Review: GROWL (2019)

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Redaktion: 5.5

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Darsteller: Paula del Río, Miguel Ángel Jenner, Jordi Aguilar
Regie: José Luis Montesinos
Drehbuch: Yako Blesa, José Luis Montesinos
Länge: 84 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 07. Mai 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Pierrot Le Fou
FSK: ab 16

Ein Hund wird von einer Fledermaus gebissen, infiziert sich dadurch mit Tollwut und wendet sich gegen seine Besitzer und andere Menschen.
Die Story mag der ein oder andere schon mal gehört haben und nun einen Bernhardiner namens Cujo vor Augen haben. Falsch gedacht, denn GROWL wandelt auf ähnlichen Pfoten.

growl hund
Elena ist nach einem Autounfall nicht nur an den Rollstuhl gefesselt, sondern hat sich auch von ihrem Vater entfremdet. Zumindest letzteres soll sich durch einen Urlaub in einem großen Haus auf dem Land wieder ändern.
Mit dabei ist Elenas Frettchen und der belgische Schäferhund Athos, ein ausgebildeter und sehr kluger Assistenthund, der beispielsweise Türen für die Querschnittsgelähmte öffnen kann.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Elenas Vater erleidet einen Herzinfarkt und Athos wird von einer tollwütigen Fledermaus gebissen.

GROWL erinnert nicht nur ein wenig an CUJO

Wer den Eindruck hat, dass das recht konstruiert wirkt, ja das stimmt.
Hier kommen in kürzester Zeit einige Zufälle zusammen, die zur Katastrophe führen. Andererseits führt auch im echten Leben oft eine Kombination aus Zufällen ins Unglück.
Nimmt man diese Umstände also als gegeben hin, bleibt eine Rollstuhlfahrerin, die quasi nur eine Hand und ihren Kopf bewegen kann, ein Frettchen und ein kluger, gefährlicher Hund.

Wer CUJO kennt,  erinnert sich vermutlich vor allem an Mutter und Sohn im Auto. Doch das macht nur einen relativ kleinen Anteil des Films aus. Davor wird recht lange auf das gewöhnliche Leben der Figuren eingegangen und auch GROWL benötigt eine Rahmengeschichte, um die Zeit zu füllen.growl kritik

Darin wird erklärt, wie es zu Elenas Behinderung kam und dass ihre Zwillingsschwester Vera beim gleichen Unfall ums Leben kam. Die erscheint Elena immer wieder als Geist / Vision, was an ein weiteres Stephen King – Kammerspiel, nämlich DAS SPIEL, erinnert.
Interessanterweise scheint Vera zwar alles andere als gut auf ihre Schwester zu sprechen, trägt aber trotzdem schier nebenher dazu bei, manch brenzlige Situation zu entschärfen.
Als Zuschauer kann man zwar die Nöte der Hauptfigur verstehen, was für eine gewisse Bindung sorgt, da sie eine elende Heulsuse ist, nervt sie zuweilen aber auch.

Von Herzinfarkten, Rollstühlen und Frettchen

Athos hat zwar nicht die Größe und das Gewicht eines Cujo, trotzdem ist der Hund der körperlich eingeschränkten Protagonistin überlegen.
Die ist aber auch nicht auf den Kopf gefallen und weiß sich zu helfen.
Wir verraten hier mal nur so viel: am Ende kommt keiner unbeschadet aus der Sache.growl rezension

So sehr die Situation  auch am Reißbrett entworfen worden sein mag, GROWL hat immer wieder spannende Momente und ein solch ungleicher Kampf ist ja auch nicht an der Tagesordnung.
Es gibt aber auch Sequenzen, da wirkt der Film so uninteressant wie das kahle Haus in dem er spielt.
Absurd wird das Ganze in einer Szene (SPOILER) in der das Frettchen sich ebenfalls mit Tollwut infiziert und dann auch noch Elena angreift. SPOILERENDE

Fazit:
Alle 40 Jahre kann man mal einen Film wie CUJO oder eben GROWL veröffentlichen. Ein Highlight ist GROWL aber nicht geworden.

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