Review: MONA LISA AND THE BLOOD MOON (2021)

Mona Lisa And The Blood Moon rezension
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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2/10 (1)

Darsteller: Jun Jong Seo, Kate Hudson, Craig Robinson, Ed Skrein
Regie: Ana Lily Armipour
Drehbuch: Ana Lily Armipour
Länge: 106 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 06. Oktober 2022 (Kino)
Verleih/ Vertrieb: Weltkino
FSK: ab 16

Wenn Ana Lily Amirpour einen neuen Film dreht, heißt das mit wachen Augen hinzusehen oder auch gar nicht. Mit dem schwarzweißen Vampirfilm A GIRL WALKS HOME AT NIGHT wurde die in England geborene, in Amerika lebende Regisseurin persischer Abstammung bekannt. Mit THE BAD BATCH folgte ein schräges Endzeitwerk und mit MONA LISA AND THE BLOOD MOON ist auch nicht mit mehr Mainstream zu rechnen.

Worum geht es in MONA LISA AND THE BLOOD MOON?
Eine junge Frau asiatischer Herkunft bricht aus einer psychiatrischen Klinik aus. Mona Lisa Lee, nutzt dabei besondere Fähigkeiten, bei denen sie den Willen anderer Menschen beeinflussen kann.
Während sie Begegnungen mit verschiedenen Menschen im Nachtleben von New Orleans hat, heftet sich Streifenpolizist Harold an ihre Fersen.Mona Lisa And The Blood Moon kritik

Welche Fähigkeiten Mona Lisa besitzt, muss als erstes ihre unfreundliche Pflegerin erfahren, die von ihr dazu gebracht wird, sich wiederholt selbst zu stechen.
Sie wird nicht die letzte sein, die ihre mentalen Superkräfte zu spüren bekommt, auch wenn die meisten der späteren Opfer nur finanziellen Schaden nehmen.

Anders ausgedrückt: MONA LISA AND THE BLOOD MOON beginnt recht brutal ist aber eher ein Mystery-Thriller als ein Horrorfilm. Wichtiger ist aber, dass er weitestgehend sein eigenes Ding durchzieht. Ob man das mag, sei dahingestellt, aber der Film hat Identität.

MONA LISA AND THE BLOOD MOON ist nur für Über-den-Teller-Gucker

Auch wenn MONA LISA AND THE BLOOD MOON eindeutig ein Film für Erwachsene ist, was schon daran zu erkennen ist, dass ein guter Teil der Handlung im Stripclub spielt, weist der Streifen märchenhafte Züge auf. Obwohl die Protagonistin in Zwangsjacke unterwegs ist und es wie erwähnt auch mal derber zugeht, erscheint Mona Lisa des Öfteren kindlich naiv und scheint die Welt zu ergründen, während wir sie dabei begleiten.MONA_LISA_AND_THE_BLOOD_MOON_review

In Farben und Kameraarbeit fühlt man sich an die 90er erinnert und wäre nicht verwundert, wenn als Soundtrack „Black Hole Sun“ von Soundgarden laufen würde, dessen Video ein paar visuelle Parallelen aufweist und gut zu den gezeigten Batikshirts gepasst hätte. Stattdessen gibt es aber basslastige Clubmusic satt.
Farblich ist das Werk damit natürlich das Gegenstück zum schwarzweißen A GIRL WALKS HOME AT NIGHT.

Atmosphäre, Batik und Stripper

Inhaltlich erinnert der Film teils an FALLING DOWN, was daran liegt, dass die Gesuchte durch eine Stadt (hier ist es New Orleans) streift und Begegnungen mit mehr oder weniger sympathischen Menschen hat, während ein einzelner Polizist versteht, was vor sich geht.
Auch liefert die Antiheldin die ein oder andere Feel-Good-Story, wenn sie etwa einem gemobbten Jungen hilft.Mona Lisa And The Blood Moon ana lily amirpour

MONA LISA AND THE BLOOD MOON ist ein Film, der sich schwer packen lässt. Er passt in kein Genre. Er hat einen kostengünstigen Look, mit Kate Hudson, die eine Stripperin spielt, aber eine namhafte Schauspielerin. Er ist langsam, aber schrill, laut und bunt. Er erweckt den Eindruck, als wisse Ana Lily Armipour nicht, was sie will, hat am Ende aber doch eine durchgängige Atmosphäre.

Fazit: Die Story ist dünn, aber die Atmosphäre kann man in Scheiben schneiden. Ein Film, den man hassen und lieben kann, je nachdem wie gewöhnlich oder schräg man es mag.

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