Review: TODESENGEL – THE HEXECUTIONERS (2015)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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4/10 (1)

Darsteller: Liv Collins, Sarah Power, Timothy Burd |
Regie: Jesse Thomas Cook
Drehbuch: Tony Burgess
Länge: 95 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 02. Oktober 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 16

Menschen legal töten und dafür auch noch bezahlt werden…das klingt wie der Traum aller Psychopathen und todesengel the hexecutioners review

Story:
Malison ist neu bei Life Source Closure, einer Firma, die professionelle Sterbehilfe anbietet. Zwar wurde die junge Frau geschult, doch gleich bei ihrem ersten Einsatz versagt die tödliche Spritze. Um künftig derartige Vorfälle zu vermeiden, wird Malison die erfahrene Olivia zur Seite gestellt, die an ihrem Job Gefallen findet.
Aber auch der nächste Auftrag ist alles andere als gewöhnlich, als die Damen zu einem prunkvollen Landhaus gerufen werden, der Besitzer auf eine ganz spezielle, rituelle Art aus dem Leben scheiden will.

So weit, so originell und die Szene mit Malisons „Problemfall“ ist genau so ansprechend wie die, in denen uns Olivia zeigt, wie es besser geht (obwohl echte Sterbehilfe wohl kaum mit einem großkalibrigen Revolver durchgeführt wird. Aber der Kunde ist König).
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Danach lassen es die Todesengel aber erst mal ruhig angehen, fahren zusammen ins Grüne und erfahren, dass der nächste Fall gerne mit einem speziellen Dolch umgebracht und an die die Vögel verfüttert werden möchte.
Kann man machen, wird aber selbst von Profis als skurril empfunden.

Der Zuschauer findet hingegen skurril, dass die beiden Frauen mehrere Tage auf dem Anwesen bleiben sollen und sich lieber ein Bett teilen, statt die zwei angebotenen Zimmer zu nutzen.
Der sich hieraus andeutende Voyeurismus wird aber auch nur halbherzig bedient und endet nach einem Busenblitzer und einem versuchten Kuss auch wieder.
Natürlich sind das Details, sie zeigen aber, dass TODESENGEL etwas ruderlos herumschippert.

Das verwundert, immerhin stammt das Drehbuch von Tony Burgess, der etwa das Buch zum cleveren Kammerspiel PONTYPOOL lieferte, bleibt aber Fakt. Und so gestalten sich auch die Tage in und um die Villa in einer Art und Weise, die nie rund wirkt.
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Irgendwann stört dann auch noch die nahezu permanent klimpernde Pianomusik und die Mini-Gags, dass Malisons Vermieter Poe und der Verwalter Edgar heißt, gehören ebenfalls nicht zu den großen Augenblicken der Filmgeschichte.

Allerdings muss man dem Film lassen, dass er trotz kleinen Budgets nicht schäbig aussieht, sondern sogar eine ganze Reihe morbid-ästhetischer Shots einsetzt und eine mysteriöse Stimmung aufbaut, die letztlich über das ohnehin präsente Thema Tod hinausgeht.

Mit ein paar Kniffen hier und da wäre sogar leicht mehr möglich gewesen, aber da weder das Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen Sarah Power (SAW 5) und Liv Collins (THE DOOR) überdurchschnittlich ist, noch Regisseur Jesse Thomas Cook (MONSTER BRAWL) für seine Feinfühligkeit bekannt ist, bleibt hier eine spannende Idee und optisch ansprechende Momente, aber auch eine unausgereifte Umsetzung.

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