Review: COME PLAY (2020)

come play review
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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6/10 (2)

Darsteller: Azhy Robertson, Gillian Jacobs, John Gallagher Jr.
Regie: Jacob Chase
Drehbuch: Jacob Chase
Länge: 97 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 19. August 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 16

Das Gefühl von Einsamkeit kennen viele Menschen der modernen Gesellschaft, aber besonders stark trifft es oft die, die ohnehin anders sind.
Autisten sagt man nach in ihrer eigenen Welt zu leben, doch was passiert, wenn in dieser Welt etwas in die unsere greift und einen Freund sucht?

Story:
Der kleine Oliver hat es gerade schwer im Leben. Seine Eltern lassen sich scheiden und da der autistische Junge auf eine normale Schule geht, wird er von den anderen Kindern gerne gehänselt.
Oliver spricht nicht, sondern teilt sich nur über eine spezielle App mit, die er sogar im Unterricht nutzen darf. Er verbringt daher viel Zeit am Handy und als ihm dort eine Kinderbuch-App begegnet, das von einem skelettartigen Monster namens Charlie handelt, das einen Freund sucht, ahnt er noch nicht, dass Charlie bereits auf dem Weg ist….come play rezension

COME PLAY ist BABADOOK, nur ohne Anspruch

Man kommt nicht ganz umhin einen Vergleich zu DER BABADOOK zu bemühen und beide Filme haben einen ernsten Kern. Sicher, in DER BABADOOK war es noch ein physisches Buch und das Monster stand für die Trauer der Familie, hier ist es eine App und das Monster, das in seiner Welt selbst einsam ist,  spiegelt die besagte Einsamkeit des Jungen wider.
Ein anderer Vergleich bietet sich zu Mike Flanagans BEFORE I WAKE an, der als fast schon als märchenhafter Film zu bezeichnen ist, aber auch Horrorelemente mitbrachte. Auch Charlie ist trotz seines abstoßenden Äußeren kein per se bösartiger Widersacher, sondern auf der Suche nach Gesellschaft…wenngleich mit unorthodoxen Methoden.

Allerdings erreicht COME PLAY weder die Klasse von DER BABADOOK noch BEFORE I WAKE, denn dafür sind die Charaktere zu oberflächlich gehalten. Zu klischeehaft wird Oliver gemobbt, wenig wird darauf eingegangen, was Autismus bedeutet, als hätte Drehbuchautor und Regisseur Jacob Chase zwar mal RAIN MAN gesehen, sich sonst aber nie mit dem Thema befasst.

come play kritik

Dabei hat Chase zusätzlich mit dem Problem zu kämpfen, dass er mit COME PLAY seinen eigenen Kurzfilm namens LARRY in Spielfilmlänge neu verfilmt und wie vor ihm POLAROID oder LIGHTS OUT ist seinem Werk an einem bestimmten Punkt anzumerken, dass die Ideen für 5 Minuten reichten, aber nicht für 90+. Das, was den Short (übrigens ganz unten in diesem Artikel zu finden) ausmachte, findet sich größtenteils im Langfilm wieder, aber eben auch viel „Drumherum“

Oberflächlich, aber nicht ohne Reiz

Es ist aber nicht so, dass COME PLAY deswegen grundsätzlich zu verachten wäre, man sollte nur keine Besonderheiten erwarten. Dass das Licht flackert, wenn Charlie in der Nähe ist, ist effektiv, nur nicht neu. Dass man ihn nur über die Handy-/Tablet-Kamera sehen kann, ebenfalls.come play 2021

Dass der Film sehr dunkel geraten ist, tut ihm allerdings keinen Gefallen. Zum Sichten ist jede Lichtquelle im Raum zu vermeiden und in den TV-Einstellungen sollte man wissen, wo die Helligkeit reguliert wird, um etwas sehen zu können.
Der Ansatz einen Großteil der Gruselszenen im Dunkel zu lassen, bietet sich freilich an, hier schießt man aber öfter übers Ziel hinaus.

Fazit:
Während der Kurzfilm kompakten, stimmigen Grusel bietet, wirkt COME PLAY zu oft mühsam in die Länge gezogen. Wem aber DER BABADOOK zu viel Drama war und wer sich von generischem Grusel nicht abschrecken lässt, kann dennoch einen Blick riskieren.

 

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