Review: MERCY BLACK (2019)

mercy black
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Redaktion: 5.0

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Darsteller: Daniella Pineda, Austin Amelio, Elle LaMont, Lee Eddy, Miles Emmons
Regie: Owen Egerton
Drehbuch: Owen Egerton
Länge: 88 min.
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 28.12. 2020 Blu-ray/DVD
Verleih/ Vertrieb: Lighthouse
FSK: ab 16

Imaginäre Freunde sind ein gutes und auch schauriges Element in Horrorfilmen. Meist sind sie nur für Kinder sichtbar oder man muss hingebungsvoll an die unsichtbaren Gefährten glauben. In MERCY BLACK wurde eine dieser Schreckgestalten bei Amazon Prime zum Leben erweckt.

Story

Fünfzehn Jahre nachdem Marina eine Klassenkameradin erstochen hat, um einen Dämonen namens MERCY BLACK zu beschwören, weshalb sie all die Jahre über in einer Psychiatrie lebte, kommt die nun erwachsene Frau nach Hause. Das neue Leben findet nun bei Marinas Schwester Alice und ihrem kleinen Neffen Bryce statt. Aber in den Jahren, seit dem Verbrechen, ist der Mythos von MERCY BLACK viral geworden und hat Internet-Gerüchte, Geschichten und sogar Nachahmer-Verbrechen zur Folge gehabt. Marina wird schon bald wieder von dem verfolgt, was sie getan hat und von dem Phantom, das sie in fünfzehn Jahren nicht vergessen konnte. Marina muss sich ihrer Vergangenheit stellen und die Wahrheit hinter MERCY BLACK erkunden um nun auch ihre Familie zu schützen.

Marina und ihr neues Leben

Im Gespräch mit ihrer langjährigen Psychologin, die in den letzten fünfzehn Jahren zur Freundin wurde, wird Marina offenbart, dass es nun an der Zeit ist, die Psychiatrie zu verlassen. Die unsichere junge Frau ist davon wenig begeistert, weiß sie doch selbst am besten, dass sie ihre Vergangenheit noch längst nicht tief genug vergraben hat. Am Tag der Entlassung wird Marina von ihrer Schwester Alice abgeholt und in ihr neues Zuhause gebracht.

Warum Marina für einen Mord nicht ins Gefängnis kam, sondern über ein Jahrzehnt in einer psychiatrischen Einrichtung hauste, ist auf ihr damaliges Alter gemünzt. Dass eine Patientin, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, entlassen wird, dürfte wohl selten bis gar nicht passieren. Aber das lassen wir einfach mal so stehen. Schließlich muss eine Story ja irgendwo beginnen.

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Angekommen im Haus der Schwester wartet auch schon der kleine Neffe auf Marina, die nach seinem Wissen jahrelang in einer Kunstschule lebte und nun zurück sei. Der kleine Bryan muss mit dieser und anderen kleinen Lügen aufwachsen, alles zu seinem Schutz… zumindest wenn es nach seiner Mutter Alice geht. Nicht wissend, was ihrem Sohn bald geschieht, wiegt sich die alleinerziehende Mutter in Sicherheit.

MERCY BLACK VS Marina VS ?

Am Abend steht Besuch ins Haus. Will, ein alter Freund der Familie begrüßt Marina und nutzt die Gelegenheit, mit ihr allein zu sein, um die Geschichte von damals zu erfahren. Marina aber kann sich nicht erinnern und wimmelt Will ab.

Mit der Ankunft von Will wird klar, dass hier nicht nur MERCY BLACK der Bösewicht ist. Die Absichten von Will werden zwar erst nach und nach aufgelöst, sind aber ab dem ersten Satz aus seinem Mund für Jedermann vorhersehbar. Und da sind wir bei der größten Schwäche von MERCY BLACK… keine Aktion kommt gänzlich überraschend. Kleinere Twiste gegen Ende mögen auflockern oder den ein oder anderen Zuschauer tatsächlich vor den Kopf stoßen, letztlich aber kaum ein Aha-Erlebnis auslösen.

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Kennst du Mercy? Kennst du ihren Namen? Sie wird dir deinen Schmerz nehmen, wenn du ihr versprichst, zu leiden.

Die Geschichte des MERCY BLACK-Dämons erinnert fern an uns bekannte Figuren wie zum Beispiel SLENDER MAN. Nur geht es hier darum, etwas von dir zu geben. Versprich, an den Geist/Dämon/Hexe zu glauben und dir wird etwas Gutes widerfahren, bringe ein Blutopfer und das Böse wird dir helfen.

Hier teilt sich die Geschichte in zwei Hälften und eine davon ist unnötig. Marina wurden Störungen diagnostiziert, in kindlicher Naivität wollte sie ihrer Mutter helfen und glaubte einer ebenfalls noch kindlichen Freundin, die ihr von MERCY BLACK erzählte. Ohne mehr verraten zu wollen hätte die Story also auf eine handfeste Psychose oder andere Traumata aus der Kindheit zurückgreifen können, ohne etwas von den vorhandenen Grusel-Elementen einzubüßen. Stattdessen wird auf Biegen und Brechen versucht, die Geschichte so zu verdrehen, dass der übernatürliche Aspekt die Oberhand behält.

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MERCY BLACK enthält kleine Gruselmomente aber leider auch eine unausgereifte Story samt wenig guter Schauspieler. Für einen Abend, an dem man die Wahl zwischen SLENDER MAN, MERCY BLACK oder nichts tun hat, kann man einen Blick riskieren.

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