Review: MEMORY – ÜBER DIE ENTSTEHUNG VON ALIEN

MEMORY_über die Entstehung von Alien review
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Redaktion: 6.5

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Darsteller: Bijan Aalam, Tim Boxell, Axelle Carolyn
Regie: Alexandre O. Philippe
Drehbuch: Alexandre O. Philippe
Länge: 95 min
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 03. September 2021 (VOD); 12. November 2021 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: Atlas Film

Können wir uns darauf verständigen, dass ALIEN einer der wichtigsten Horrorfilme überhaupt ist?
Ein Film, dem nicht nur eine Reihe von Sequels, Prequels, Computerspiele, Bücher und Merchandise folgten, sondern einer, bei dem wie immer bei Ausnahmewerken auch nach mehr als 40 Jahren die Frage im Raum steht, wie das damals war, woher der Film seine Ideen nahm und wie er umgesetzt wurde.

Konkret ist MEMORY – ÜBER DIE ENTSTEHUNG VON ALIEN eine Mischung aus klassischem Making Of / Behind The Scenes, beleuchtet mit entsprechendem Abstand die Zeit, in der ALIEN entstand, geht aber auch der Frage nach, welche Filme einen Einfluss gaben und greift womöglich enthaltene Metaphern auf.MEMORY_über die Entstehung von Alien rezension

Für den einen sind diese Auseinandersetzungen entmystifizierend, für die anderen (und die spricht MEMORY – ÜBER DIE ENTSTEHUNG VON ALIEN an) wertvolle Zeitdokumente aus einer Ära in der nicht jeder zwei Kameras am Leib trug.

Von den Anfängen einer Idee…und davor

Zunächst sorgt die Doku aber für Verwirrung. Dass sie mit einer Spielszene beginnt, die an die Antike erinnert, dann aber eine Brücke in eine futuristische Location findet, wo drei Frauen, die wie die Erinnyen der griechischen Mythologie wirken, auf Menschenblut aus sind, ist alles andere als selbsterklärend.memory über die entstehung von alien kritik

Dann wird’s aber geerdeter und es folgt eine ausführliche Vorstellung von Autor Dan O’Bannon. Dass dieser seit seiner Kindheit Sci-Fi liebte und eine unbändige Angst vor Insekten hatte, ist zwar angesichts seines Drehbuchs nicht überraschend, aber allemal interessant und mit Dans literarischer und cineastischer Sozialisation werden auch gleich diverse Werke erwähnt, ohne die ALIEN vielleicht anders ausgesehen hätte.

Dabei werden nicht nur Vergleiche zu Lovecraft wach, sondern auch der Werdegang einer Idee, zum Skriptentwurf, zum Film dargestellt.
Natürlich ist das aufschlussreich, aber öfters auch sprunghaft. Zwischen klaren Fakten, völlig plausiblen Erklärungen und mitunter gewagten Thesen wird munter hin- und hergewechselt. Als Zuschauer möchte man hier und da darum bitten, doch mal bei einem Thema zu bleiben.memory über die entstehung von alien skerritt

Beteiligte kommen zu Wort

Außerdem fällt auf, dass gewisse Themen ausführlich behandelt werden, andere kaum Erwähnung finden, Dan O’Bannon räumt man relativ viel Platz ein, anderen wichtige Figuren in und um ALIEN herum, deutlich weniger.
Als Schlüsselszene geht man primär auf die berühmte Chestburster Scene ein. Die ist ohne Zweifel bedeutsam, ist aber bei weitem nicht die einzige wichtige Sequenz, über die zu sprechen lohnt. Aber natürlich lebt ein Film von seinem Bildmaterial und wir können nicht beurteilen, inwieweit noch weitere Behind The Scene – Aufnahmen vorlagen.

Andererseits liefert MEMORY – ÜBER DIE ENTSTEHUNG VON ALIEN dadurch eben nur Fragmente zur Entstehung und ist mehr Ergänzung zu anderen Filmen zum Thema und nicht das neue Standardwerk.
ALIEN-Fans sollten sich dadurch nicht abbringen lassen, die Doku zu sehen, denn die ein oder andere Anekdote oder ein paar Fakten werden auch hartgesottene Anhänger aufsammeln können.

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