Review: ICH BIN ALLE (2021)

Ich bin Alle: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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5.5/10 (2)

Darsteller: u.a. Erica Wessels, Masasa Mbangeni, Deon Lotz, Hlubi Mboya
Regie: Donovan Marsh
Drehbuch: Wayne Fitzjohn, Marcell Greeff, Emile Leuvennink, Jarrod de Jong
Länge: 107 Minuten
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 14.05.2021
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

 

Einer der Vorteile von Netflix ist, dass man die Möglichkeit hat Filme und Serien aus den verschiedensten Ländern zu sehen. Unter anderem haben wir euch Werke aus Südkorea, Japan, Indien, Ägypten oder der Türkei vorgestellt und mit ICH BIN ALLE kommt jetzt Südafrika dazu.
ICH BIN ALLE ist ein Thriller mit Drama und Krimi-Elementen, der das bedrückende Thema des Menschenhandels in den Fokus stellt.

Ich bin Alle: Jodie Snyman

Inhalt von ICH BIN ALLE

Die Polizistin Jodie Snyman versucht mit ihrer Sondereinheit Menschenhandel, insbesondere von jungen Mädchen, zu unterbinden. Die Ergebnisse sind oft frustrierend und nagen an der Seele von Jodie. Plötzlich taucht eine Leiche auf, die anscheinend mit einem weit zurückliegenden Fall von vermissten Mädchen zusammenhängt. Jodie versucht die Zusammenhänge zu ermitteln.

Resümee zu ICH BIN ALLE

Die Geschichte von ICH BIN ALLE basiert lose auf dem Fall von Gert van Rooyen, der in den Jahren 1988 und 1989 mutmaßlich mindestens sechs Mädchen entführt, ihnen sexualisierte Gewalt angetan und sie ermordet hat. Die Mädchen wurden nie gefunden. Van Rooyen hat vor einer bevorstehenden Verhaftung seine Komplizin und sich selbst getötet.
Da es sich um keine direkte Verfilmung des Falles handelt, wurden Namen geändert und auch die Handlung angepasst.

Die Handlung des Films von Regisseur Donovan Marsh ist an sich vielversprechend. Das Thema des Menschenhandels ist wichtig, bietet aber auch die Möglichkeit eine spannende Geschichte zu erzählen, wie es beispielsweise A BEAUTIFUL DAY macht. Das Problem von ICH BIN ALLE ist, dass er leider etwas zu vorhersehbar ist. Wer am Anfang ein bisschen aufpasst, weiß schnell wer die Männer umbringt und auch das Motiv dahinter wird rasch offenbart. Hier hält sich der Spannungsfaktor in Grenzen. Und auch der dazugehörige Plottwist ist eigentlich kein Twist, da er vorhersehbar ist.
Etwas mehr Spannung bietet die Handlung zur Ermittlung gegen die Drahtzieher*innen des Menschenhandel-Ringes. Aber auch hier ist die Handlung recht vorhersehbar.

Ich bin Alle: Mädchen im Container

Die Charaktere in ICH BIN ALLE sind nicht sonderlich ausgefeilt. Interessant ist jedoch, dass die Protagonistin nicht die toughe Polizistin ist, sondern immer wieder gezeigt wird, wie sie an ihrer Aufgabe mehr und mehr zerbricht. Bei dem Thema ist das kein Wunder, immerhin geht es hier um junge Mädchen, denen Schreckliches widerfährt.
Die Thematik des Menschenhandels wird überzeugend rübergebracht. Es ist grausig mit anzusehen, wie die Kinder an reiche Leute verschachert und einem schlimmen Schicksal ausgesetzt werden. Die generell düstere Atmosphäre des Films passt gut dazu.

Handwerklich ist ICH BIN ALLE in Ordnung. Ab und an wirken die Bilder zu farblos, worüber man aber hinwegsehen kann.
Die schauspielerischen Leistungen sind okay, aber nicht überragend. An einigen Stellen übertreibt Erica Wessels, die Darstellerin von Jodie Snyman, ein wenig mit der Mimik. Hier macht Masasa Mbangeni, die ihre Freundin Thamsanqa spielt, eindeutig den besseren Job.

ICH BIN ALLE ist ein unterhaltsamer Thriller, der eine wichtige Thematik in den Fokus rückt. Es hapert ein wenig mit der Spannung und die Handlung ist recht vorhersehbar. Trotzdem ist der südafrikanische Film mit seinen 107 Minuten Laufzeit keine Zeitverschwendung.
ICH BIN ALLE läuft auf Netflix.

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