Review: HUNTER HUNTER (2020)

hunter hunter 2020
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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5/10 (1)

Darsteller: Camille Sullivan, Devon Sawa, Nick Stahl, Summer H. Howell
Regie: Shawn Linden
Drehbuch: Shawn Linden
Länge: 93 min
Land: ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 28. April 2022 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Koch Media
FSK: ab 18

Tief in den Wäldern lebt eine Trapperfamilie ein weitestgehend isoliertes, einfaches Leben ohne Wohlstand.  Man lebt bescheiden von den gejagten Fellen, doch als ein Wolf in das Jagdrevier eindringt, steigt die Sorge.
Vater Joseph zieht los, um das gefährliche Tier zu jagen und lässt dabei Frau und Kind für eine Weile zurück. Doch er entdeckt dabei etwas viel Schlimmeres, das kein Wolf hätte anrichten können.

Der erste und der letzte Eindruck zählen. Das gilt für Menschen, das lässt sich aber auch auf Filme übertragen.
THE PERFECTION war ein solches Werk, das ansprechend loslegte und am Ende die Szene mit den beiden Damen mit Handicap am Cello enthielt und dadurch vergessen machte, dass vieles dazwischen hanebüchener Unfug ist und der Film offenbar alleine für diese finale Einstellung konzipiert wurde.
Mit HUNTER HUNTER verhält es sich ähnlich.

hunter hunter review

Eine Szene…und der Rest hängt dran

Der Titel HUNTER HUNTER lässt Interpretationen zu. Geht es um einen Jäger, der gejagt wird? Und wenn ja, wer ist der Jäger im Film?
Das ist auch anfangs der Geschichte nicht ganz klar, es wundert aber, wie sehr sich eine naturerfahrene, bewaffnete Familie vor einem einzelnen Wolf fürchtet. Dies sind nicht Grimms Märchen, sondern wirkt ansonsten recht glaubhaft.

Zumindest bis zu dem Moment, in dem man den Wolf zu Gesicht bekommt.
In dem Moment werden zwei Dinge klar:
1. Das als gefährlicher Räuber angepriesene Tier ist nicht sonderlich gefährlich und lässt sich leicht verjagen
2. Das offensichtliche CGIs verpasst dem Film einen Dämpfer.
Man hätte sich sogar Wolf und schwache Technik sparen können, denn für den weiteren Verlauf ist nichts davon relevant.hunter hunter rezension

Während das Setting inmitten des Waldes sich von vornherein für einen Thriller anbietet, die verstörende Entdeckung gelungen ist und die Schauspieler ihre Sache anständig machen, hat HUNTER HUNTER einige Problemchen in der Erzählweise.
Nicht nur, lässt er sich wie schon erwähnt Zeit um auf den Punkt zu kommen. Er switcht auch seine Hauptfigur. Anfangs steht Vater Joseph im Verdacht der wichtigste Charakter zu sein, aber ähnlich wie der Wolf verliert er rasch an Bedeutung. Dann ist da noch der Kleinstadtsheriff, der kurz den gleichen Eindruck erweckt und zuletzt sind da noch Mutter und Tochter, denen die Geschichte irgendwann immer mehr Aufmerksamkeit widmet.hunter hunter kritik

HUNTER HUNTER…wer jagt wen?

Wie kommt das?
Mit Summer H. Howell (CURSE OF CHUCKY),  Nick Stahl (SIN CITY) und Devon Sava (FINAL DESTINATION) sind zwar einige Horroveteranen dabei, aber Regisseur und Autor Shawn Linden kann in seiner bisherigen Karriere keine großen Erfolge vorweisen. Zumindest an der Autorenfront hätte sich Linden Hilfe holen sollen, auch um in der ersten Filmhälfte mehr Spannung auszubauen.
Ein Ass hat er aber im Ärmel und das ist das Finale, das sicher bei vielen Zuschauern ein Wow hervorruft. Darüber lässt sich manch andere narrative Schwäche sicher vergessen, zumal man sagen muss, dass die Wendungen und Entwicklungen zwar fragwürdig, aber weniger idiotisch wie in THE PERFECTION ausfallen.

Fazit:
HUNTER HUNTER ist nicht schrecklich, aber wenn man einen Film um eine einzelne Szene herum aufbaut, sollte man das Rahmenprogramm trotzdem schlüssig und ansprechend halten.

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