Review: MEXICAN WEREWOLF (2005)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.0

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Regie: Scott Maginnis
Drehbuch: Scott Maginnis
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 09. November 2006
FSK: Beschlagnahmt

Beschlagnahmt!
Wer kann bei dieser Werbung schon Nein sagen?
Wer als Kind für Süßigkeiten mit Fremden mitging, kann auch als Erwachsener einer solchen Verlockung nicht widerstehen. Da wir zudem gerade an einem größeren Artikel zum Thema Werwolf arbeiten, musste MEXICAN WEREWOLF in den Player.
Das Ergebnis: ernüchternd. Es hätte mehr Spaß gemacht den Süßigkeiten-Onkel zu begleiten.

Aber da ihr gerade hier seid, müssen wir da nun zusammen durch. Geteiltes Leid, ihr wisst schon….Halt, hiergeblieben, ihr wisst doch noch gar nicht worum es geht.

Story:
An der Grenze zu Mexiko kommt es in der Kleinstadt Furlough zu brutalen Morden. Anfangs trifft es die Ziegen, doch es dauert nicht lange bis es auch Menschen trifft. Besonders die Gruppe Jugendlicher, die sich in den staubigen Hügeln um das verschlafene Nest die Zeit vertreibt, sollte gut aufpassen.Thrillandkill (Horrorfilme und Thriller): mexican werewolf kritik

Spoiler: es gibt keinen Werwolf

Bei dem Titel ist eigentlich alles klar, außer dass es keinen Werwolf gibt. Gut, wir alle machen Fehler, das kann ja mal passieren und dass wir in Wirklichkeit einen Chupacabra sehen muss nicht schlechter sein.

Immerhin wird brutal gemordet. Na ja, also man sieht schon Blut, aber zwischen der beschlagnahmten Fassung und der FSK16-Version liegen nur schmale 20 Sekunden Schnittmaterial und was den Jugendschutz derart nervös werden lässt, hier die „Höchststrafe“ zu verhängen, bleibt eines der großen Rätsel der Menschheit.

Obs vielleicht daran lag, dass der Schinken ziemlich dämlich und an nahezu jeder Front unterdurchschnittlich ist? Da wären beispielsweise die Schauspieler zu nennen, von denen die meisten nicht viel mehr als eben diesen MEXICAN WEREWOLF in ihrem Lebenslauf stehen haben.
Besonders erwähnenswert ist dabei der örtliche Bestatter, dessen Mimik stets zwei Töne neben der Spur liegt.
Man könnte aber auch das Drehbuch anführen, das Leute mit rosa Federboa und Schrotflinte auf Chupacabra-Jagd gehen lässt oder Menschen Sätze in den Mund legt, dass Chupacabras ziemlich cool seien, auch wenn die kurz zuvor den eigenen Freund ermordet haben.

Auch die deutsche Synchronisation klingt als habe man die englischsprachigen Texte durch den Google Translator gejagt und mit viel dümmlichem Gekicher ergänzt. Fairerweise muss man sagen, dass nicht unbedingt die Qualität der Synchronsprecher in Frage zu stellen ist, denn das Wie ist größtenteils ok, aber was die Figuren von sich geben, ist am unteren Rand des Erträglichen.Thrillandkill (Horrorfilme und Thriller): mexican werewolf 2005

MEXICAN WERWOLF macht nicht alles falsch…aber wenig richtig

Dazu kommt ein recht punkiger Soundtrack, der ohne Fingerspitzengefühl an beliebigen Stellen dudelt und eine Egoperspektive des Monsters, die verzerrte Schwarzweißbilder zeigt und sich mehrfach zu wiederholen scheint.

Wenn man in MEXICAN WERWOLF etwas Gutes sehen will, dann zum einen das staubige Kleinstadtsetting, wo die mexikanischen Einflüsse (samt grenznahem Rassismus) bereits spürbar sind, zum anderen, dass Regisseur und Autor Scott Maginnis sein Monster immer nur kurz und in schnellen Schnitten ins Bild schickt. Während viele (auch größere) Produktionen voller Stolz ihre Kreatur präsentieren, die dadurch meist an Zauber verliert, weiß Maginnis um seine Grenzen und lässt einiges im Dunkel.
Das Creature Design hat übrigens nur bedingt etwas mit einem Werwolf zu tun, was einerseits logisch ist, zum anderen kein Fehler sein muss, denn die meisten Wolfsmenschen wirken bei genauerem Hinsehen ja meist knuffig.

Leider machen diese Pluspunkte MEXICAN WEREWOLF kaum sehenswerter.
Am Ende bleibt ein Film, dessen Titel schon an Betrug grenzt, dessen Beschlagnahmung ein Witz ist, dessen Schauspieler keine sind und den man möglichst schnell vergessen sollte.

Sorry, dass ich euch da mit reingezogen habe

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