Review: THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT (1994) (Serie)

The Stand 1994: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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10/10 (3)

Darsteller: Gary Sinise, Molly Ringwald, Jamey Sheridan, Ruby Dee, Rob Lowe
Regie: Mick Garris
Drehbuch: Stephen King
Länge: ca 90 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 03.06.1995
Verleih/ Vertrieb: Paramount Pictures
FSK: ab 16

Weiter geht es mit dem März im Zeichen von Stephen King. Wieder geht es um THE STAND, diesmal handelt es sich aber um die Mini-Serie aus dem Jahr 1994. Die vier Episoden wurden für den US-Sender CBS gedreht und konnten immerhin einen Emmy für das Make-Up gewinnen. Das Drehbuch hat Stephen King persönlich verfasst, Regie hat Mick Garris geführt, der 2018 auch bei NIGHTMARE CINEMA dabei war. Auf den ersten Blick keine schlechten Vorraussetzungen, allerdings hatte die Adaption nicht nur mit geringen Budget zu kämpfen.

Inhalt von THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT

Eine im Labor erfundene Krankheit wird aus Versehen freigesetzt und rafft etwa 99% der Menschheit dahin. In dem verbleibenden Chaos bilden sich zwei Gruppen heraus: Eine Gruppe um die streng-gläubige Mutter Abigail und eine um den fleischgewordenen Teufel Randall Flagg. Es kommt zum letzten Gefecht zwischen Gut und Böse.

Resümee zu THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT

Zu Gute halten kann man der Mini-Serie definitiv, dass sie sich sehr eng an der knapp 1200-seitigen Vorlage orientiert. Allerdings sollte man davon ausgehen dürfen, wenn sich der Autor selbst an das Drehbuch gesetzt hat. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, anders als in der Serie von 2020. Die Handlung von THE STAND ist an sich interessant und Dank Corona ziemlich aktuell. Trotzdem schafft die Serie es nicht zu überzeugen.

Romanverfilmungen sind häufig eine schwierige Sache. Sich 1:1 an das Buch zu halten führt zu Schwierigkeiten im Tempo, sich nur lose an die Vorlage zu halten führt zum Zorn der Fans. THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT versucht Ersteres. Das klappt in der ersten Episode, die den Ausbruch von der liebevoll Captain Trips getauften Krankheit zeigt, ganz gut, im weiteren Verlauf nicht mehr. Die 90-minütigen Episoden wirken teilweise deutlich länger. Es kommt kaum Spannung auf, da viel zwischen den Handlungsorten gesprungen wird. Man verfolgt was die Charaktere machen, ist aber wenig investiert, da man sie kaum kennenlernt.
Es gibt diverse wichtige Charaktere, aber aufgrund ihrer Menge, kann kaum jemand näher vorgestellt werden und so bleiben alle relativ flache Figuren. So ist es beispielsweise schwierig die Beweggründe von Harald Lauder nachzuvollziehen, wenn man den Roman nicht gelesen hat. Die wenigen Andeutungen sind nicht ausreichend.

THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT schafft es nicht die verschiedenen Handlungsstränge zusammenzuführen. Was im Buch gut funktioniert, da oft die Gedanken der einzelnen Figuren beschrieben werden, wirkt in der Serie nicht. Es fehlt ein roter Faden, der sämtliche Handlungen zusammenführt. Leider wirkt das Gezeigte häufig wie eine mehr oder minder zusammenhangslose Aneinanderreihung von Szenen.
Das Buch lebt viel von der düsteren und aussichtslosen Atmosphäre. Diese kommt in der Serie leider gar nicht rüber. Alles wirkt ein wenig steril und emotionslos.

Handwerklich ist die Mini-Serie größtenteils okay, aber leider schlecht gealtert. Es gibt CGI, das den Namen kaum verdient und womöglich besser weggelassen worden wäre. Einige Szenen die draußen spielen sollen sehen extrem nach Studio aus, beispielsweise die Szenen im Maisfeld in Hemingford Home.
Die schauspielerischen Leistungen sind größtenteils in Ordnung. Gary Sinise ist ein guter Stu Redman, Molly Ringwald als Fran Goldsmith ist hingegen leider nicht ganz so überzeugend.

THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT ist ein Versuch einen epischen Kampf von Gut gegen Böse in Serienform zu gießen. Leider geht viel Atmosphäre aus dem Buch verloren und ohne roten Faden wirkt das Ganze wie ein Haufen zusammengewürfelter Szenen, die am Ende zwar irgendwie Sinn ergeben, aber nicht begeistern können.

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