Review: FIRST KILL (2022) (Serie)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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7.3/10 (6)

Darsteller: Sarah Catherine Hook, Imani Lewis, Elizabeth Mitchell, Aubin Wise, Gracie Dzienny,
Regie: Eriq La Salle, Amanda Tapping, Jet Wilkinson, Salim Akil, John T. Kretchmer
Drehbuch: V.E. Schwab, Bryce Ahart, Stephanie McFarlane, Italome Ohikhuare, Joy Blake
Länge: ca. 392 min.
Land:
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Veröffentlichung: 10. Juni 2022
Verleih/ Vertrieb: Netflix

Teenager-Vampir-Geschichten gibt es zuhauf, auch die erfolgreiche Autorin Victoria Elizabeth Schwab hat ein  Faible für Blutsauger und schrieb einige Geschichten über jene. Auf eines ihrer Bücher basiert auch die kürzlich erschienene Serie FIRST KILL.

Story

Die Teenager-Vampirin Juliette muss ihren ersten Mord begehen, um in dem Matriarchat ihrer Familie aufzusteigen. Aber Juliettes Lust auf all die Dinge, die Vampire tun, ist nahezu nicht vorhanden.
Hinzu komm die erste Liebe, der erste Kuss und das Verderben, welches beides mit sich bringt.

Juliettes Durst nach Blut wird stärker, dies ist das untrügliche Zeichen dafür, dass sie bereit ist, Menschen zu beißen und sich von ihnen zu ernähren. Bislang bestanden die Speisen der jungen Vampirin aus Pillen, gefüllt mit Blut. Der Gedanke daran, einem Menschen weh zu tun oder gar zu töten, gefällt ihr nicht.

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Aber die Zeit ist reif und zeitgleich tritt auch noch Calliope, genannt Cal, in ihr Leben. Die Neue ist seit ein paar Wochen an der Schule und Juliette muss all ihren Mut zusammennehmen, um Cal anzusprechen. Wie sich herausstellt, ist Cal ebenso angetan von der Vampirin. Der Haken folgt allerdings auf dem Fuße und wird dafür sorgen, dass die Liebenden bald alles was sie kennen und lieben in Frage stellen müssen, bis aufs Blut und darüber hinaus. 

Frauen an die Macht

Die Familie von Juliette in FIRST KILL lebt in einem Matriarchat, dieser Gesellschaftstyp bezeichnet die soziale und rechtliche Beziehung über die Abstammung der mütterlichen Linie. Es sind also die Frauen, die Macht haben. Gut gut… das haben wir verstanden, auch wenn uns dies FIRST KILL ständig neu erklärt, könnten wir gar nicht erst in Versuchung kommen, diesen Umstand zu vergessen, denn Frauen werden hier nahezu glorifiziert.

Es ist gut und wichtig, dass Gleichberechtigung einen Stellenwert hat, FIRST KILL übertreibt hier aber maßlos, Männer werden quasi nicht gehört oder als das schwache Geschlecht dargestellt. Ebenfalls ist die Weltoffenheit eine gute Sache, aber auch in diesem Punkt wirkt die Serie, als wolle sie zu aggressiv und unbedingt offen für Alles sein. Juliette mag Frauen, Cal mag Frauen, beiden finden zusammen. Juliettes bester Freund Ben mag Männer, findet seinen Liebsten, dieser allerdings ist mit einer Frau zusammen. Dies alles ist absolut ok, gehört aber eher in ein gutes Drama. Die Serie verliert durch all die kleinen Liebesgeschichten an Atmosphäre und sorgt dafür, dass es zu keiner Zeit schaurig wird. Zudem verweist FIRST KILL permanent auf die Tragödie von Romeo & Julia, worauf wohl auch Juliettes Name zurückzuführen ist.

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First Kill – nichts Neues

Innovativ ist FIRST KILL nicht. Nahezu jede andere Serie, die jugendliche Vampire enthält, oder das Thema hat, ist hier vertreten. Enge Verwandte sind BUFFY-IM BANN DER DÄMONEN, VAMPIRE DIARIES oder SUPERNATURAL. Schade ist, dass alle anderen genannten Serien einen höheren Unterhaltungswert besitzen, als FIRST KILL. Einen Spannungsbogen gibt es ebenfalls nicht, einzig das Drama und Juliette und Cal halten die Serie am leben. Natürlich gibt es weitere Charaktere, zum Beispiel Elinor, die fiese große Schwester. Ebenso den verstoßenen Bruder Olliver, und Juliettes Eltern, von denen nur einer ein geborener Vampir ist. All diese Figuren bieten viele Möglichkeiten, Storys und spannende Vergangenheiten. Nichts davon wird genutzt, zumindest nicht in dieser ersten Staffel. Ob eine weitere Staffel kommen wird, ist wie so oft noch ungewiss, bisher wurde aber keine Fortsetzung von Netflix bestellt.

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Monster, Vampire und mieses Martial Arts.

Wenn die Story und so viele andere Dinge nicht passen, wird doch wenigstens die Aufmachung der Monster gelungen sein, richtig? Falsch. Vampirzähne sind keine große Sache, daran sollte man nichts messen. Anders sieht es bei Werwölfen oder Zombies aus. Fast jede Art von Monstern wurde am Computer erstellt, die wenigen die es nicht sind, sehen aus als würden sie Trick or Treat spielen wollen. Leuchtend grüne Augen sind ebenfalls ein Relikt aus guten alten Monsterserien, heute jedoch nicht mehr schaurig und schon gar nicht gefährlichen Aussehens. Die Kämpfe sind kaum eine Erwähnung wert, stolpern mit geballten Fäusten wäre der passende Begriff.

FIRST KILL biete eine Geschichte über eine junge Vampirin, die wenig Lust auf ihr mörderisches Dasein hat. Viele Punkte, die für Spannung gesorgt hätten, hat man im wahrsten Sinne ausbluten lassen. Möglich, dass man Einzelschicksale für eine Folgestaffel zurückhalten wollte, nur macht dies eben nur Sinn, wenn die erste Staffel ausreichend hungrig macht. Leider verhungern Horrorfans an FIRST KILL. Jüngere Generationen, oder Leute, die ins Genre einsteigen, könnten dennoch gefallen an FIRST KILL finden.

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