Review: NOBODY (2021)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.5

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6.7/10 (3)

Darsteller: Bob Odenkirk, Aleksey Serebryakov, Connie Nielsen, Christopher Lloyd
Regie: Ilya Naishuller
Drehbuch: Derek Kolstad
Länge: 92 min
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 01. Juli 2021 (Kino)
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 16

Was soll schon dabei rauskommen, wenn der Autor der JOHN WICK – Filme und der Regisseur von HARDCORE gemeinsame Sache machen?
Genau, ein verdammt fetter Streifen!

Story:
Hutch Mansell ist der Inbegriff des Normalos. Nettes Häuschen, nette Frau, zwei nette Kinder, ein wenig aufregender Job.
Aber Hutchs Leben ändert sich, als nachts zwei Einbrecher bei ihm einsteigen und ihn bedrohen. Obwohl er die Chance hat, die beiden zu überwältigen zögert er und zieht sich damit eine Menge Unverständnis zu.
Aber der scheinbar biedere Familienvater hatte seine Gründe und die liegen in seiner brutalen Vergangenheit. Diese wollte er für immer zurücklassen, doch der Vorfall löst eine Kettenreaktion aus, die keinen Stein auf dem anderen lässt…

nobody kritikNOBODY ist die Antwort auf JOHN WICK, BOSS LEVEL, HARDCORE und CRANK

Hutch wird von Bob Odenkirk gespielt, den man natürlich vor allem als schmierigen Anwalt Saul in BREAKING BAD und dem Spin-Off BETTER CALL SAUL kennt. Zwar hat Odenkirk auch an zahlreichen anderen Produktionen mitgewirkt, der typische Actionheld zählt aber nicht dazu.
Aber dies sind nicht mehr die 80er Jahre, wo der Armumfang zählte und jeder wie He-Man aussah.

Umso bemerkenswerter ist Hutchs Wandlung von Familienvater zu jemandem, der kein Problem hat sich mit der Russenmafia anzulegen. Anfangs tut er sich noch schwer in seine alte Rolle zu schlüpfen und als er eine junge Frau in einem Bus vor einer zudringlichen Bande beschützen muss, steckt er selbst einiges ein, aber Töten ist wohl wie Radfahren: man verlernt es nicht.Nobody 2021

Wie erwähnt, ist Derk Kolstad für das Skript verantwortlich, weswegen Parallelen zu JOHN WICK noch weniger von der Hand zu weisen sind als ohnehin. Die Story ist aber sowieso kein Vorzeigeexemplar für Originalität, dafür zieht NOBODY seine Schlagkraft aus einem gut aufgelegten Cast, stark choreographierten Schlagabtauschen und feiner Brutalität.

Zwar erreicht NOBODY nicht ganz die irrsinnige Nonstop-Rasanz von HARDCORE, ist aber trotz einiger ruhigerer und reflektierter Augenblicke eine Vollbedienung. Hutch schlägt, sticht, schießt und sprengt sich durch Berg von Gegnern und lässt immer wieder brachialen Humor durchscheinen.
Unterstützung erhält er von seinem Filmvater, gespielt von Christopher Lloyd (ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT), und Halbbruder Harry, gespielt von RZA.

nobody rezension

Better call Hutch

Für besorgte Eltern, die Angst davor haben, dass ihre Kids mit Plastikpistolen spielen, ist NOBODY natürlich nichts. Hier wird Gewalt zelebriert, wenngleich diese nicht wirklich ernstzunehmen ist.
Zum Ende des Films erinnert NOBODY gar an eine erwachsene Version von KEVIN ALLEIN ZU HAUS und weist also comicartige Augenblicke auf.

Am besten ist der Film allerdings, wenn er sich etwas zurücknimmt und nicht jeder Schuss ein Treffer ist, sondern Hutch gleichzeitig die Pole aus Vater und Killer ausleben kann, die seine Persönlichkeit bestimmen.

Fazit: NOBODY haut dir auf die Fresse…und das ist auch gut so!

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