Review: A HARD DAY (2014)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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Darsteller: Sun-kyun Lee, Cho Jin-woong, Man-sik Jeong
Regie: Seong-hun Kim
Drehbuch: Seong-hun Kim, Hae-jun Lee
Länge: 107 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 14. Mai 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Busch Media Group
FSK: ab 16

Alles, was wir einleitend zu unserem TUNNEL-Review schrieben, gilt auch für A HARD DAY.
Die Kurzform: Südkoreanische Filme sind oft gut und kommen selten oder nur spät nach Deutschland.
A HARD DAY ist ein weiterer solcher Fall, wurde schon 2014 gedreht und stammt wie TUNNEL von Regisseur Seong-hun Kim.

Story:
Für Ko Gun-soo läuft es gerade nicht rund. Die Einheit des Polizisten steht im Korruptionsverdacht, seine Mutter ist gestorben und als er nicht ganz nüchtern nach Hause fährt, überfährt er einen fremden Mann.
Irgendwie gelingt es ihm, die Situation zu klären, doch immer wieder kommen neue Erkenntnisse hinzu und dann meldet sich ein Unbekannter, der Ko Gun-soo beim Unfall sah.a hard day kritik

A HARD DAY ist wirklich ein harter Tag

Recht und Ordnung stellt man sich anders vor, als Ko Gun-soo es lebt und er ist ganz sicher kein Held. Trotzdem macht es dem Zuschauer Spaß ihm zuzuschauen, denn er schlittert von einer wahnwitzigen Situation in die nächste und schafft es teilweise zwei Nöte zu einer Tugend zu verbinden.
Kleiner Spoiler: so bietet sich beispielsweise der Sarg der Mutter dazu an, auch die Leiche des Mannes zu entsorgen. Nur wie stellt man das an?

Das kreative Vorgehen ist zwar nicht auf lustig getrimmt, trotzdem zaubert der Einfallsreichtum, aber auch die oft kniffligen Situationen ein Lächeln auf das Gesicht des Zuschauers und man fiebert mit, ob unser Antiheld auffliegt oder sich doch noch mal retten kann.

Während A HARD DAY durch viele Entwicklungen und Wendungen glänzt, die vielleicht zu viel sind, um sie realistisch zu nennen, aber nichtsdestotrotz gut zur Spannung und Unterhaltung beitragen, ändert der ganze Streifen seine Ausrichtung, als der unbekannte Zeuge auf die Bühne tritt.a hard day rezension

Der ist auch kein unbescholtener Bürger, sondern hat eigene Interessen und ist Ko Gun-soo nicht nur ebenbürtig, sondern zeigt sich als schier übermenschlicher Gegner, auch physisch.
Allerdings tritt im Moment seines Erscheinens ein Bruch im Film auf und während sich Ko Gun-soo bisher immer irgendwie retten konnte und somit die Oberhand behielt, wird er nun klar in die Defensive gedrängt.

Andererseits sorgt der Wechsel von einer situationsbedingten Not, hin zu einem menschlichen Widersacher auch für Abwechslung in der Geschichte.
Die ist trotzdem etwas lange geraten, auch wenn die Gesamtdauer mit 107 Minuten völlig im Rahmen ist und immer wieder starke Szenen für kleine Hänger entschuldigen.a hard day thrillandkill

Seong-hun Kim ist in jedem Fall ein Regisseur, den man weiter im Auge behalten muss, denn nach A HARD DAY und TUNNEL zeigte er sich für die Netflix-Serie KINGDOM verantwortlich und bastelt derzeit an einem neuen Spielfilm.

Fazit:
Ich gestehe, ich kann mir koreanische Namen nie lange merken und die Kulissen sehen selten so aufregend aus wie New York City oder Kalifornien, trotzdem zeigt (nicht nur) A HARD DAY, wieder einmal, dass man sich mehr mit der südkoreanischen Halbinsel auseinandersetzen sollte.

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