Review: STRANGER THINGS – STAFFEL 3 (Serie) (2019)

Stranger Things Staffel 3 - Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 9.0

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9/10 (2)

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FSK: ab 16

Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass die zweite Staffel von STRANGER THINGS bei Netflix veröffentlicht wurde. Danach hieß es warten, denn die Duffer Brothers wollten nicht direkt in die dritte Staffel hetzen, sondern sich für diese etwas Zeit lassen. Am 4. Juli war es dann soweit und die Geschichte von den ans Herz gewachsenen Kindern – nun eher Teenagern – und der Anderswelt wurde fortgeführt.

Inhalt von STRANGER THINGS – STAFFEL 3

Sommerferien. Eigentlich die perfekte Zeit um sich mit der Clique zu entspannen und die freie Zeit zu genießen. Allerdings gibt es in der Gruppe um El, Will und Dustin einige Streitigkeiten. Die Romanzen bröckeln teilweise, Will fühlt sich von seinen Freunden etwas im Stich gelassen und Dustin hat sich ein anderen Willkommen nach seinem Campaufenthalt vorgestellt. Während die Clique sich etwas voneinander löst, macht sich erneut das Böse in dem kleinen Städtchen Hawkins breit. Um eine erneute Attacke aus der Anderswelt abzuwehren, müssen die leicht auseinander gedrifteten Freund*innen wieder zusammenfinden und sich gemeinsam dem Gegner stellen.

Resümee zu STRANGER THINGS – STAFFEL 3

Nachdem die erste Staffel von STRANGER THINGS wie ein Blitz einschlug und zum Überraschungshit von 2016 wurde und die zweite Staffel auch sehr gut ankam, waren die Erwartungen an die dritte Staffel hoch. Zumal die Macher sich noch einmal mehr Zeit genommen haben – etwas das nicht immer von Erfolg gekrönt ist *hust* GAME OF THRONES *hust* . Voller Erwartung startet man also die neue Staffel und landet erstmal in Russland? Die erste Szene ist zuerst verwirrend, macht im weiteren Verlauf der Staffel allerdings immer mehr Sinn. Außerdem gibt es bereits eine kleine Einstimmung auf den Splatter-Anteil in der neuen Staffel.

Die Geschichte um die Teenager wird weiterhin gut und spannend erzählt. Wie bereits in den vorangegangenen Staffeln geht es nicht immer um den Kampf gegen den Gedankenschindern in der Anderswelt, sondern auch um Alltägliches: Probleme in romantischen Beziehungen, Schwierigkeiten in Sommerjobs und dem Erwachsenwerden generell. Hier wurde wieder eine gute Mischung gefunden, so dass man sich zwischendrin nicht langweilt aber weiterhin neue Seiten der Charaktere kennenlernt.

Wie bereit in Staffel 2 von STRANGER THINGS angedeutet wurde, gibt es mit Billy Hargrove – dem Stiefbruder von Max – einen neuen Bösewicht. Und trotz Vokuhila und Oberlippenbärtchen macht er seinen Job verdammt gut. Es macht Spaß ihm dabei zuzusehen, wie er langsam die halbe Population von Hawkins in den Bann des Gedankenschinders zieht und dabei von den gelangweilt wirkenden Müttern angehimmelt wird – obwohl ihm das Ganze körperlich zu schaffen macht.
Und wie die erste Szene verrät: auch „die Russen“ haben eine Rolle als Schurke ergattern können. Es wird nicht weiter erklärt wieso und weshalb sie mit der Anderswelt experimentieren, aber in dem 80er-Jahre Setting machen sie als Gegner Sinn – immerhin war 1985 der Kalte Krieg noch im vollen Gang.

Die dritte Staffel STRANGER THINGS bietet einiges an Bodyhorror – deutlich mehr als die vorangegangen Staffeln. Es gibt explodierende Lebewesen, viel Körpermatsch, der sich fortbewegt, durch den Gedankenschinder veränderte Körper und eine sehr eindrucksvolle Szene in der ein Teil des Körpermatsches aus einem Bein entfernt werden muss – samt eiternder Wunde. Es scheint auch einiges an Arbeit in die Effekte geflossen zu sein, denn die sind allesamt gelungen und überzeugend.

Lobend zu erwähnen sind definitiv die Leistungen der Darstellenden, die wieder alle sehr gut sind. Das war aber nach den beiden Staffeln auch zu erwarten. Der Soundtrack ist ebenfalls wieder überzeugend: wie gehabt eine Mischung aus Synthesizer-Musik und Songs aus den 80er. Passend zur Stimmung in STRANGER THINGS.

Einige Entscheidungen, die Charaktere betreffen, kann man sicherlich kritisieren. Beispielsweise ist einiges was Jim Hopper in der Staffel veranstaltet, im Rückblick auf die ersten beiden wenig sinnhaft und zerstört den Charakter leider ein wenig. Glücklicherweise muss man nicht mit jeder Einzelheit einer Serie zufrieden sein, um sie als Gesamtwerk gut zu finden.

Auch die dritte Staffel STRANGER THINGS kann wieder überzeugen. Es gibt eine ausgewogene Mischung zwischen Action und eher ruhigen Situationen, die uns die Charaktere nahebringen. Eine vierte (und womöglich letzte) Staffel ist in Planung und kann diese hervorragende Serie hoffentlich würdig fortsetzen.

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