Review: GRACE: BESESSEN (2014)

Grace: Besessen - Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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5/10 (1)

Darsteller: u.a. Alexia Fast, Lin Shaye, Alan Dale, Joel David Moore
Regie: Jeff Chan
Drehbuch: Jeff Chan, Chris Pare, Peter Huang
Länge: 87 Minuten
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 27.11.2014 Heimkino
Verleih/ Vertrieb: Sony Pictures
FSK: ab 16

GRACE: BESESSEN ist ein nordamerikanischer Film aus dem Jahr 2014. Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es um Grace, die sich mit übernatürlichen und beängstigenden Vorkommnissen auseinandersetzen muss.
Der Film wurde Jeff Chan gedreht, der vorher und nachher nicht bei vielen Projekten Regie geführt hat. Mit dabei im Cast sind ein paar bekannte Gesichter aus dem Genre: Lin Shaye (INSIDIOUS, THE GRUDGE) und Joel David Moore (HATCHET). Alan Dale dürfte ebenfalls einigen bekannt vorkommen, da er bereits seit 1978 regelmäßig in Filmen und Serien auftaucht.
GRACE: BESESSEN wurde hierzulande am 27.11.2014 direkt für das Heimkino veröffentlicht und läuft jetzt seit dem 1. August bei Netflix.

Grace: Besessen - Grace im Spiegel

Inhalt von GRACE: BESESSEN

Die 18-jährige Grace ist frisch auf dem College angekommen. Sie ist bei ihrer strengen und äußerst religiösen Großmutter aufgewachsen, da ihre Mutter bei der Geburt gestorben ist. Nach kurzer Zeit bemerkt Grace Veränderungen an sich und nach einer wilden Partynacht holt ihre Großmutter sie wieder Nachhause. Dort geht der Schrecken allerdings erst richtig los.

Resümee zu GRACE: BESESSEN

GRACE: BESESSEN ist ein typischer Film über Besessenheit. Eine unschuldige, schüchterne junge Frau erlebt plötzlich unerklärliche Dinge, die sich immer verschlimmern und plötzlich muss ein Exorzismus vorgenommen werden. Hinzu kommt eine schwierige Vergangenheit durch den Tod der Mutter und einer Großmutter, die ihre Gewalt an Grace durch Gott versucht zu rechtfertigen. Und natürlich geht das Ganze los, wenn Grace gerade versucht sich von ihrem grausigen Zuhause zu lösen. Nichts Neues soweit, aber ganz okay umgesetzt. Man erfährt nach und nach mehr über die Hintergründe und kann so das Geschehen besser einordnen. Allerdings wird auch ein Klischee nach dem nächsten aufgefahren, wie beispielsweise das der überreligiösen und strengen Großmutter oder dem wilden Treiben am College.

Der Film von Jeff Chan ist vorwiegend aus der Ego-Perspektive gedreht. Nur am Anfang und am Ende sehen wir das Geschehen nicht durch die Augen von Grace. Das ist zu Beginn recht amüsant, wird aber schnell eintönig und nervig. Das Filmen aus Ego-Perspektive sollte für kurze Einschübe genutzt werden, nicht für einen kompletten Spielfilm, da sich der Effekt sehr schnell abnutzt. Grace sieht man dementsprechend selten und hauptsächlich in Spiegeln. Das führt dazu, dass man sich nicht sonderlich gut mit ihr identifizieren kann – was womöglich mit Grund für diese Perspektive gewesen sein mag.

Grace: Besessen - Priesterliche Intervention

GRACE: BESESSEN hat ein Problem mit der Spannung. Diese wird immer mal wieder aufgebaut, flaut aber genauso schnell wieder ab. Es gibt mehrere langwierige Szenen in denen recht belanglose Gespräche geführt werden. Dazu kommt, dass die Handlung recht vorhersehbar ist. Bereits zu Beginn des Filmes wird klar, dass die Mutter von Grace später noch eine größere Rolle spielen wird und worauf es hinauslaufen wird.
Die zunehmende Verzweiflung von Grace kommt gut rüber. Nach und nach beginnt sie an ihrem Verstand zu zweifeln und die vermehrten Halluzinationen tun ihr übriges.

Handwerklich ist der Streifen okay umgesetzt, sofern man von der Ego-Perspektive absieht. Die Kameraführung wird nach einiger Zeit leider anstrengend.
Schauspielerisch ist GRACE: BESESSEN ebenfalls größtenteils in Ordnung. Lin Shaye hatte definitiv schon bessere Rollen und von Alexia Fast sieht man dank des Stils recht wenig. Die Stimme von Fast wirkt manchmal allerdings verstellt, als versuche sie wie ein kleines Mädchen zu sprechen. Das mag Geschmacksache sein.

Alles in allem ist GRACE: BESESSEN ein sehr mittelmäßiger Film, der eher Richtung schlecht tendiert. Die Handlung gab es so ähnlich schon häufig und der Rest kann auch nicht überzeugen.

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