Review: PARALLEL (2018)

parallel review 2018
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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7/10 (1)

Darsteller: Aml Ameen, Martin Wallström, Georgia King
Regie: Isaac Ezban
Drehbuch: Scott Blaszak
Länge: 100 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 8. Juli 2022 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Capelight
FSK: ab 16

Stress, Termindruck, zu wenig Zeit….es sind die Zeichen unserer Zeit und wer nach Sonnenuntergang noch im Büro sitzt oder am Wochenende Überstunden schiebt, kennt das Problem.
Da käme ein Portal in eine Parallelwelt, in der die Zeit langsamer läuft doch gerade gelegen. Und wenn man schon mal da ist, gäbe es dort sicher noch anderes zu entdecken….

Story:
Devin, Noel, Leena und Josh betreiben ein kleines Startup, das versucht seine Parkplatz-App zu verkaufen. Ein Auftraggeber will schnellstens Ergebnisse sehen und steckt einen Zeitplan, der nicht einzuhalten ist.
Die Stimmung im Team ist schlecht, doch da finden die vier einen geheimen Zugang zum Dachboden, wo ein Spiegel steht, der in ein paralleles Universum führt.
Dort ist auf den ersten Blick alles wie in der realen Welt, doch kehrt man zurück, ist nur ein Bruchteil der Zeit vergangen. Das ist nur eines der Vorteile, doch die vier verfolgen unterschiedliche Ziele…parallel kritik

PARALLEL führt die Gleitzeit ein

DIE CHRONIKEN VON NARNIA, ALICE HINTER DEN SPIEGELN oder auch modernere Storys wie 11.22.63 – DER ANSCHLAG dürften alle mehr oder weniger als Ideengeber für PARALLEL gedient haben, der es aber schafft seine eigene Geschichte zu erzählen und das nicht nur, weil er im Jetzt und mit Jungunternehmern als Hauptfiguren auftritt.

Leena, die gerne eine anerkannte Künstlerin wäre, stellt fest, dass in den anderen Welten vor allem im Kreativbereich leichte Unterschiede bestehen und macht sich das zunutze; Devin versucht eine familiäre Tragödie zu heilen und selbst als einer der vier ermordet wird, lässt sich hinter dem Spiegel Ersatz finden.
parallel rezension
Klingt vielschichtig, ist es auch und PARALLEL gehört zu den Filmen, die eher zu viele, statt zu wenige Handlungsfäden verfolgen, von denen jeder Spannung verspricht.
Womöglich hätte sich der Stoff für eine Mini-Serie (eben ähnlich wie 11.22.63) angeboten, denn genug zu erzählen gäbe es. Da die vier Freunde allesamt recht viel Aufmerksamkeit erhalten und zudem noch miteinander agieren, sind 100 Filmminuten knapp bemessen und nicht jeder Strang wirkt auserzählt.

Zu viel Stoff für einen Film: ein Luxusproblem

Andererseits ist das natürlich ein Luxusproblem, denn wo anderenorts gähnende Langeweile herrscht, hat PARALLEL immer wieder eine Weiterentwicklung auf Lager.
Egal wie man das einordnet, inhaltlich ist der Film somit vollgepackt, an der erzählerischen Front wäre aber mehr machbar gewesen und hier merkt man die Unerfahrenheit von Autor Scott Blaszak, der sein Debüt gibt und dem Zuschauer vieles hinwirft, manchmal aber versäumt ihn auch abzuholen.
parallel 2018
Achtung Spoiler:
Es ist nicht einfach mehr über PARALLEL zu berichten, ohne zu viel zu erzählen. Pickt man aber mal eine Sache heraus, ist Joshs Schicksal erwähnenswert, der in der „normalen“ Welt getötet und gegen einen „neuen“ Josh aus dem Multiversum ausgetauscht wird. Dieser bekommt aber von seiner Entführung gar nichts mit und merkt nur an unstimmigen Kleinigkeiten, dass er sich in einer anderen Welt befindet, während seine „Freunde“ versuchen, ihn in deren Welt zu integrieren.
Spoilerende.

Fazit:
Unterm Strich ist PARALLEL ein Werk, das mit vergleichsweise kleinem Budget einiges auf die Beine stellt, aber auch Chancen liegen lässt. Der Film blamiert sich aber nicht und Fans von Mystery, Zeitreisen, Parallelwelten sollten trotzdem einen Blick riskieren.

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