Review: FLASHBACK (2020)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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8/10 (1)

Darsteller: Dylan O'Brien, Hannah Gross, Maika Monroe, Emory Cohen, Keir Gilchrist
Regie: Christopher MacBride
Drehbuch: Christopher MacBride
Länge: 93 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 27. August 2021 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: Capelight
FSK: ab 16

Hand aufs Herz, wer hat nicht mal Substanzen probiert und es hinterher bereut?
Bei den meisten liegen diese Momente in der Jugend begraben und hinterließen keine bleibenden Schäden. Oder es geht euch wie Hauptfigur Fred, der sich nur durch eine Reihe kurzer Flashbacks daran erinnert fühlt, dass in seinen Teen-Tagen ein Abend mit Drogen aus dem Ruder lief.flashback rezension

Story:
Freds High School-Jahre liegen schon eine Weile zurück. Nun geht er auf die 30 zu und lebt das, was die meisten als „erwachsenes Leben“ bezeichnen würden. Ein Bürojob, eine Freundin, mit der er zusammenlebt und leider auch eine demente Mutter im Pflegeheim.
Doch nach einer Begegnung mit einem seltsamen Mann, fühlt er sich an eine Freundin aus Jugendtagen erinnert, an die er jahrelang keine Erinnerung mehr hatte.
Als er Nachforschungen anstellt, werden die Puzzlefragmente seiner Erinnerungen nicht nur mehr, er erfährt auch von einem Abend, an dem Fred und seine Freunde eine Droge namens Mercury probierten.

flashback 2020

Natürlich existieren zahlreiche Drogenfilme, aber FLASHBACK hat wenig mit Werken wie FEAR AND LOEATHING IN LAS VEGAS oder TRAINSPOTTING zu tun, sondern lässt sich am ehesten mit dem unlängst erschienenen SYNCHRONIC vergleichen. Genauer gesagt, wäre FLASHBACK aufgrund seines psychedelischen Charakters sogar der Film gewesen, den man eher den SYNCHRONIC-Machern Moorhead/Benson zugetraut hätte.

Macht es Sinn in der Vergangenheit zu wühlen?

Denn FLASHBACK ist ein Mindfuck, den man nüchtern genießen sollte, um am Ball zu bleiben.
Nicht nur springt der Film über längere Szenen immer wieder zwischen Freds Teen- und Erwachsenenalter, was sich aber aufgrund seines unterschiedlichen Äußeren gut einordnen lässt, durch enorm kurze Sequenzen, die in hohem Tempo aneinandergereiht werden, setzt sich auch allmählich ein Puzzle zusammen.

Manchmal kann es aber auch ganz simpel sein, dann zum Beispiel, wenn der junge Fred eine wichtige Klausur schreiben und der erwachsene Fred eine Präsentation halten soll (beide sind schlecht vorbereitet) und die Parallelen ausdrücken, dass jede Lebensphase ihre Tücken hat.flashback kritik

FLASHBACK ist die Droge, die du nie probiert hast

Es ist schwer FLASHBACK zu packen, denn immer wenn man denkt, man habe den Film durchschaut, entwischt er wieder.
Er hat seine verträumten Phasen, hat seine dreckigen, dunklen Momente und erinnert thematisch sogar stellenweise an MATRIX. Am Ende bleibt eine eigenwillige Atmosphäre, die durch einen wunderbaren Score unterstrichen wird. Das wiederum erinnert an den ebenfalls kanadischen COME TRUE.

Allerdings wirkt die Handlung zum Ende hin so, als hätten die Macher noch keine Lust gehabt, zum Schluss zu kommen, weswegen das Ergebnis ein paar Minuten zu lange ausfällt.

FLASHBACK hieß ursprünglich THE EDUCATION OF FREDRICK FITZELL und auch wenn dieser Titel sperrig klingt, wird er einem schrägen Film wie diesem gerechter, als ein recht austauschbarer wie eben FLASHBACK. Das Wort trifft zwar den Inhalt, wurde in der Filmgeschichte aber auch oft genutzt.

Trotzdem, wer sich mit dem Thema Zeitsprünge und Co. anfreunden kann und sich gerne die Gehirndrähte verbiegen lässt, ist hier richtig.

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