Review: DON’T WORRY DARLING (2022)

Don't Worry Darling: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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10/10 (1)

Darsteller: u.a. Florence Pugh, Harry Styles, Chris Pine, Olivia Wilde
Regie: Olivia Wilde
Drehbuch: Katie Silberman, Carey Van Dyke, Shane Van Dyke
Länge: 122 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 22.09.22 (Kino)
Verleih/ Vertrieb: Warner Bros.
FSK: ab 12

DON’T WORRY DARLING ist der zweite Film bei dem Olivia Wilde Regie geführt hat. Der Streifen ist eine Mischung aus Mystery, Thriller und Drama und kommt bei uns in Deutschland am 22. September in die Kinos. Vorab hat das diesjährige Fantasy Filmfest den Film bereits gezeigt.
Durch die Besetzung mit u.a. Florence Pugh (MIDSOMMAR), Chris Pine (CARRIERS) und Harry Styles (DUNKIRK) hat der Film eigentlich gute Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Kinostart. Allerdings hat DON’T WORRY DARLING im Vorfeld der Veröffentlichung vor allem durch angebliches Drama an Set und auf der Pressetour Aufmerksamkeit auf sich gezogen: So hatten Olivia Wilde und Harry Styles eine Affäre während des Drehs, Wilde und Florence Pugh hatten Streit am Set, das Gehalt von Styles und Pugh soll sehr unterschiedlich ausfallen und außerdem hat Harry Styles Chris Pine angespuckt – alles nur gerüchteweise. Stellt sich die Frage, ob hier im Sinne von „Jede PR ist gute PR“ gehandelt wird, oder ob der Dreh tatsächlich so katastrophal lief. Für uns ist das im Grunde irrelevant, denn wir bewerten nur das Ergebnis an sich.

Don't Worry Darling: Alice und Jack

Inhalt von DON’T WORRY DARLING

Die USA in den 50er-Jahren: Das junge Ehepaar Alice und Jack leben ein unbeschwertes Leben in Victory – einer Bilderbuchstadt in der Wüste. Alles läuft perfekt, bis Alice durch merkwürdige Situationen erste Zweifel an der Idylle kommen und sie beginnt dieses perfekte Leben zu hinterfragen.

Resümee zu DON’T WORRY DARLING

Wenn man DON’T WORRY DARLING nur ein Attribut zuschreiben dürfte, wäre dieses wohl stylisch. In dem Film sieht alles perfekt aus und die 50er-Jahre Ästhetik wird bis in das kleinste Detail durchgezogen. Das macht einen guten ersten Eindruck und zeigt auch, dass viel Mühe in die Gestaltung der einzelnen Szenen und der Sets geflossen ist.
Durch die Ästhetik wird auch die Atmosphäre geschaffen. Ohne wirklich mit dem Finger drauf zeigen zu können, wird eine subtil unangenehme Atmosphäre aufgebaut. Es ist alles ein wenig zu perfekt

Wenn man ehrlich ist, ist der Kern der Handlung von DON’T WORRY DARLING nicht unbedingt neu. Da wir hier nicht viel Spoilern wollen: Erwartet keine bahnbrechende Originalität, diesen Plottwist hat es bereits mehrfach gegeben. Trotzdem ist die Story in sich stimmig und lädt zum Mitdenken ein. Allerdings ist der Film mehr eine Emanzipationsgeschichte mit ein paar unheimlichen Situationen, als ein knallharter Thriller.
Die Wandlung der Einstellung von Alice von der zufriedenen Hausfrau zur Zweiflerin wird gut rübergebracht und nimmt auch wirklich viel Zeit innerhalb der Laufzeit von 122 Minuten ein. Es hätte ruhig die ein oder andere Szene rausgenommen werden können, um die Handlung etwas zu straffen und mehr Tempo reinzubringen. Nicht, dass wirklich Langeweile aufkommen würde, die dahinplätschernde Handlung ist nett anzusehen, aber die Geschichte hätte auch mit 30 Minuten weniger erzählt werden können.

Don't Worry Darling: Alice in der Wüste

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass der Film nicht für Genrefans gemacht wurde. DON’T WORRY DARLING mach einen recht glatten Eindruck und lässt sich eher in den Mainstream als das Genrekino einordnen. Das ist zunächst einmal nichts Schlechtes, sollte aber die Erwartung an explizite Gewaltdarstellungen und sehr intensiven Thriller etwas drosseln. Das Unbehagen wird hier hauptsächlich durch die Atmosphäre geschaffen und nur ganz zum Schluss geht die Spannung wirklich hoch, beispielsweise bei einer wilden Autojagd durch die Wüste, die ziemlich an MAD MAX erinnert.

DON’T WORRY DARLING lebt viel von seiner Besetzung. Gerade Florence Pugh und Chris Pine machen ihren Job hervorragend und laden immer wieder zum Mitfiebern ein. Und auch Harry Styles, der eigentlich Sänger ist, kann durch seine Darstellung überzeugen, wenn auch nicht ganz so sicher wie Pine und Pugh.

Zusammengefasst ist DON’T WORRY DARLING ein unterhaltsamer Film, der aber nicht besonders viel Neues mit sich bringt. Die Sets sind wunderschön, die Kostüme passen perfekt in die Ästhetik. Die Handlung ist okay, aber schon da gewesen und so weiß der Film vor allem durch schöne Bilder und gute Schauspieler*innen zu überzeugen, kein Meisterwerk, aber für einen Kinoabend mit Popcorn gut geeignet.

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