Review: VICIOUS – NACHT DER GEWALT (2020)

For-the-Sake-of-Vicious Review
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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4.5/10 (2)

Darsteller: Lora Burke, Nick Smyth, Dorian Allen
Regie: Gabriel Carrer, Reese Eveneshen
Drehbuch: Gabriel Carrer, Reese Eveneshen
Land:
Genre: , , ,
Veröffentlichung: 02. Dezember 2021 (VOD)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
Sonstiges: Hard:Line - Festival
FSK: ab 18

Als wir VICIOUS letztes Jahr sahen, hieß er noch FOR THE SAKE OF VICIOUS und lief ungeschnitten auf dem Hard:Line Festival, die Namensänderung konnten wir zwar nicht prognostizieren, sehr wohl aber Bedenken der Jugendschützer.
Dementsprechend werden auch 18jährige nur eine geschnittene Fassung zu sehen kriegen, was doppelt schade ist, denn es gibt nichts schönzureden: der ungeschnittene Film (auf dem das Review basiert) lebt von Gewalt.

Story:
Als Krankenschwester Romina nach Hause kommt, staunt sie nicht schlecht, als ein fremder, blutender ohnmächtiger Mann in ihrem Haus liegt. Dass dessen Entführer gleich mit auf der Bildfläche erscheint, lässt den Schreck in nackte Angst umschlagen. Doch der will ihr nichts tun, sondern bittet Romina um Hilfe den Verletzten zu versorgen.
Wie sich herausstellt, beschuldigt der Eindringling namens Chris den Verletzten einer schrecklichen Tat. Außerdem kennen sich die drei Beteiligten, doch das verkommt zur Nebensache, als noch brutalere Männer ins Haus eindringen und sich die drei verteidigen müssen.For-the-Sake-of-Vicious rezension

Gegner, die gegen den gemeinsamen Feind, der mit höchster Gewalt ins Gebäude eindringt möchte, gemeinsame Sache machen müssen? Das klingt doch etwas nach John Carpenters ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT. Der wurde wie FOR THE SAKE OF VICIOUS ebenfalls mit wenig Geld umgesetzt, was man letzterem auch ansieht. Bild, Kamera, Licht wirken weniger professionell bzw. teuer als bei manch anderen Home Invasion – Film.

Helme schützen (nicht immer)

Die Art und Weise, wie die ungewöhnliche Konstellation an Menschen zunächst gegeneinander und dann miteinander antritt, drängt sich ebenfalls nicht gerade auf und vielleicht hätte auch einer der Nachbarn mal hinhören können. Wenn aber nicht mal die Einbrecherkumpane hören, wenn in dem Häuschen zwei Türen weiter ein harter Kampf stattfindet, bei dem das Mobiliar (und nicht nur das) zerbricht, wäre das wohl zu viel verlangt.
For the Sake of Vicious
Bevor es aber dazu kommt, will Chris erst mal ein Geständnis hören und er foltert sein Opfer. Dafür sind keine übertriebenen Tools nötig, ein einfacher Hammer verursacht genug Schaden.
Der kommt auch später noch einige Male zum Einsatz und steht dafür sinnbildlich für die Rohheit, mit der FOR THE SAKE OF VICIOUS vorgeht. Fürs Foltern braucht es kein Maschinenbaustudium a la Jigsaw, es soll weh tun.

VICIOUS ist einfach, aber effektiv

Auch die Kämpfe, bei der niemand ohne gebrochene Knochen und/oder tiefe Stichwunden aus dem Rennen geht (sofern er überhaupt überlebt), sind simpel gehalten. Es gibt aufs Maul und zwar mit allem, was ein durchschnittlicher Haushalt zu bieten hat (+einem großkalibrigen Revolver).
Zwar erkennt man auch hier eine gewisse Budget-Not, aber der Film macht nicht den Fehler sich in Albernheiten zu verlieren. Wenn sich der Effekt On-Screen nicht anständig zeigen lässt, präsentiert man ihn eben Off-Screen und kehrt 2 Sekunden später zurück. Verloren geht dadurch nichts und vor allem strahlt der Streifen keine Selbstverliebtheit der Splatter-Experten aus. Blut spritzt zu genüge, aber eben filmdienlich.
Übrigens belegt der Film, dass Motorradhelme nicht immer schützen.for-the-sake-of-vicious kritik

Offen gesagt gibt es gute Gründe FOR THE SAKE OF VICIOUS nicht zu mögen, man hat aber stets den Eindruck, dass er das beste aus den finanziellen Möglichkeiten macht, handfestes Gerangel bietet und zudem das Gesamtpaket liefert, das er sein will. Dass er zudem zu den besten Aufs-Maul-Movies des Jahres zu rechnen ist, lässt über einige Unebenheiten hinwegsehen.

Fazit: Für die Harten.

 

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