderen Filmen abzusetzen. Das ist nicht unbedingt schlimm, sofern die Machart gut und unterhaltsam ist. Leider schleppt sich die Handlung von SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET sehr, bis das erste Mal ein wenig Spannung aufkommt und auch dann bleibt diese eher im unteren Bereich.

Die Handlung von SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET ist recht simpel. Es wird gefeiert, es wird beschworen, es wird ums Leben gekämpft. An sich könnte das eine spannende Handlung ergeben. Allerdings scheint es als ob sich der Film nicht entscheiden kann, ob er ernst oder humorvoll sein will. Spätestens ab den Moment, wo der Dämon auftaucht kommt eine ungewollt wirkende Art Humor ins Spiel. Die Besessenen wirken albern und äußerst stereotyp. Diejenigen die gerade auf der Flucht sind, wirken teilweise wie die Mystery Inc. aus Scooby Doo, wenn sie hintereinander her rennen.

Soul To Keep - Das letzte Gebet: Der Dämon greift an

SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET hat sich sehr offensichtlich an anderen Filmen bedient. Bereits bei der Beschreibung der Handlung kommen Assoziationen zu TANZ DER TEUFEL auf. Dies ändert sich im weiteren Verlauf des Films nicht. Natürlich haben die meisten Filme mit Dämonen gewisse Ähnlichkeiten, aber einiges wirkt doch sehr offensichtlich. Der Dämon wird mittels eines Buches beschworen und zunächst wirkt es, als hätte die Beschwörung nicht geklappt. Der Dämon wird im Keller eingesperrt. Und die Besessenheit lässt sich weitergeben. Offensichtliche Parallelen. Allerdings ist TANZ DER TEUFEL in sich schlüssig, während SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET wie gewollt und nicht gekonnt wirkt und einige offene Fragen lässt. Beispielsweise wieso gerade diejenige, die sich mit den möglichen Gefahren mit Dämonenbeschwörungen auskennen sollte, die Beschwörung befürwortet. Der Plottwist am Ende führt dann nur zu weiteren offenen Fragen und stiftet Verwirrung anstatt irgendwelche Dinge aufzuklären.

Aus handwerklicher Sicht ist SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET in Ordnung. Die Schauspieler*innen sind nicht überragend, es gibt einige Szenen in denen eindeutig übertrieben wird und das Ganze dadurch ins Lächerliche gezogen wird. Diese Szenen sind vor allem die, in denen die Besessenen auftauchen.
Kamera und Ton sind okay, aber nichts Besonderes. Beides erfüllt seinen Zweck, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck.
Die FSK 16 kommt übrigens nicht durch blutige Spezialeffekte, die es nur sehr vereinzelt gibt, sondern von den relativ vielen Sexszenen im Film.

Soul To Keep - Das letzte Gebet: Die besessene Grace

Alles in Allem ist SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET ein Film ohne großen Mehrwert. Das einzig Gute ist womöglich, dass er zum Recherchieren des Dämons einlädt und man dabei auf die interessante Geschichte des Beelzebub stößt.

SOUL TO KEEP – DAS LETZTE GEBET ist gerade auf Prime Video zu sehen.

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