Review: MASTER (2022)

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Redaktion: 5.5

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Darsteller: Regina Hall, Zoe Renee, Amber Gray
Regie: Mariama Diallo
Drehbuch: Mariama Diallo
Länge: 98 min.
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 18. März 2022
Verleih/ Vertrieb: Amazon Prime

Regina Hall kann man als bunten Vogel im Filmbusiness bezeichnen. Nicht weil sie außergewöhnlich aussieht, sondern weil Hall in so gut wie jedem Genre schon eine Rolle verkörpern konnte. Ihr liegen sowohl ernste Rollen, als auch Overacting. In MASTER mimt Regina Hall eine Schulleiterin, die ihre Uni von einer fremden Bedrohung retten muss.

Story

Drei Frauen versuchen, ihren Platz an einer Eliteuniversität im Nordosten des Landes zu finden, die so alt ist wie das Land selbst. Rassistische Angriffe auf Studenten sind keine Seltenheit, so müssen die Frauen herausfinden, ob das Böse, welches den Campus bedroht, von Menschenhand oder einem Fluch verursacht wird.

Die Neue

Jasmine ist eine junge Dame, die an die Eliteuni gekommen ist, um einen besonders guten Abschluss zu bekommen. Am Tag ihrer Ankunft wird sie freundlich empfangen und im selben Atemzug darauf hingewiesen, dass sie ein Zimmer beziehen wird, in dem sich im letzten Jahr ein Mädchen erhangen hat. Auch wenn Jasmine es sich nicht anmerken lässt, ist ihr nicht wohl bei dem Gedanken.

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Dieser Umstand sorgt dafür, dass sie erleichtert ist, als sie eine Zimmergenossin bekommt, mit der sie sich anfreunden kann. Auch die anderen Mädels, die eine eingeschworene Gruppe zu sein scheinen, akzeptieren Jasmine. Dennoch geht das Verhältnis der Mädchen nie tiefer oder wirkt tatsächlich ehrlich.

Jede der jungen Frauen nimmt sich aus der Freundschaft, was sie benötigt, ohne viel zurückgeben zu müssen. Verlogen könnte man sagen, toxisch in jedem Fall.

Jasmines Zimmerpartnerin hat schon lange ein Auge auf den Sunnyboy der Uni geworfen, dieser jedoch ist wenig an einer Beziehung zu ihr interessiert. Taylor ist viel mehr davon angetan die neue, also Jasmine, zu bezirzen. Dies kann natürlich nur schief gehen und das relativ gute Verhältnis der beiden Mädchen beginnt zu bröckeln.

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Direktorin Gail Bishop

Sie ist die zweite dunkelhäutige Lehrerin an der Uni, und nun die erste, die den Posten der Direktorin erlangt hat. Die Eliteuni hat sich auf die Fahne geschrieben, Rassismus und jede Art von Ausschluss andersdenkend und aussehender Menschen den Kampf anzusagen. Eine gute Sache, für die sich Gail mit Leib und Seele einsetzt. Neben Lehrerin Liv Beckman und Gail gibt es noch acht weitere Schüler, die anderer Nationalität sind.

Weit gekommen ist die Schule also noch nicht, mit ihrem Plan. Warum das so ist, wird uns gezeigt, wobei man es eher als ins Gesicht gedrückt benennen kann, denn Rassismus ist der Horror, der in MASTER permanent da ist. 

Über das Spiel von Regina hall, als Direktorin, kann man kein schlechtes Wort verlieren. Auch der Rest der Besetzung ist annehmbar. Die Atmosphäre wirkt schaurig zu Beginn und macht neugierig.

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Ein Sammelsurium

Die erste Hälfte von MASTER ist gelungen, die Story geht in eine Richtung, die gruselig wird. Und dann… ja, tatsächlich möchte man die Regisseurin fragen, was ihr durch den Kopf ging. Mariama Diallo zerstückelt Stück für Stück ihr eigenes Drehbuch. Das Thema Rassenhass in Horrorfilme einzubringen ist nicht neu (Jordan Peele lässt grüßen) und es ist richtig, darauf aufmerksam zu machen. Aber dies allein macht keinen Horrorfilm, und so bringt MASTER noch ein paar Themen ein, die für all das Böse verantwortlich sein könnten.

Leider, und das ist tatsächlich schade, überwirft sich die Handlung mit Anspielungen, und verpasst es so, einen Twist zu erschaffen, der nun als Nebengeschichte endet und absolut sein Ziel verfehlt. So verhält es sich mit allen mühsam aufgebauten Horrorelementen. 

MASTER

Hier kann man getrost sagen, dass MASTER über sein Ziel hinaus schießt. Sobald etwas Horror anklingt, wird er sogleich kaputt erzählt. Einzelne Szenen erinnern in ihrem Aufbau an THEM, HIS HOUSE oder GET OUT, kommen aber nicht in die Nähe der Qualität der genannten Filme/Serien. Es gibt ein Thema, welches über Allem prangt, die Horrorelemente haben keine Chance zu wirken, und damit auch der letzte Zuschauer versteht, was gemeint ist, übertrifft sich MASTER im Finale noch einmal. Zu viel, zu erzwungen, zu laut, zu nihilistisch.

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