Review: DREAMCATCHER (2021)

Dreamcatcher: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.0

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Darsteller: u.a. Niki Koss, Zachary Gordon, Travis Burns, Elizabeth Posey
Regie: Jacob Johnston
Drehbuch: Jacob Johnston
Länge: 108 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 16.12.21 TVOD
Verleih/ Vertrieb: Tiberius Film
FSK: ab 16

Ein Horrorfilm im Underground-Techno-Club? Klingt erst einmal nicht schlecht: Schummriges Licht, Menschenmassen und wummernde Bässe sind gute Vorraussetzungen für eine stimmige Atmosphäre. DREAMCATCHER versucht sich an dieser Kombination und ist dank Tiberius ab dem 16.12.21 als TVOD zu sehen. Mit dem gleichnamigen Buch von Stephen King hat der Film übrigens nichts zu tun.
Regisseur und Drehbuchautor Jacob Johnston hat bisher zwei Kurzfilme gedreht und hat sonst vor allem als Visual Development Producer oder Production Designer bei anderen Filmen mitgearbeitet. DREAMCATCHER ist demnach sein erster Spielfilm und macht auf den ersten Blick und rein handwerklich einen soliden Eindruck.

Dreamcatcher: Maskiert

Inhalt von DREAMCATCHER

Zwei Schwestern und ihre Freunde besuchen ein Underground-Festival, bei dem auch der berühmte DJ Dreamcatcher auflegt. Durch einen tragischen Vorfall im Zusammenhang mit Drogenkonsum gerät die Welt aller Beteiligten aus den Fugen… und irgendwo auf dem Festival treibt sich ein brutaler Mörder herum.

Resümee zu DREAMCATCHER

Die grundsätzliche Idee von DREAMCATCHER ist nicht schlecht. Das Setting in einem düsteren Club ist interessant und bietet viele Möglichkeiten. Allerdings merkt wohl jeder, der schon einmal in einem Club war, dass die Darstellung im Film nicht sonderlich realistisch ist. Die Musik ist nur auf der Tanzfläche zu hören, alle anderen Räume sind so still, dass man die Gespräche von den Statist*innen hört. Diese Tatsache zerstört direkt einiges an Atmosphäre, die DREAMCATCHER wirklich dringend benötigt hätte.

Dreamcatcher: Pierce und der DJ

Der Trailer zu DREAMCATCHER sieht nach einem Slasher mit recht ansehnlichem Bodycount aus. Der Film entpuppt sich dann allerdings eher als eine Art Mystery-Thriller mit absurden Dialogen. Leider wird der Mystery-Anteil dermaßen nebensächlich eingeführt, dass man ihn schnell wieder vergisst und erst am Ende wieder davon überrascht wird. Es gibt ein paar Kills, die lassen sich allerdings an einer Hand zählen und sind auch nicht besonders spektakulär.
Die Dialoge sind leider wirklich schlecht und größtenteils langweilig. Ab und zu wird versucht durch das Reden über psychische Krankheiten Tiefe aufzubauen, was nicht klappt und extrem von Unkenntnis gezeichnet ist. Dazu kommt noch, dass ein paar Dinge in der deutschen Synchronisation einfach wortwörtlich übersetzt scheinen – da wird die Bitch mal eben zur Hündin und „straight“ im Sinne von sexueller Orientierung zu „gerade“.

Die Charaktere sind unteres Mittelmaß. Manche sind nervig, andere sind einer einfach egal. Jedenfalls laden sie nicht dazu ein, dass man mit ihnen mitfiebert oder irgendeine Art von Beziehung aufbaut. Aber so ist es immerhin nicht besonders dramatisch, wenn jemand umgebracht wird.
Recht solide ist allerdings der visuelle Aspekt des Films. Trotz der zum große Teil dunklen Umgebung, kann man immer alles erkennen und dank einer Menge Glowsticks in allen Variationen gibt es ein paar schöne Einstellungen.

Dreamcatcher: Ivy in Gefahr

Ist DREAMCATCHER denn zumindest spannend? Kurze Antwort: Nein. Die Handlung plätschert eine ganze Weile mitsamt dämlicher Dialoge vor sich bin, bis etwas passiert und danach plätschert sie unbehelligt weiter. Ganz zum Ende hin wird es etwas spannend, aber bei einem Film mit einer Laufzeit von 108 Minuten ist das zu wenig.

Leider helfen Underground-Club und Maske nicht DREAMCATCHER zu einem guten Film zu machen. Es passiert zu wenig und der Mystery-Anteil wird zu wenig ausgebaut. Da die Handlung durch einen Drogentrip in Gang kommt, bleibt zumindest die Moral, dass man keine unbekannten Drogen von Fremden konsumieren sollte.

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